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Arbeitsbereich Motorik, Kognition & Neurophysiologie
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Forschungsprojekte

Einfluss akuter Belastung auf Muskelparameter und bilaterale Asymmetrien: Untersuchung von EMG-Aktivität, Gewebesteifigkeit, Sprungleistung, Körperbefinden und Hauttemperatur

Seitenasymmetrien im Sport gewinnen in der Prävention und Rehabilitation von Verletzungen zunehmend an Relevanz. Unsere Arbeitsgruppe untersucht, wie sich bilaterale Unterschiede in Muskelarchitektur und Leistungsfähigkeit unter progressiver körperlicher Belastung manifestieren. Studien belegen, dass ausgeprägte Abweichungen zwischen den Extremitäten das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen. Vertikale Sprünge auf Kraftmessplatten stellen hierbei eine valide, zuverlässige Methode zur Untersuchung des Forschungsvorhabens dar.

Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist die Untersuchung der Veränderungen von Muskelaktivitätsniveau, Gewebesteifigkeit, Hauttemperatur und Sprungleistung unter zunehmender muskulärer Belastung sowie deren Einfluss auf Seitenunterschiede der unteren Extremitäten.

Das Projekt adressiert eine zentrale Forschungslücke, da bisherige Studien häufig nur einzelne Aspekte isoliert betrachtet haben. Durch die Integration physiologischer (EMG), morphologischer (MyotonPro), thermoregulatorischer (Infrarot-Thermografie) sowie leistungsbezogener (Kraftmessplatten) Parameter bei vertikalen Sprüngen entsteht ein detailliertes Modell darüber, wie die unteren Extremitäten auf akute körperliche Belastung reagieren.

An gesunden, trainierten Probanden wird ein etabliertes Belastungsprotokoll mit multiplen Sprungsätzen und standardisierten Pausen durchgeführt. Die Messungen erfolgen vor, während und nach dem Protokoll, ergänzt durch die subjektive Befindlichkeit (VAS), um zeitliche Veränderungen von Sprungleistung, Muskelaktivität, Gewebesteifigkeit und Hauttemperatur zu quantifizieren.

Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Belastungen im Sport mehrdimensional zu erfassen und zukünftige Präventions- sowie Rehabilitationsmaßnahmen objektiver und praxisnäher zu gestalten. So könnten die eingesetzten Messverfahren perspektivisch helfen, Übergänge in die nächste Rehabilitationsphase objektiver zu bestimmen.

Das Forschungsprojekt wird finanziert aus Mitteln des Freistaats Sachsen sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).

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