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Professur Politische Theorie und Ideengeschichte
Jahrbuch E & D

Jahrbuch Extremismus & Demokratie

Das Jahrbuch fördert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus und bietet zugleich Informationen für politische Praktiker. Seine Beiträger dokumentieren, analysieren und kommentieren die Debatten um die moderne Demokratie und die Entwicklung des politischen Extremismus sowie des religiös motivierten Fundamentalismus. Es dient als Bestandsaufnahme, Nachschlagewerk und Orientierungshilfe gleichermaßen.

Im aktuellen Band positioniert Alexander Gallus das 20. Jahrhundert als „Laboratorium der Moderne“ in einem Koordinatensystem aus „Ideologie“ und „Wissen“, um Signaturen dieses Jahrhunderts zeichnen zu können. Tom Mannewitz operationalisiert die gesellschaftliche Liberalität und Äquidistanz innerhalb der deutschen politischen Kultur und schätzt darin die Folgen von Ab- und Ausgrenzungsdiskursen ab. In die Debatten um Rechts- und Linkspopulismus sowie neue Protestbewegungen reihen sich Frank Decker mit vergleichenden Perspektiven innerhalb Westeuropas und Armin Pfahl-Traughber mit einer Untersuchung zu PEGIDA ein. Pfahl-Traughber diskutiert darüber hinaus, welchen Beitrag die vergleichende Extremismusforschung in der Debatte um die Aufarbeitung der Anschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) leisten kann. Neben dem Blick auf die Entwicklung der Parteien im Jahr 2014 und der Wahlanalyse (von Uwe Backes und Eckhard Jesse) enthält das Jahrbuch einen Aufsatz Rudi Bigalkes zu „antideutschen“ Gruppen. Das Länderporträt aus Lazaros Miliopoulos’ Feder widmet sich Griechenland, während Judith Faessler im Biographischen Porträt den Radikalisierungsprozess von Eric Breininger zum aktiven Jihadisten nachzeichnet. Das Gefahrenpotenzial des Salafismus in Deutschland untersuchen zudem Aladdin Sarhan und Ekkehard Rudolph. Flankierend prüft Riem Spielhaus im Literaturbericht die wissenschaftlichen Neuerscheinungen zu Islamismus, Jihadismus und Islamismus in der Bundesrepublik allgemein.

Der umfangreiche Literaturteil enthält vielfältige Besprechungen zu wichtigen zeithistorischen und politikwissenschaftlichen Neuerscheinungen aus dem Jahr 2014. In der Kategorie „kontrovers besprochen“ diskutieren der Informatiker Clemens Cap, der Staats- und Rechtswissenschaftler Otto Depenheuer, der Jurist und ehemalige Bundesverfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem, der Politikwissenschaftler Helmut Müller-Enbergs und der Datenschutzbeauftragte des Landes Sachsen Andreas Schurig eine aktuelle Streitschrift zu den Herausforderungen einer „digitalen Diktatur“.