Navigation

Inhalt Hotkeys
Professur Montage- und Handhabungstechnik
Professur Montage- und Handhabungstechnik

Vita

  • 19.10.1954
  • Geboren in Freiberg/Sachsen.
  • 1973
  • Abitur in der Spezialklasse für Mathematik an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt.
  • 1975-80
  • Studium der Mathematik an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt.
  • 1980-84
  • Assistent am Lehrstuhl Getriebetechnik der Sektion Maschinen-Bauelemente der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt.
  • 1984
  • Promotion mit dem Thema "Zur Analyse und Optimierung des Bewegungsablaufs in räumlichen Mechanismen, speziell in Roboterführungsgetrieben" bei Prof. Volmer zum Dr.-Ing.
  • 1984-85
  • Forschungsingenieur an der Sektion Maschinen-Bauelemente der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt.
  • 1985-90
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Getriebetechnik. Mitarbeit am Aufbau eines CAD/CAM-Systems für Kurvengetriebe, Wissenschaftspreis der Technischen Universität Karl-Marx-Stadt.
  • 1990
  • Habilitation mit dem Thema "CAD-orientierte Verfahren für den Entwurf und die Rekonstruktion von Kurvengetrieben" bei Prof. Volmer.
  • 1990-93
  • Professor der Mathematik an der Fachhochschule für Technik Stuttgart.
  • 1993-00
  • Professor für Getriebelehre an der Technischen Universität Chemnitz, 1996 -1999, erster geschäftsführender Direktor des Institutes für Konstruktions- und Antriebstechnik.
  • 31.12.2000
  • verstorben
    ...

    Nachruf


    Er war wohl einer der jüngsten deutschen Professoren der Getriebetechnik in Deutschland: Prof. Dr. Jürgen Schönherr. Am 31. Dezember 2000 ist dieser hervorragende Hochschullehrer und Forscher im Alter von 46 Jahren gestorben.

    Die Technische Universität Chemnitz war der berufliche Mittelpunkt seines Lebens: Nach dem Mathematikstudium, das er 1980 abschloss, begann er seine wissenschaftliche Laufbahn am damaligen Lehrstuhl für Getriebetechnik. Dort promovierte er 1984. Die der Promotion folgenden Arbeitsjahre von Jürgen Schönherr waren durch Lehre und Forschung geprägt. Für seine hervorragenden Forschungsleistungen wurde er mit dem Wissenschaftspreis der TU geehrt. 1990 habilitierte er sich. Dem im gleichen Jahr ergangenen Ruf als Professor für Mathematik nach Stuttgart folgte 1993 die Berufung auf die Professur für Getriebelehre an der TU Chemnitz. Hier führte Prof. Schönherr bis zu seinem tragischen Tod die von seinem Vorgänger im Amt begründete wissenschaftliche Schule der Getriebetechnik weiter und setzte in Lehre und Forschung neue Akzente.

    In der Leitung zahlreicher Forschungsprojekte, in Vorträgen auf nationalen und internationalen Fachtagungen, seiner aktiven Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen des Vereins Deutscher Ingenieure und in seiner großen Zahl wissenschaftlicher Abhandlungen in renommierten Fachzeitschriften fand seine Forschungstätigkeit ihren Niederschlag. Die Vielseitigkeit und die Kreativität die Prof. Schönherrs wissenschaftliche Laufbahn, vor allem die innovative Verbindung der Mathematik mit den Ingenieurwissenschaften, speziell der Getriebetechnik und ihren Anwendungen im Allgemeinen Maschinenbau, der Robotik und der Mechatronik gekennzeichnet hat, diese Vielseitigkeit und Kreativität hat auch seinen inneren Lebenskreis geprägt und befruchtet.

    Die TU Chemnitz verliert mit Prof. Schönherr nicht nur einen Wissenschaftler von Rang, sie verliert eine Persönlichkeit, einen Menschen, der den Kollegen ein verlässlicher Partner und den Studierenden Vorbild war. Seine Ideen werden seine Schüler auch künftig umsetzen.


    Die Mitarbeiter der Professur Getriebelehre