Partnerschaften
Die Carbon LabFactory Sachsen (CLFS) arbeitet eng mit renommierten Partnern zusammen, um das Vorhaben zur Errichtung eines Carbonfaser-Campus mit zahlreichen Pilotlinien erfolgreich voranzutreiben. Zu den Kooperationspartnern zählen das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam, Carbon Nexus in Australien, die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) sowie die Gemeinde Boxberg O.L.
Diese Zusammenarbeit verbindet wissenschaftliche Expertise, internationale Netzwerke und regionale Stärke. Gemeinsam sollen innovative Lösungen für die Entwicklung und Verarbeitung moderner Carbonfasermaterialien entstehen, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Materialforschung leisten. Die enge Abstimmung zwischen Forschung, Industrie und kommunalen Akteuren schafft die Grundlage für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien und für den Ausbau regionaler Potentiale.
Fraunhofer IAP Potsdam
Das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam ist führend in der Entwicklung innovativer Materialien und Technologien. Ein zentraler Schwerpunkt des Instituts liegt auf der Erforschung nachhaltiger Präkursoren für die Herstellung von Carbonfasern. Diese biobasierten und ressourcenschonenden Ausgangsstoffe sollen eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Materialien darstellen.
Im Rahmen eines unterzeichneten Memorandums of Understanding (MoU) mit der Carbon LabFactory Sachsen und Carbon Nexus in Australien vertieft das IAP seine internationale Kooperation auf diesem Forschungsgebiet. Das Fraunhofer IAP wird dabei eine Schlüsselrolle einnehmen, indem es nachhaltige Präkursoren an der Carbon LabFactory Brandenburg in Guben erforscht und diese im engen Schulterschluss mit der Carbon LabFactory Sachsen testet und optimiert. Diese Zusammenarbeit soll nicht nur innovative Technologien vorantreiben, sondern auch dazu beitragen, eine zukunftsfähige und nachhaltige Materialwirtschaft in der Lausitz zu etablieren.
https://www.iap.fraunhofer.de/
Carbon Nexus in Australien
Carbon Nexus, ein international führendes Forschungszentrum für Carbonfasern, hat ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam und der TU Chemnitz, vertreten durch die Carbon LabFactory Sachsen, im Beisein des ehem. Sächsischen Staatsministers für Regionalentwicklung Herrn Thomas Schmidt, unterzeichnet.
Carbon Nexus, zugehörig zur Deakin University in Geelong (Australien), fokussiert sich auf die Entwicklung von Technologien zur Herstellung von Carbonfasern. Durch die Partnerschaft mit den deutschen Einrichtungen wird der internationale Wissensaustausch gestärkt und die Entwicklung nachhaltiger Materialien und effizienter Fertigungstechnologien vorangetrieben. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung globaler Netzwerke in der Materialforschung und markiert einen wichtigen Schritt zur Etablierung einer Forschungsanlage im Pilotlinienmaßstab in Sachsen. Gemeinsam wollen die Partner Innovationen fördern, die sowohl die Industrie als auch den Übergang zu einer nachhaltigen Materialwirtschaft unterstützen.
KCARBON (Korea Carbon Industry Promotion Agency)
Die Korea Carbon Industry Promotion Agency (KCARBON) ist das zentrale Institut Südkoreas zur Förderung der Carbonfaser- und Verbundwerkstoffindustrie. Die Organisation unterstützt Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendung moderner Carbonmaterialien und trägt maßgeblich zur Stärkung einer nachhaltigen, technologiegetriebenen Materialwirtschaft bei.
Im Rahmen eines auf der internationalen Fachmesse „Carbon Korea 2025“ in Seoul unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU) arbeiten KCARBON, die Technische Universität Chemnitz – vertreten durch die Carbon LabFactory Sachsen – sowie das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) künftig enger zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die internationale Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Carbonfaserherstellung bis hin zu hochleistungsfähigen Leichtbaustrukturen auszubauen.
Während die deutschen Partner ihre Expertise in der Entwicklung nachhaltiger Präkursoren, der Carbonfaserherstellung sowie der Verarbeitung zu innovativen Leichtbaustrukturen einbringen, ergänzt KCARBON die Partnerschaft mit umfangreicher Erfahrung in der industriellen Anwendung und Standardisierung von Verbundwerkstoffen. Als zentraler Knotenpunkt der koreanischen Carbonindustrie verbindet KCARBON Forschung und Industrie insbesondere in den Bereichen Mobilität, Luftfahrt und erneuerbare Energien.
Die internationale Kooperation stärkt den wissenschaftlichen Austausch zwischen Europa und Asien und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Carbonfasertechnologien der nächsten Generation. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Carbon LabFactory Sachsen als international sichtbaren Forschungsstandort für „grüne“ Carbonmaterialien und moderne Leichtbautechnologien weiter zu etablieren.
LEAG
Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) betreibt in Boxberg/O. L. eines der größten Braunkohlekraftwerke Deutschlands und ist ein zentraler Akteur in der Energieversorgung der Region. Die LEAG kombiniert jahrzehntelange Erfahrung in der konventionellen Energieerzeugung mit dem Ziel, den Wandel hin zu erneuerbaren Energien nachhaltig und aktiv zu gestalten.
Neben der derzeitigen Energieversorgung engagiert sich das Unternehmen intensiv im Strukturwandel der Lausitz. Es werden innovative Lösungen entwickelt, um die Region langfristig als Standort für grüne Energie zu etablieren. Darüber hinaus investiert die LEAG auch in neue Energiespeicherlösungen, wie beispielsweise die Big Battery am Standort Boxberg/O. L. Mit einer Netzanschlussleistung von 100 MW und einer Speicherkapazität von 137 MWh. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Erreichung der Ziele eine wichtige Säule. Insbesondere die Carbonisierung bedarf gegenwertig großer Mengen an Energie, deren Bereitstellung aus erneuerbaren Ressourcen sowohl einen ökologischen als auch ökonomischen Vorteil bietet.
https://www.leag.de/de/geschaeftsfelder/kraftwerke/kraftwerk-boxberg/
Region Boxberg/Oberlausitz / Region Boxberg/Upper Lusatia
Boxberg in der Oberlausitz ist eine Gemeinde im Herzen der sächsischen Lausitz, die sich im Zuge des Strukturwandels zu einem zukunftsorientierten Wirtschafts- und Innovationsstandort entwickelt. In direkter Nähe zum Bärwalder See gelegen, entsteht hier die Carbon LabFactory Sachsen (CLFS), ein Forschungsstandort mit starkem Praxisbezug und strategischer Bedeutung für die Region.
Die CLFS ist im Gewerbegebiet Kringelsdorf verortet und versteht sich als Impulsgeber für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der Lausitz. In enger Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sollen vor Ort Forschung und Entwicklung im Pilotlinienmaßstab zu innovativen Werkstoffen und Fertigungstechnologien vorangetrieben werden. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen zu stärken, neue Wertschöpfungsketten zu etablieren und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.
Boxberg steht exemplarisch für den Wandel einer ehemaligen Energieregion hin zu einem Standort für technologieorientierte Forschung, wirtschaftliche Kooperationen und Fachkräftebindung. Die Lage in einer landschaftlich reizvollen Umgebung mit vorhandener Infrastruktur bietet dabei ideale Voraussetzungen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die aktiv zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozess beitragen.
Gemeinde Boxberg und die Carbonfaserforschung: https://boxberg-ol.de/de/wirtschaft/carbonfaserforschung.html
HierWirdWas Kampagne: https://www.youtube.com/watch?v=Vo7EPBAr5WE