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Das sprechende Online-Wörterbuch "BEOLINGUS"

TU Chemnitz verbessert ihr international bekanntes virtuelles Nachschlagewerk - Originalvertonung von bisher mehr als 12.000 Begriffen

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Pascal Bockhorn und Stefan Gleis verbessern gemeinsam mit Uni-Webmaster Frank Richter (v.l.) die Funktionalität des digitalen Englisch-Wörterbuches "Beolingus" der TU Chemnitz. Foto: TU Chemnitz

Nach elf Jahren treuer Dienste und bis zu einer Million Zugriffe am Tag gönnt der Urheber des digitalen Deutsch-Englisch-Wörterbuches und Webmaster der TU Chemnitz, Frank Richter, seinem Nachschlagewerk ein neues Gesicht. Ab sofort reagiert es auf den Namen „BEOLINGUS“, erstrahlt in neuen Farben und kann sogar sprechen (http://www.beolingus.de). Den Anstoß dafür gab Stefan Gleis, Geschäftsführer von MIOTU / MIO2 Solutions GmbH. „Aufgrund vieler Auslandskontakte im vergangenen Jahr habe ich mehrere digitale Wörterbücher getestet“, so der 46-Jährige, der ständig auf der Suche nach Erfolg versprechenden Innovationen ist, die ihm auch gleichzeitig Spaß machen. „Dabei gefiel mir das Online-Wörterbuch der TU Chemnitz am besten, und ich wollte mehr daraus machen.“ Zusammen mit dem freiberuflichen Softwareentwickler Pascal Bockhorn, der die Ideen technisch umsetzte, und der Chemnitzer Universität entstand in den letzten Monaten unter dem Namen "BEOLINGUS" ein verbessertes Deutsch-Englisch-Wörterbuch.

Oberste Priorität galt dabei dem neuen Design. Der Internetauftritt erstrahlt nun in hellen Grüntönen oder auf Wunsch in einem satten Orange und erhielt ein überarbeitetes Layout. „Das dient vor allem der Übersichtlichkeit der Seiten“, so Richter. „Es werden lediglich die Übersetzungen angezeigt. Zusätzliche Informationen können per Mausklick aufgerufen werden.“ Im neuen Namen „BEOLINGUS“ enthalten ist Beo, eine indonesische Vogelart. Übersetzt bedeutet er so viel wie „Plappermaul“ und macht seinem Namen alle Ehre: „Unsere Nutzer können sich die amerikanische bzw. deutsche Aussprache von mehr als 10.000 englischen und 2.000 deutschen Wörtern anhören, die von Muttersprachlern gesprochen werden. Das ist ein Novum bei zweisprachigen Online-Wörterbüchern“, erklärt Richter. Andere virtuelle Lexika nutzen computergenerierte Stimmen. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Josef Schmied, Leiter der Professur Englische Sprachwissenschaft an der TU Chemnitz, wird in naher Zukunft auch das Online-Lernprogramm „Internet Grammar“ für „BEOLINGUS“-Nutzer zugänglich gemacht.

Neben mehr als 300.000 Wortübersetzungen, 320.000 Erklärungen und Synonymen sowie 20.000 Zitaten, wird den Nutzern auch die Suche durch ausgewählte Fachthemen erleichtert. Das heißt, sie finden gebündelte Übersetzungen zu Fachthemen von Anatomie bis Zoologie. Für eine optimale technische Umsetzung wurden zwei der drei Uni-Server erneuert und eine Version programmiert, die die Nutzung des digitalen Wörterbuchs auch auf einem Personal Digital Assistant (PDA), einem kleinen tragbaren Computer, ermöglicht.

„Trotz der vielen neuen Funktionen bleibt die Nutzung von BEOLINGUS weiterhin kostenfrei“, verspricht Stefan Gleis. Um den Service allerdings auch zukünftig zu gewährleisten und zu erweitern, ist ab sofort Werbung zum Thema Sprachen gestattet, deren Einnahmen wieder in die Entwicklung des Nachschlagewerkes fließen. „Die Umgestaltung des Wörterbuches ist nur der erste Schritt, Innovationen zu fördern“, so Gleis. „Zukünftig sollen sich auch andere kluge Köpfe angesprochen fühlen, ihre guten Ideen rund um Sprachen mit einzubinden."

„BEOLINGUS – das Online-Wörterbuch der TU Chemnitz“: http://www.beolingus.de

Weitere Informationen erteilen Frank Richter, Webmaster der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 318 79 und Stefan Gleis, Geschäftsführer von Mio2 Solution GmbH, Telefon 0 51 01 –85 54 51, E-Mail beolingus@tu-chemnitz.de

(Autorin: Antje Brabandt)

Mario Steinebach
28.07.2006

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