Springe zum Hauptinhalt
Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau
Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau
Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau 

Studentische Arbeit der Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau

Thema: Entwurf und experimentelle Untersuchung von adaptiven Orgelpfeifen
Die Funktionsweise von Orgeln basiert auf der Nutzung zahlreicher Pfeifen, die sich in zwei Typen einteilen lassen: Lippenpfeifen und Zungenpfeifen. Ändert sich die Umgebungstemperatur, so ändert sich auch die akustische Charakteristik der Pfeifen. Da bei beiden Pfeifentypen unterschiedliche physikalische Phänomene für die Ausbildung der Tonhöhe zum Tragen kommen, weisen Lippen- und Zungenpfeifen bei zunehmender Differenz zur Referenztemperatur gegenläufige Abweichungen von der jeweiligen nominellen Tonhöhe auf. Es ergibt sich eine mangelnde Übereinstimmung im Klangverhalten der Pfeifen, sodass beide Pfeifentypen nur in einem bestimmten Temperaturbereich simultan genutzt werden können. Um dies zu umgehen, sollen Orgelpfeifen mit einem Stimmmechanismus ausgestattet werden, der bei einer Änderung der Umgebungstemperatur die Tonhöhe von Zungenpfeifen derart anpasst, dass diese mit der Tonhöhe der zugehörigen Lippenpfeifen übereinstimmt. Es soll geprüft werden, inwieweit dies mittels thermischer Formgedächtnislegierungen umgesetzt werden kann. An einer ausgewählten Orgelpfeife wird zunächst eine Frequenzmessung bei variierender Umgebungstemperatur durchgeführt und dabei erfasst, welche Stellwege einer konventionellen Stimmvorrichtung notwendig sind, um die Tonhöhenänderung zu kompensieren. Auf dieser Basis werden Konzepte für eine adaptive Stimmvorrichtung entwickelt und hinsichtlich ihres erwarteten Verhaltens verglichen. Eine Vorzugsvariante wird anschließend umgesetzt und experimentell validiert.  

Schematische Darstellung des temperaturabhängigen Verhaltens von Orgelpfeifen und einer adaptiven Lösung
Daraus ergeben sich folgende Arbeitsschritte:
  • Literaturrecherche zum akustischen Verhalten von Aerophonen
  • Theoretische Betrachtung zur Ausprägung der Tonhöhe in Abhängigkeit der schwingenden Länge der Zunge einer Zungenpfeife
  • Entwurf und Aufbau einer Vorrichtung zur Erfassung der Stimmkrückenposition und der zugehörigen Tonhöhe und Messung beider Größen unter Temperaturvariation
  • Konzeptionierung und Vergleich von Möglichkeiten für die Umsetzung adaptiver Stimmkrücken
  • Umsetzung einer Vorzugsvariante und experimentelle Erprobung
  • Dokumentation der Ergebnisse

Betreuer: Dr.-Ing. Immanuel Voigt, Tel.-Nr.: 0351 4772-2132
 
  • Ein Mann und eine FRau stehen vor einer Tafel, an der farbige Puzzlesteine befestigt sind.

    Die Kombi macht’s: TU Chemnitz startet Bachelorstudiengang mit 99 Kombinationsmöglichkeiten

    Für maßgeschneiderte Profile in Zeiten des Wandels: Ab dem Wintersemester 2026/27 können Studierende ein Hauptfach frei mit einem Nebenfach kombinieren – Neuer Kombinationsstudiengang soll insbesondere den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Chemnitz und die Region Südwestsachsen stärken …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …

  • Eine Europa-Tischflagge steht vor einem Globus.

    Diskutieren über Europa

    Professur Europäische Integration mit dem Schwerpunkt Europäische Verwaltung der TU Chemnitz unterstützt am 11. Mai 2026 öffentliche Podiumsdiskussion – Interessierte können sich für die Veranstaltung bis zum 4. Mai anmelden …