Qualifikationsarbeiten
Promovend:innen
Saskia Ehrhardt, M.A. (FH Campus Wien)
Transformationsprozess schulischer politischer Bildung in Sachsen in den Jahren 1991-2004. Eine kriteriengeleitete Lehrplananalyse“ (summa cum laude), Zweitgutachten: Prof. Dr. Henning Schluß, Universität Wien
publiziert 2026 Transformationsprozesse im Bereich der politischen Bildung in Sachsen. Eine kriteriengeleitete Lehrplananalyse. Beiträge zu Bildungstheorie und Bildungsforschung, Bd. 23, Berlin: Logos Verlag
Die Dissertation „Schulische Bildung in den Hilfeplänen der Hilfen zur Erziehung – Eine qualitative Dokumentenanalyse (Arbeitstitel)“ untersucht, wie schulische Bildung in den Hilfeplänen der Hilfen zur Erziehung verhandelt wird und wie Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern darin konstruiert werden. Im Rahmen einer qualitativen Dokumentenanalyse werden die Hilfepläne objektiv-hermeneutisch ausgewertet, um latente Sinnstrukturen und normative Orientierungen zu rekonstruieren. Ziel ist es, den Stellenwert schulischer Bildung in diesen Dokumenten herauszuarbeiten und damit einen Beitrag zur Analyse der Schnittstelle von Sozialpädagogik und Schule im Kontext von Bildungsungleichheit zu leisten.
Luisa Burgmer, M.A., TU Chemnitz
Das Promotionsvorhaben von Luisa Burgmer untersucht politische Sozialisationsprozesse von migrierten Jugendlichen, die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung betreut werden. Im Fokus steht die Frage, welches implizite und handlungsleitende Wissen und welche Orientierungen in Bezug auf Politik und "das Politische" sich in den Lebensgeschichten der Jugendlichen zeigen. Daran anschließend wird gefragt, in welchem Verhältnis dies zu Zugängen zu politischer Teilhabe und politischem Engagement steht.
Jost Eisenmenger, M.A., TU Chemnitz
Das Dissertationsprojekt bearbeitet die Frage, wie pädagogisch Tätige - damit sind nicht nur ausgebildete pädagogische Fachkräfte, sondern auch Freiwillige und Ehrenamtliche gemeint - in ihrer Arbeit mit geflüchteten und immigrierten Jugendlichen mit Abwertungs- und Ausgrenzungserfahrungen umgehen. Dabei spielen sowohl mögliche eigene Abwertungserfahrungen aufgrund der Arbeit mit geflüchteten und immigrierten Jugendlichen als auch die pädagogische Bearbeitung von Abwertungserfahrungen der betreffenden Jugendlichen eine Rolle. Hierfür werden Gruppendiskussionen mit pädagogisch Tätigen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe (v.a. offene Kinder- & Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung), sowie außerschulischer Bildungsangebote erhoben. Die Auswertung der Gruppendiskussionen erfolgt auf Grundlage der dokumentarischen Methode.
Floreal Keller, M.A., TU Chemnitz
Qualitativ ausgerichtete Schulstudien zeigen, dass trotz vielfältiger theoretischer und methodischer Zugänge sich die Erkenntnis einer prekären (Bildungs-)Teilhabe migrierter Schüler*innen in Deutschland verfestigt. Das Beschulungsmodell der sogenannten Vorbereitungsklassen (VK), das die Einmündung und den Übergang migrierter Kinder und Jugendliche in den schulischen „Regelbereich“ organisiert, ist hier zentral. Das Dissertationsprojekt setzt hier an und arbeitet anhand der dokumentarischen Methode Orientierungen und handlungsleitende Wissensbestände von Lehrkräften und Schüler*innen heraus, um mehr über die Handlungspraxis der Übergangsgestaltung zwischen den Bereichen zu erfahren. Theoretisch knüpft das Projekt an Fragen der Professionalisierung in der Arbeit mit migrierten Schüler*innen an und berücksichtigt zudem die Frage nach der Relevanz bildungspolitischer Dokumente für diese Praxis.
Zweitbetreuung/-gutachten
Stephanie Cebulla (TU Chemnitz):
"On life of language teachers in times of educational reform in Poland. Qualitative study based on narrative interviews in Upper Silesia" (2024 abgeschlossen, Erstgutachten und Betreuung Prof. Dr. Robert Kreitz, TU Chemnitz)
Christian Stichweh (Leibniz Universität Hannover):
"Schule und Auslandsaufenthalt. Pädagogische Deutungsmuster zwischen Affirmation und Aversion"
(2025 abgeschlossen, Erstgutachten und Betreuung: Prof. Dr. Andreas Wernet, Leibniz Universität Hannover)