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Professur Produktionssysteme und -prozesse
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Professur Produktionssysteme und -prozesse 

Aktuelle Informationen

  • Forschung
    Wissenschaftler Sebastian Knopp testet die AR-Anwendung zum Sortieren von Autoteilen auf dem Messestand der Automechanika. Quelle: TU Chemnitz/Franziska KlimantTU Chemnitz präsentierte auf der Automechanika Frankfurt digitale Lösung für das Sortieren gebrauchter Autoteile

    Augmented Reality unterstützt Mitarbeitende bei der Zuordnung und Lagerung gebrauchter Fahrzeugkomponenten – TU Chemnitz und Projektpartner zeigten neu entwickelte Anwendung auf internationaler Fachmesse.

    Wie digitale Technologien dabei helfen können, gebrauchte Fahrzeugteile effizienter zu sortieren und damit Prozesse der Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, zeigten Forschende der Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz gemeinsam mit der Circular Economy Solutions GmbH auf der Automechanika-Messe in Frankfurt am Main. Auf dem Messestand konnten Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren, wie Augmented Reality (AR) Mitarbeitende beim Sortieren gebrauchter Autoteile unterstützt.

    Mithilfe einer AR-Brille erhielten die Gäste Sortieranweisungen direkt in ihr Sichtfeld und konnten die Zuordnung der Teile zu den vorgesehenen Lagerorten nachvollziehen. Der demonstrierte Anwendungsfall ist Teil des EU-Forschungsprojekts „Digitalised Value Management for Unlocking the potential of the Circular Manufacturing Systems with integrated digital solutions DiCiM“.

    In diesem Projekt wurde ein digitales Assistenzsystem entwickelt, bei dem RealWear-AR-Brillen zum Einsatz kommen, die den Beschäftigten relevante Informationen unmittelbar während des Arbeitsprozesses anzeigen. Das System ist in Echtzeit mit dem Lagerverwaltungssystem verbunden und kann mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) überprüfen, ob ein Teil am vorgesehenen Ort abgelegt wurde. Auch Sicherheitshinweise können über die AR-Anwendung eingeblendet werden.

    Die Technologie wurde sowohl unter Laborbedingungen als auch in realen Produktionsumgebungen erprobt. Damit verfolgt das Projekt den Ansatz, digitale Assistenzsysteme nicht nur technisch zu entwickeln, sondern ihre Einsatzmöglichkeiten unmittelbar in industriellen Prozessen zu untersuchen.

    Einen direkten Einblick in die verschiedenen Schritte des Anwendungsfalls erhielten die Messebesucherinnen und -besucher durch die räumliche Nähe der Projektpartner auf der Automechanika. Die Circular Economy Solutions GmbH präsentierte ihren Beitrag zum Use Case auf einem unmittelbar benachbarten Messestand.

    „Die Automechanika hat uns die Möglichkeit gegeben, unseren Anwendungsfall direkt mit Fachbesucherinnen und -besuchern zu erproben und zu diskutieren. Gerade die praktische Interaktion mit der AR-Anwendung macht anschaulich, wie digitale Technologien Beschäftigte bei der Rückführung gebrauchter Komponenten in Kreislaufprozesse unterstützen können“, so Sebastian Knopp, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Produktionssysteme und -prozesse.

    Die Automechanika Frankfurt fand vom 8. bis 12. September 2026 statt. Die internationale Fachmesse brachte nach Angaben der Veranstalter mehr als 112.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 173 Ländern zusammen. Rund 4.400 Aussteller aus 80 Ländern präsentierten Innovationen, Trends und Technologien für die internationale Automobil- und Aftermarket-Branche.

    Für das EU-Projekt DiCiM bot die Messe damit eine internationale Plattform, um digitale Lösungen für zirkuläre Produktionssysteme einem Fachpublikum aus der Fahrzeugindustrie vorzustellen und mit Akteuren aus Forschung und Wirtschaft zu diskutieren.

    Das Projekt wird vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2026 von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe gefördert (Grant Agreement No. 101091536).

  • Veranstaltungen
    Technologieforum „Accelerating Robotics 2026“ ermöglicht Austausch über Antriebstechnologien für humanoide Roboter

    Am 28. und 29. Oktober 2026 wird Chemnitz zum Treffpunkt nationaler Expertinnen und Experten aus Industrie und Wissenschaft: Das Technologieforum „Accelerating Robotics – The Drive behind Human Robots“ widmet sich den Antriebstechnologien der nächsten Generation für humanoide Roboter.

    Die Veranstaltung bringt Entwicklerinnen und Entwickler, Fertigungsspezialisten sowie Forschende zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungen auf dem Weg zu leistungsfähigen, wirtschaftlich produzierbaren Robotersystemen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative Antriebssysteme, moderne Produktionstechnologien und der Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen.

    Als Keynote-Speaker werden unter anderem hochrangige Vertreter der Unternehmen BMW, Infineon und TQDrives erwartet. Sie geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus der industriellen Praxis und zeigen Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft auf.

    Das Forum wird ausgerichtet von der imk Health Intelligence GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und der Technischen Universität Chemnitz. Die Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz bringt ihre wissenschaftliche Expertise insbesondere in den Bereichen Antriebstechnik, Produktionstechnologien und Robotik ein.

    Ein besonderes Merkmal des Forums ist der praxisnahe Charakter. Auf einem Marketplace präsentieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen innovative Produkte, Komponenten und Technologien zum Anfassen und Ausprobieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, mit Entwicklern direkt ins Gespräch zu kommen und neueste Lösungen aus nächster Nähe kennenzulernen.

    Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Besichtigung des Versuchsfeldes am Fraunhofer IWU. Dort werden moderne Fertigungsverfahren und Produktionsprozesse vorgestellt, die die Grundlage für leistungsfähige und skalierbar herstellbare Antriebssysteme bilden. Die Demonstrationen verdeutlichen, wie entscheidend innovative Fertigungstechnologien für die industrielle Umsetzung humanoider Robotik sind.

    Raum für persönliche Begegnungen bietet die Abendveranstaltung am ersten Konferenztag im Industriemuseum Chemnitz. Bei einem gemeinsamen Dinner können die Teilnehmenden Kontakte vertiefen, neue Kooperationen anbahnen und den fachlichen Austausch in besonderem Ambiente fortsetzen.

    Interessierte können sich ab sofort über die Veranstaltungswebseite anmelden und dort auch weitere Informationen zum Programm, zu den Teilnahmegebühren sowie zum Veranstaltungsort erhalten: Anmeldung zum Technologieforum „Accelerating Robotics – The Drive behind Human Robots“.

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