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Chemnitzer Forscher auf „Aufklärungsmission“ in Berlin

Professur Alternative Fahrzeugantriebe informierte im Rahmen der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue zu Wasserstofftechnologien – auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schaute am Stand der TU Chemnitz vorbei

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt luden am 4. und 5. Juni 2024 zur „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue ein und verwandelten den Amtssitz des Bundespräsidenten in eine Zelt- und Bühnenstadt. Unter dem Motto „Zusammen für Klimaneutralität“ gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Diskussionen und Präsentationen von etwa 190 Ausstellern aus Wirtschaft, Technik, Forschung und Wissenschaft sowie aus der Zivilgesellschaft. Mit dabei waren auch die Wissenschaftler René Schmiedel, Patrick Schaarschmidt und Dr. Nico Keller von der Professur Alternative Fahrzeugantriebe der Technischen Universität Chemnitz, welche das Konzept des sogenannten „Open Source Stacks“ (OSS) dem Publikum präsentierten. „Der OSS ist eine Forschungsfunktionsplattform eines Brennstoffzellenstapels für mobile Anwendungen, welche wir in den letzten Jahren im Rahmen von Forschungsprojekten an der TU Chemnitz entwickelt haben und zunehmend für Wissenstransfer in die Industrie nutzen“, erläutert Keller und ergänzt: „Der OSS ist dabei ein Teil der Open Source Entwicklungsumgebung des HZwo-Innovationsclusters und wird bereits heute in zahlreichen Forschungsprojekten der TU Chemnitz als Basiskonzept und Entwicklungsplattform genutzt. Zudem findet er in der Lehre Verwendung.“

Neben den zahlreichen fachlichen Diskussionen mit Besucherinnen und Besuchern war ein besonderes Highlight der Besuch des Bundespräsidenten am Stand der Chemnitzer Wissenschaftler, dem sie kurz erläuterten, dass in Chemnitz viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler  transfakultär und interdisziplinär an Grundlagenthemen sowie in vielen öffentlich geförderten Industrieprojekten zusammen mit Partnerinnen und Partnern an innovativen Lösungen für die Wasserstoffwirtschaft der Zukunft forschen. Außerdem verfolgte das Team der Professur Alternative Fahrzeugantriebe aufmerksam eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wasserstoff – Hype or Hope?“. „Hier wurde einmal mehr deutlich, dass Wasserstoff zunehmend als vielversprechender Hoffnungsträger für die Energiewende angesehen wird. Besonders wichtig sind die nachhaltige Produktion und der Bezug von grünem Wasserstoff, wobei internationale Kooperationen zunehmend an Bedeutung gewinnen“, so Keller.  Essentiell seien auch Fragen zur Nutzung der bestehenden Infrastruktur sowie zu den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die auch in Berlin thematisiert wurden.

„Deutlich wurde in der Diskussion auch, dass der Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft ohne gut ausgebildete Fachkräfte nicht realisierbar ist“, sagt Keller.  An dieser Stelle reagiere die TU Chemnitz bereits auf diese Notwendigkeit. „Eine besondere Bedeutung für die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte und Studierender wird auch der neu erarbeitete Master-Studiengang mit Schwerpunkt zu Wasserstofftechnologien haben, der aktuell an der Fakultät für Maschinenbau erarbeitet wird. Hierdurch können wir auf internationaler Ebene mittel- bis langfristig Studierende nach Chemnitz an eine der wenigen Universitäten mit einem Schwerpunktfeld zu Wasserstoff und hieran angrenzender Technologien holen“, ist Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur Alternative Fahrzeugantriebe und Leiter der TU Chemnitz Wasserstoff Taskforce, überzeugt.

Mario Steinebach
07.06.2024

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