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Europäische Geschichte studieren in Chemnitz
Globale Märkte
Europäische Geschichte studieren in Chemnitz 

Globale Märkte und regionale Industrialisierung: Textilindustrie und Maschinenbau in Sachsen 1780 - 1914

 

Das Projekt hat zwei grundlegende Prozesse des sozioökonomischen Wandels - Industrialisierung und Globalisierung - systematisch in Bezug zueinander gesetzt. Diese Dynamik wurde am exemplarischen Fall der sächsischen Textil- und Machinenbauindustrie im "langen" 19. Jahrhundert in den Blick genommen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, wie die Wirtschaftsakteure in den sächsischen Textilgewerben die doppelte Herausforderung von Globalisierung und Industrialisierung bewältigten und wie sie ihrerseits auf diese Prozesse Einfluss nahmen. Außerdem sollten die Entwicklung der Maschinenbau-Industrie, ihre Produkt- und Marktstrategien betrachtet werden.

Das Projekt wurde von der Gerda Henkel Stiftung gefördert. Das Manuskript wurde im September 2014 durch Projektbearbeiter PD Dr. Michael Schäfer abgeschlossen und wurde 2015 veröffentlicht.

Eine andere Industrialisierung -
Die Transformation der sächsischen Textilexportgewerbe 1790–1890

Sachsen zählt zu den bedeutendsten deutschen Industrieregionen, der industrielle Wandel kam hier schon sehr frühzeitig in Gang. Die Industrialisierung in Sachsen verlief jedoch keineswegs als plötzliche "Revolution". Sie gründete vielmehr in den jahrhundertelangen Vorläufen einer Gewerbelandschaft, in der vor allem Textilien erzeugt und in alle Welt exportiert wurden. Die Transformation der sächsischen Textilexportgewerbe seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts öffnet daher den Blick für das Szenario einer "anderen" Industrialisierung: Industrielle Strukturen bildeten sich erst allmählich über längere Zeiträume aus, große Fabrikunternehmen waren noch am Ende des 19. Jahrhunderts die Ausnahme, dezentrale Betriebsformen blieben erhalten oder prägten sich neu aus. Anders als die meisten Studien zur Industrialisierung beschränkt sich Michael Schäfer nicht auf den Bereich der Produktion, sondern nimmt zugleich die Sphäre des Marktes systematisch in den Blick. Er kann damit zeigen, wie der Zugang zu Rohstoff- und Absatzmärkten und die Konstellationen des Wettbewerbs auf diesen Märkten den Industrialisierungsprozess in den  sächsischen Textilrevieren beeinflussten.

Weitere Angaben zu dem Werk finden Sie hier.

 

  • Blick in einen vollbesetzten Hörsaal.

    Umfangreicher Service für Studieninteressierte

    Für einen optimalen Start ins Wintersemester 2026/2027: TU Chemnitz bietet neben dem Servicetelefon individuelle Beratungsgespräche und Informationen im Internet an – Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich …

  • Grafik von Menschen, die miteinander sprechen.

    Eintauchen in die Partizipation in der Wissenschaft

    Gemeinsam forschen, gestalten und Wissen teilen: PartWiss-Konferenzen 2027, 2028 und 2029 werden in Mittweida, Hamburg und München zusammen mit der TU Chemnitz ausgerichtet …

  • Eine Person füllt mit einem Stift ein Formblatt aus.

    Wahlzeit an der Universität

    Wahlvorschläge für Organe und Ämter an der TU Chemnitz können bis zum 29. Oktober 2026 eingereicht werden …

  • Menschen stehen vor Computern

    Im Rohrgebiet

    Erfolgreiche Premiere des Fachforums für Rohr-, Profil- und Hydroformtechnologien an der TU Chemnitz …