Adolf Ferdinand Weinhold (Stephan Möller)
| Signatur | TUC_AO_009 |
|---|---|
| Klassifikation | Plastik/Büste |
| Entstehungszeitraum | 1984 – 1986 |
| Material | Bronzeguss |
| Objektbeschreibung | Büste, Bronzeguss, Kunstguss Lauchhammer einschl. Sockel |
| Gebäudenummer | C25 |
| Lagebeschreibung | Im Weinholdbau EG links Beginn Gang |
| Zugänglichkeit | frei |
3D-Modell
Künstler
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| Stephan Möller (1190061848) | |
|---|---|
| Name | Möller, Stephan |
| Geburtsdatum | 1954, |
| Beruf | Bildhauer, |
| Geburtsort | Zwickau, |
Information
Die erste Vorgängereinrichtung der TH Karl-Marx-Stadt war die 1836 gegründete Königliche Gewerbschule zu Chemnitz. Aus diesem Grund stand an der TH im Jahr 1986 das 150-jährige Jubiläum der Ingenieurausbildung bevor. Zu diesem Anlass wurde ein umfassender Plan zur repräsentativen Traditionspflege entwickelt. So sollten Gebäude der Hochschule nach berühmten Professoren benannt werden, ein Jubiläumsband über die Geschichte der Einrichtung entstehen und bronzene Porträts der bedeutenden Wissenschaftler der Einrichtung angefertigt werden. Ab 1982 wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro für architekturbezogene Kunst Karl-Marx-Stadt eine Konzeptionsgruppe von Künstler*innen für letzteres Vorhaben geschaffen. Der Leiter der Gruppe war der Bildhauer Volker Beier. Gemeinsam mit dem Maler Raimund Friedrich entwickelte er 1983 ein aufwändiges Konzept für die geplante Umgestaltung der Eingangshalle des Hauptgebäudes und die zu erstellenden Plastiken. Darin waren Aspekte wie bauliche Veränderungen, Materialeignungen, die Farb- und Beleuchtungsgestaltung sowie die visuelle Kommunikation berücksichtigt. Für die Bronzegestaltungen wurden folgende neun Künstler*nnen ausgewählt: Berthold Dietz, Frank Diettrich, Joachim Harbort, Gottfried Kohl, Erika Matthes, Stephan J. Möller, Rolf Magerkord, Johannes Schulze und Volker Beier.
Der Zwickauer Künstler Stephan J. Möller fertigte die Porträtbüste von Adolf Ferdinand Weinhold an. Weinhold war ein bedeutender Physiker und Chemiker und wirkte von 1861 bis 1912 an der Vorläufereinrichtung der heutigen Universität. Er initiierte hier den Aufbau der Elektrotechnischen Abteilung. 1986 sollte das Sektionsgebäude für Automatisierungstechnik nach ihm benannt werden.
Aufgrund des begrenzten Raumes in der Eingangshalle der TH kam es zu einigen Veränderungen der ursprünglichen Planung der Kunstausstattung. So wurden die Standorte einiger Plastiken verändert. Die Porträtbüste Adolf Weinholds wurde passenderweise für den zukünftigen Weinholdbau bestimmt. Bei der Umbenennung des Weinholdbaus im September 1986 musste jedoch auf eine Interimslösung zurückgegriffen werden. Der Künstler hatte das Modell scheinbar zu spät der Gießerei in Lauchhammer übergeben, in der die meisten der Plastiken gegossen wurden. Deshalb konnte zunächst nur ein Entwurfsmodell der Büste präsentiert werden, das später durch das Original ersetzt wurde. Das Kunstwerk befindet sich bis heute im Flur des Weinholdbaus.
