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Humangeographie

Lehrforschungsprojekte „Chemnitz postkolonial“ (Stephan Schurig, M.Sc.)

Seit dem Sommersemester 2019 finden im Rahmen von Lehrveranstaltungen in den Europastudien Lehrforschungsseminare zu den historischen Bezügen der Stadt Chemnitz zum Kolonialismus sowie deren Kontinuitäten aus postkolonialer Perspektive statt. In forschungspraktisch angelegten Projekten bearbeiten die Student*innen selbst gewählte Themen mit z.T. stark explorativem Charakter. Aus dem ersten Lehrforschungsseminar 2019 gingen verschiedene Forschungsarbeiten, ein wissenschaftliches Poster zur Vorstellung auf dem Deutschen Kongress für Geographie 2019 sowie eine Konzeption und Durchführung eines postkolonialen Stadtrundgangs mit mehreren Stationen (siehe Blog „Umkämpfte Geographien“) hervor.

Im Rahmen der studentischen Forschungsprojekte entstanden seit dem u.a. folgende Arbeiten:

  • Aspekte der Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus in der DDR an dem Fallbeispiel der Städtepartnerschaft zwischen Karl-Marx-Stadt und Tomboucto (Phyllis Kunze/Luca Hirsekorn/Carolin Juler, SoSe 2022)
  • Baumwolle als politisch-ökonomische Ressource in der DDR: Handlungspolitik und regionale Ausprägungen am Beispiel von Karl-Marx-Stadt (Constanze Milbrad, SoSe 2025)
  • Baumwolle in Chemnitz – Globale und lokale Verflechtungsgeschichten. Veränderungen der Handelsrouten nach Chemnitz zwischen 1750 und 1850 (Victoria Zahn/Loris Bach, SoSe 2025)
  • Baumwolle in Karl-Marx-Stadt (Anni Arend, SoSe 2025) [Podcast]
  • Baumwolle und Imperium: Die koloniale Wirtschaft des Deutschen Kaiserreichs und das Baumwollexperiment in Togo (Ji Li, SoSe 2025)
  • Chemnitz Kolonial: Kolonial- und Materialwarenladen in Chemnitz 1883 (Max Trostel, SoSe 2022)
  • Die Chemnitzer Baumwollindustrie und die Quellen des weichen Goldes (Jessica Frank, SoSe 2019)
  • Die Neue Kauffahrtei Chemnitz im Hinblick auf ihre kolonialgeschichtliche Vergangenheit (Lena Baase, SoSe 2019)
  • Die vergessene Vergangenheit von Chemnitz – Völkerschauen als Teil Chemnitzer Stadtgeschichte (Anika Aurich/Konstanze Wittersberg, SoSe 2022)
  • Karl May – Durchs wilde Kurdistan. Eine komparative Aufarbeitung des Werkes und dessen Verfilmung (Buch- und Filmanalyse, Geschlechterrepräsentationen, Karl May in Chemnitz, Experteninterview Karl-May-Museum Radebeul) (Lisa Hetmank/Mine Aktas/Zeran Osman/Annelie Neumann, SoSe 2019)
  • Organisation und Vereine des Kolonialwarenhandels in Chemnitz (Sophie Schlebusch/Anastasia Novikova, SoSe 2019)
  • Postkoloniale Spurensuche in der Städtepartnerschaft zwischen Timbuktu und Chemnitz von 1968 bis heute (Joana Schanze, SoSe 2019)
  • Qingdao – A city in a post-colonial environment (Jialin Li/Yilu Zheng, SoSe 2019)
  • Schanz, Stark und Schubert – Das Wirken der Kolonialgesellschaft in Chemnitz (Christopher Suhr/Johanna Preißler, SoSe 2022)

Die Lehrforschungsseminare stehen im engen Zusammenhang mit dem Promotionsprojekt „Chemnitz postkolonial - Fragmente nicht erzählter Geschichte(n)“.

  • Ein Mann und eine FRau stehen vor einer Tafel, an der farbige Puzzlesteine befestigt sind.

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