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Kunstobjekt Detail
Julius Ambrosius Hülße · CampusKunst

Julius Ambrosius Hülße (Berthold Dietz)

SignaturTUC_AO_008
KlassifikationPlastik/Medaillon
Entstehungszeitraum1984 – 1986
MaterialBronze
ObjektbeschreibungMedaillon, Bronzerelief
Gebäudenummer / AdresseA10
LagebeschreibungStraße der Nationen 62, Hauptgebäude, Treppenausgang 1. Stock
Zugänglichkeitfrei

Standort

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Information

(Luca Hirsekorn / 1. Juli 2025)

Die erste Vorgängereinrichtung der TH Karl-Marx-Stadt war die 1836 gegründete Königliche Gewerbschule zu Chemnitz. Aus diesem Grund stand an der TH im Jahr 1986 das 150-jährige Jubiläum der Ingenieurausbildung bevor. Zu diesem Anlass wurde ein umfassender Plan zur repräsentativen Traditionspflege entwickelt. So sollten Gebäude der Hochschule nach berühmten Professoren benannt werden, ein Jubiläumsband über die Geschichte der Einrichtung entstehen und bronzene Porträts der bedeutenden Wissenschaftler der Einrichtung angefertigt werden. Ab 1982 wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro für architekturbezogene Kunst Karl-Marx-Stadt eine Konzeptionsgruppe von Künstler*innen für letzteres Vorhaben geschaffen. Der Leiter der Gruppe war der Bildhauer Volker Beier. Gemeinsam mit dem Maler Raimund Friedrich entwickelte er 1983 ein aufwändiges Konzept für die geplante Umgestaltung der Eingangshalle des Hauptgebäudes und die zu erstellenden Plastiken. Darin waren Aspekte wie bauliche Veränderungen, Materialeignungen, die Farb- und Beleuchtungsgestaltung sowie die visuelle Kommunikation berücksichtigt. Für die Bronzegestaltungen wurden folgende neun Künstler*nnen ausgewählt: Berthold Dietz, Frank Diettrich, Joachim Harbort, Gottfried Kohl, Erika Matthes, Stephan J. Möller, Rolf Magerkord, Johannes Schulze und Volker Beier.

Der Chemnitzer Künstler Berthold Dietz fertigte das Medaillon mit dem Porträt von Julius Ambrosius Hülße an. Hülße war von 1841 bis 1850 Direktor der der Gewerbschule Chemnitz und unterrichtete Mechanische Technologie, Mechanik, Spinnereimechanik und Maschinenlehre.

Dietz fertigte, wie alle neun Künstler*innen für das Jubuläumsvorhaben Werksentwürfe an, welche im März 1983 diskutiert und von Seiten der TH angenommen wurden. Sein Kunstwerk fand, wie das von Gottfried Kohl, im Treppenaufgang in den ersten Stock im Hauptgebäude Platz. Dort befindet es sich seit der feierlichen Enthüllung im Jahr 1986 bis heute.