Forschungsprojekte
Menstruationszyklus und Infrarotthermografie bei Fußballspielerinnen
In Kooperation mit der Frauenmannschaft des Chemnitzer FC untersuchen wir in dieser Studie, inwiefern der Menstruationszyklus die Hautoberflächentemperatur sowie die Maximalkraft der unteren Extremitäten beeinflusst. Ziel ist es, den Einfluss des Menstruationszyklus und dessen hormonelle Schwankungen zu verschiedenen Zyklusphasen abzubilden. Zudem wird der Einfluss des Fitnessniveaus analysiert, indem die Messwerte aktiver Fußballspielerinnen mit denen einer sedentären Kontrollgruppe verglichen werden.
Zur Quantifizierung der Oberflächenhauttemperaturen wird die Infrarotthermografie verwendet: Eine Methode, welche zunehmend an Bedeutung im Bereich der Verletzungsprävention und der Darstellungen von Überlastungen gewinnt. Diese nutzt als nicht-invasive Messmethode die abgegebene Wärmestrahlung des Körpers, um Temperaturverteilungen darzustellen und kann wertvolle diagnostische Informationen über Gewebeläsionen liefern. Eine Analyse der Maximalkraft findet durch eine am Institut eigens entwickelte Kraftmesszelle statt. Die Phase des Menstruationszyklus zu den Messtagen wird durch Nutzung einer Zyklus-App sowie durch weitere Fragebögen erfasst.
Neben dem bereits bekanntem thermischen Einfluss des Menstruationszyklus auf die basale Körpertemperatur, ist die Untersuchung der Oberflächentemperatur von Bedeutung für den sportwissenschaftlichen Kontext. Durch die laufende Studie soll geklärt werden, ob die Infrarotthermografie auch bei weiblichen Athletinnen angewendet werden kann, um Verletzungen und Überlastungen zu quantifizieren. Diese Studie leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der weiblichen Physiologie. Die ersten Ergebnisse der Studie werden im Rahmen des Kongresses der „International Society of Biomechanics (ISB)“ 2025 in Stockholm präsentiert.