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Kunstobjekt Detail
Objektdetails

Christian Moritz Rühlmann (Joachim Harbort)

SignaturTUC_AO_002
KlassifikationPlastik/Büste
Entstehungszeitraum1984 – 1986
MaterialKunstguss Aluminium
ObjektbeschreibungBüste, Kunstguss Lauchhammer, lebensgroß, einschl. Schrifttafel, Kopf fehlt nur noch Wandteil vorhanden
GebäudenummerC22
LagebeschreibungIm B-Bau (C22, Turmbau) EG rechts, direkt neben Durchgang zum A-Bau, vor 003
Zugänglichkeitfrei

3D-Modell

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Information

Die erste Vorgängereinrichtung der TH Karl-Marx-Stadt war die 1836 gegründete Königliche Gewerbschule zu Chemnitz. Aus diesem Grund stand an der TH im Jahr 1986 das 150-jährige Jubiläum der Ingenieurausbildung bevor. Zu diesem Anlass wurde ein umfassender Plan zur repräsentativen Traditionspflege entwickelt. So sollten Gebäude der Hochschule nach berühmten Professoren benannt werden, ein Jubiläumsband über die Geschichte der Einrichtung entstehen und bronzene Porträts der bedeutenden Wissenschaftler der Einrichtung angefertigt werden.

Ab 1982 wurde in Zusammenarbeit mit dem  Büro für architekturbezogene Kunst Karl-Marx-Stadt eine Konzeptionsgruppe von Künstler*innen für letzteres Vorhaben geschaffen. Der Leiter der Gruppe war der Bildhauer Volker Beier. Gemeinsam mit dem Maler Raimund Friedrich entwickelte er 1983 ein aufwändiges Konzept für die geplante Umgestaltung der Eingangshalle des Hauptgebäudes und die zu erstellenden Plastiken. Darin waren Aspekte wie bauliche Veränderungen, Materialeignungen, die Farb- und Beleuchtungsgestaltung sowie die visuelle Kommunikation berücksichtigt. Für die Bronzegestaltungen wurden folgende neun Künstler*nnen ausgewählt: Berthold Dietz, Frank Diettrich, Joachim Harbort, Gottfried Kohl, Erika Matthes, Stephan J. Möller, Rolf Magerkord, Johannes Schulze und Volker Beier.

Der Künstler Jo. Harbort fertigte die Plastik mit der Schrifttafel von Christian Moritz Rühlmann an. Der dargestellte Rühlmann war seit der Gründung im Jahr 1936 Lehrer an der königlichen Gewerbschule Chemnitz und unterrichtete Mathematik, Mechanik, Maschinenzeichnen und - entwerfen und Maschinenlehre. Er gilt als einer der Begründer der mechanischen Technologie. Im Jahr 1986 wurde der Turmbau an der Reichenhainer Straße 70 nach ihm benannt. 

Aufgrund des begrenzten Raumes in der Eingangshalle der TH kam es zu einigen Veränderungen der ursprünglichen Planung der Kunstausstattung. So wurden die Standorte einiger Plastiken verändert. Die Plastik Christian Rühlmanns wurde passenderweise für das nach ihm umbenannten Gebäude an der Reichenhainer Straße bestimmt. So wurde das Kunstwerk im Oktober 1986 feierlich enthüllt. 

Jedoch ist nicht alles davon bis heute erhalten. Im Jahr 1998 kam es erstmals zum Verlust eines Werks aus DDR-Zeiten. Die Porträtbüste Rühlmanns wurde aus dem Foyer des Gebäudes entwendet. Eine Fahndungsmeldung der Polizei in den Medien blieb erfolglos. Bis heute erhalten ist lediglich die zur Büste gehörende, künstlerisch gestaltete Schrifttafel.