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Professur Sportmedizin und Sporttherapie
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Die aktuelle Forschung weist darauf hin, dass Frühgeborene meist mit Risikofaktoren für die weitere Entwicklung konfrontiert sind. Dank zunehmender Fortschritte in der Neonatologie ist es bereits in Einzelfällen möglich, dass Frühgeborene ab der 22. SSW überleben. Jedoch steigt damit das Risiko medizinischer Komplikationen. Nicht selten stehen die Frühgeburten im Zusammenhang mit medizinischen Komplikationen, so liegen nicht selten Spätfolgen wie Intelligenzminderung, Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten vor. Hinblickend auf diese Ausgangssituation verlagert sich somit der Schwerpunkt des Interesses weg von der Sterblichkeitsrate der Frühchen hin zur späteren Lebensqualität der betroffenen Kinder.

Auf Grundlage dieser Ausgangssituation konnten Kooperationen mit dem Klinikum Chemnitz, dem DRK Krankenhaus Chemnitz Rabenstein und dem Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz aufgebaut werden. Für die Identifikation von betroffenen Risikogruppen unter den Chemnitzer Kindern stellten die Kliniken von allen Chemnitzer Geburten die medizinischen Daten und damit in Verbindung stehenden Daten der TU Chemnitz zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung.

Ziel ist es für betroffene Kinder und deren Familien spezifische Interventionen anzubieten bzw. aufzubauen. Im Zuge des Projektes ist es weiterhin das Ziel eine zentrale Anlaufstelle für die Familien einzurichten, wo Informationen zu Interventionsangeboten eingeholt werden können. Hierzu werden sowohl Auffälligkeiten sowie Einflussfaktoren während der Schwangerschaft als auch die Situation unter und nach der Geburt wissenschaftlich untersucht. Im Hinblick auf die Entwicklung der Kinder bis hin zur Einschulung werden die Daten mit den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchung verknüpft. Eventuelle Defizite können so aufgedeckt und spezifisch behandelt werden.

Im Rahmen des Projektes sollen unter anderen folgende Fragestellungen behandelt werden:

  1. Welche maternalen Einflussfaktoren stellen Risiken für den Verlauf der Schwangerschaft und die embryonale Entwicklung dar?
  2. Welche Auffälligkeiten zeigen frühgeborene Kinder, welche vor der 28. SSW, vor der 32. SSW, vor der 36. SSW bzw. vor der 40. SSW geboren sind, zur Schuleingangsuntersuchung?
  3. Welche Interventionen bedürfen diese Frühgeborenen?
  4. Welche Interventionen werden bereits aktuell erfolgreich umgesetzt?

Projektpartner:

Logo Klinikum Chemnitz gGmbH
Logo DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein
Logo Stadt Chemnitz mit Slogan "Chemnitz Stadt der Moderne"

Ansprechpartner

Portrait: PD Dr. Dr. Nico Nitzsche
PD Dr. Dr. Nico Nitzsche
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