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Humangeographie Ostmitteleuropas

Evaluierung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems unter Druck und Empfehlungen für seine Reform/Evaluation of the Common European Asylum System under Pressure and Recommendations for Further Development (CEASEVAL)

Der “lange Sommer der Migration” im Jahr 2015 und die damit verbundene “Krise der Europäischen Asylpolitik” sind bestimmende Themen des öffentlichen Diskurses, mit weitreichenden Folgen für politische Meinungsbildungsprozesse auf nationaler Ebene und für den Europäischen Integrationsprozess. Während die humanitäre Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen nicht verhandelbar ist, bestehen offene Fragen hinsichtlich einer fairen und humanen Weiterverteilung der Asylsuchenden auf die Mitgliedsstaaten, der Harmonisierung von Asylverfahren und konkreten Praktiken im Umgang mit Asylsuchenden vor, während und nach dem Asylverfahren. Das durch die Europäische Kommission im Rahmen des Horzont 2020 Programms geförderte Forschungsprojekt CEASEVAL verfolgt mehrere Ziele: Zum einen wird ein neuer theoretischer Rahmen für den Prozess der „multilevel governance” des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems entwickelt und empirisch getestet; zweitens wird eine kritische Evaluierung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems vorgenommen und dabei Diskrepanzen zwischen EU Standards der Flüchtlingsaufnahme und nationalen Gesetzgebungen und ihrer Implementierung identifiziert und analysiert. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von Handlungsalternativen hinsichtlich konkreter Probleme des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, so dass abschließend eine valide Einschätzung vorgenommen werden kann, welcher Grad von Harmonisierung (hinsichtlich Gesetzgebung und Implementierung) und Solidarität möglich und notwendig ist.

Laufzeit: November 2017 – Oktober 2019

Finanzierung: Europäische Kommission

Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Glorius

Projektbearbeitung:  Prof. Dr. Birgit Glorius, Dr. Melanie Kintz, Jana Beinhorn, Simone Gasch, Hanne Schneider

 

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