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Fakultät für Informatik
Informatik-Kolloquien
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Informatik-Kolloquien

366. Informatik-Kolloquium

Vorträge im Rahmen des Berufungsverfahrens Programmiersprachen und -techniken

Mittwoch, 02.09.2026, Straße der Nationen 62, Böttcher-Bau, A12.336


2. September 2026

10:15 Uhr - Dr. Thomas Kühn

„Programmiermodelle für Multicore-Systeme“

Diese Veranstaltung ist Teil der Vorlesung Multicore-Programmierung. Sie gibt eine Übersicht über gängige Programmiermodelle für Multicore-Systeme, um dann im Hauptteil der Vorlesung auf das Message-Passing-Programmiermodell sowie dessen praktische Umsetzung, dem Message Passing Interface (MPI), einzugehen. In dieser Vorlesung lernen die Studierenden grundlegende Konzepte des Programmiermodells, wie blockierende und nicht blockierende Operationen sowie synchrone und asynchrone Kommunikation, kennen. Weiterhin werden sie mit den wichtigsten Operatoren des Programmiermodells zum Senden (MPI_Send/MPI_Isend) und Empfangen (MPI_Recv/MPI_Irecv) von Direktnachrichten, zum Senden von Rundrufen (MPI_Bcast) sowie zum Zusammentragen von Ergebnissen (MPI_Reduce, MPI_Scan und MPI_Gather) vertraut gemacht. Studierende können diese Operationen zur Parallelisierung einfacher Algorithmen praktisch anwenden und verstehen die Vorteile und Herausforderungen bei deren Nutzung.

„Language Product Line Engineering“

The proliferation of modeling and programming languages not only leads to multiple versions of a given language but also different variants of a language (existing at the same time). This makes the development of compilers a daunting task, leading to repeated implementations of the same language feature, e.g., expressions or exception handling, without reusing existing implementations. Although research on the development of Software Product Lines (SPL) permits managing both versions and variants of a software system by means of reusable artifacts, current compiler construction tools only provide limited support for the creation and provisioning of reusable artifacts by means of language features. To remedy this, the research area on Language Product Lines (LPLs) studies means to develop SPLs of both compilers and IDEs by means of reusable language components that encapsulate language features. In this presentation, I will showcase a novel approach for the development of LPLs using classic compiler construction tools and corresponding challenges.


13:00 Uhr – Dr. Dominik Helm

„Programmiermodelle für Multicore-Systeme“

Multicore-Systeme erfordern eigenständige Programmierkonzepte. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Parallelität notwendig ist, um die Rechenleistung moderner Prozessoren auszunutzen, zeigt diese Vorlesung am praktischen Beispiel auf, wie *race conditions* andere Denk- und Programmierkonzepte als für Singlecore-Systeme notwendig machen. Anschließend verschaffen wir uns einen Überblick über verschiedene grundlegende Herangehensweisen an diese Problematik und lernen so verschiedene Programmierkonzepte kennen, die im Verlauf des Semesters vertieft werden sollen. Am Ende der Vorlesung sind die Studierenden in der Lage, die Notwendigkeit neuer Programmierkonzepte zu begründen, die gezeigten Konzepte zu benennen und zu beschreiben sowie individuelle Vor- und Nachteile der Konzepte eigenständig herzuleiten. Die Vorlesung legt damit die Grundlage für ein Verständnis paralleler Programmierkonzepte und ermöglicht in der Folge die vertiefte Beschäftigung mit ausgewählten Konzepten.

„Understanding Software Systems“

Every day, more and more software is created. Understanding these software systems governing our lives is paramount to improve and secure them. Automated program analysis is a central tool to enable this understanding, and it has come a long way—nowadays scaling from interactive tools to analysis of whole software ecosystems. At the same time, it faces obstacles rooted in the design of the programming languages we use. Our research contributes to program analysis keeping up with ever-growing and ever more complex software systems: Modular, collaborative analyses allow improving and balancing precision, soundness, and scalability. At the same time, we develop methodologies to systematically assess the quality of program analyses to ensure the trustworthiness of their results. In the future, my research will guide programming language design to remove obstacles to analysis, benefiting human programmers, coding agents, and automated analysis alike. In this talk, I will show how these directions of research interact to further a central goal: understanding software systems.


15:00 Uhr – Dr. Jonas Posner

„Programmiermodelle für Multicore-Systeme“
Speichermodelle - Teil 1: Die Vorlesung befasst sich mit der Motivation für eine genauere Definition von Speichermodellen auf Hard- und Softwareebene und gibt einen ersten Einstieg in diesen Themenbereich, um die Grundlagen für anschließende konkrete Speichermodelle zu liefern.
„Engineering Trustworthy Software Systems“
Modellgetriebene Softwareentwicklung, domänenspezifische Sprachen und Compilerbautechniken ziehen sich seit seinem Studium als roter Faden durch die Arbeit von Herrn Dr. Berger. Dieser Vortrag gibt einen kurzen Überblick über seine bisherige Forschung und gibt einen Überblick über die zukünftige Ausrichtung seiner Arbeit.

Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen!

Poster | .pdf