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Wirtschaftsinformatik, insb. Business Analytics
Forschung
Wirtschaftsinformatik, insb. Business Analytics 

Forschung

Die Professur Wirtschaftsinformatik, insb. Buisness Analytics forscht in den Themengebieten der Anwendung maschineller Lernverfahren (ML) und Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) in Unternehmen. Unsere Forschung zielt auf die Lösung praktisch relevanter Probleme und auf die Weiterentwicklung der dazu erforderlichen Theorien und Methoden ab. Neben Erkenntnissen zur Gestaltung von ML-basierten Informationssystemen ist es das explizite Ziel, prototypische Lösungen ins Feld zu bringen und damit einen Mehrwert in der betrieblichen Praxis der Industriepartner zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung ist die Wertschöpfung durch KI in Unternehmen.

News

Am 23. und 24. September 2026 ist Prof. Dr. Ravinesh Deo von der University of Southern Queensland (Australien) zu Gast an der TU Chemnitz. Prof. Deo und Prof. Hopf arbeiten bereits im Projekt DREAMS der Bavarian-Queensland Research Alliance zusammen, das Verfahren des maschinellen Lernens für die Verteilung erneuerbarer Energie untersucht. Der Anbahnungsbesuch dient dazu, diese Zusammenarbeit fortzuführen und weitere Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen der TU Chemnitz anzustoßen.

Im Rahmen des Besuchs hält Prof. Deo am Donnerstag, 24.09.2026, um 10:00 Uhr eine Lecture der MeTech Lecture Series zum Thema Cloud-Cover Bias Correction in Numerical Weather Models: Practical Opportunities for Solar-Energy Monitoring and Forecasting Systems. Die Veranstaltung findet hybrid statt, vor Ort im Raum C47.338 (Reichenhainer Str. 41) und online. Den Zoom-Link finden Sie auf der Seite der MeTech Lecture Series.

Auf der 25. IFIP Conference on e-Business, e-Services and e-Society (I3E 2026), die vom 15. bis 17. September 2026 in Tampere (Finnland) stattfand, wurde der Beitrag Human or AI Collaborator? An Experimental Comparison of Human and Machine Translators von Prof. Dr. Nora Nahr (Universität Passau) und Prof. Dr. Konstantin Hopf vorgestellt. In einem Laborexperiment bewerteten 75 Teilnehmende insgesamt 225 Übersetzungen. Dabei schnitten KI-Übersetzungen besser ab als die von menschlichen Übersetzern. Die Studie schlägt auf Basis der Rollentheorie einen Ansatz vor, KI-Werkzeuge für wissensintensive Aufgaben auf der Ebene funktionaler Rollen zu evaluieren.

Der Beitrag ist in den Lecture Notes in Computer Science (Bd. 16912) erschienen: https://doi.org/10.1007/978-3-032-38014-2_4

Deniz Oruç Çelik präsentiert auf der TDWI-Konferenz in München (23.–25. Juni 2026) erste Ergebnisse seiner Studie zum Karriereerfolg von Data Scientists. Der Beitrag „Der übersehene Beruf im Zeitalter der KI? Erste Erkenntnisse zum Data-Science-Berufserfolg“ untersucht, welche beobachtbaren Karrierefaktoren den beruflichen Erfolg von Data Scientists erklären können. Auf Basis professioneller Netzwerkdaten zeigt die Studie, wie etablierte Prädiktoren aus der Karriereforschung für die Analyse eines jungen IT-Berufsfelds nutzbar gemacht werden können.

Prof. Dr. Konstantin Hopf spricht am 8. Oktober 2026 (09:00–09:45 Uhr) auf der data2day, der Konferenz für Data Scientists, Data Engineers und Data Teams von iX und dpunkt.verlag in Köln. Der gemeinsam mit Deniz Oruç Çelik erarbeitete Vortrag Crafting AI: Spannung zwischen Data-Science-Handwerk und Management-Erwartung beleuchtet, wie das handwerkliche Selbstverständnis von Data Scientists mit den Erwartungen des Managements an KI-Projekte kollidiert. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Professur WI2 wird bei der diesjährigen 34. European Conference on Information Systems (ECIS) in Mailand mit zwei Beiträgen vertreten sein.

Ein Beitrag (full paper) zum Vertrauen in Entscheidungen, die von KI-Systemen zusammen mit Menschen getroffen werden. Das Paper „Procedural Justice and the Limits of Explanations in Human-AI Decision-Making“ hat Prof. Dr. Konstantin Hopf zusammen mit Simon Merz (Universität Halle-Wittenberg) und Arisa Shollo (Copenhagen Business School) verfasst. In der experimentellen Studie im ethisch sensiblen Umfeld der Entscheidung über Bewerbungsunterlagen fiel auf, dass Menschen einem Entscheidungssystem weniger vertrauen, wenn Mensch und KI zusammen entscheiden, als wenn nur Menschen oder nur KI-Systeme die Entscheidung treffen. Diese Phänomen beschreiben die Autoren als "hybrid dysphoria", also das Unbehagen bei der hybriden Entscheidungsfindung.

Weiterhin wird Prof. Dr. Konstantin Hopf am Workshop "Teaching with AI in Higher Education: From Insight to Impact“ zusammen mit Leonie Manzke (Universität Erlangen-Nürnberg) mit einem Diskussionspapier teilnehmen. Weitere Autoren in diesem Beitrag sind Prof. Dr. Felix Wortmann und Maximilian May (Universität St. Gallen) und Prof. Verena Tiefenbeck (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg).

Nach einem Semester Vertretung wurde Prof. Dr. Konstantin Hopf seit 15. Februar 2026 als Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insb. Business Analytics, ernannt. Er setzt damit seine Forschung und Lehre im Bereich des Einsatzes von erklärbaren maschinellen Lernverfahren und der datenbasierten Entscheidungsunterstützung an der TU Chemnitz fort. Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung.

Der Artikel „Validating Explainer Methods: A Functionally Grounded Approach for Numerical Forecasting“, welcher in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg entstanden ist, erscheint in Kürze in der Fachzeitschrift Journal of Forecasting (Impact Factor 3.2, VHB „B“). Der Artikel befasst sich mit der Validierung von Erklärmethoden für numerische Prognosemodelle und zeigt, wie sich die Aussagekraft und Zuverlässigkeit von Explainable-AI-Ansätzen für Zeitreihenprognosen systematisch überprüfen lassen. Die Veröffentlichung ist Open Access, also frei zugänglich.

In der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Energy Policy (Impact Factor 9, VHB „B“) erscheint der Forschungsartikel „Do dynamic electricity tariffs change the gains of residential PV-battery systems? A simulation-based evaluation using data from 448 households“, welcher in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg entstanden ist. Die Veröffentlichung ist Open Access, also frei zugänglich.
Die Studie zeigt, wie flexible Stromtarife die Wirtschaftlichkeit von Heimspeichern verbessern können und eröffnet neue Perspektiven für Haushalte und Energiepolitik. Der Beitrag hat bereits mediale Aufmerksamkeit erhalten, unter anderem durch einen Bericht im pv magazine am 24.11.2025.