Clemens Winkler (Volker Beier)
| Signatur | TUC_AO_003 |
|---|---|
| Klassifikation | Plastik/Büste |
| Entstehungszeitraum | 1984 – 1986 |
| Material | Bronzeguss |
| Objektbeschreibung | Büste, Bronzeguss, Kunstguss Lauchhammer |
| Gebäudenummer | C25 |
| Lagebeschreibung | Im Weinholdbau (C25) EG vor Raum 034 |
| Zugänglichkeit | frei |
3D-Modell
Künstler
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| Volker Beier (128571470) | |
|---|---|
| Name | Beier, Volker |
| Geburtsdatum | 1943-04-25, |
| Sterbedatum | 2023-11-29, |
| Beruf | Bildhauer, Steinmetz, |
| Geburtsort | Chemnitz, |
| Wirkungsstätte | Leukersdorf, |
| Biografie | seit 1967 freischaffend,, 1963-1966 Arbeit als Bildhauer, Mitglied des Verbandes Bildender Künstler, des Chemnitzer Künstlerbundes und des Künstlerbundes Deutschlands, 1960-1963 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst Leipzig, 1957-1960 Lehre als Steinmetz und Bildhauer, |
| homepage | https://www.bildhauervolkerbeier.de/seite3.html, |
| wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Beier, |
Information
Die erste Vorgängereinrichtung der TH Karl-Marx-Stadt war die 1836 gegründete Königliche Gewerbschule zu Chemnitz. Aus diesem Grund stand an der TH im Jahr 1986 das 150-jährige Jubiläum der Ingenieurausbildung bevor. Zu diesem Anlass wurde ein umfassender Plan zur repräsentativen Traditionspflege entwickelt. So sollten Gebäude der Hochschule nach berühmten Professoren benannt werden, ein Jubiläumsband über die Geschichte der Einrichtung entstehen und bronzene Porträts der bedeutenden Wissenschaftler der Einrichtung angefertigt werden. Ab 1982 wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro für architekturbezogene Kunst Karl-Marx-Stadt eine Konzeptionsgruppe von Künstler*innen für letzteres Vorhaben geschaffen. Der Leiter der Gruppe war der Bildhauer Volker Beier. Gemeinsam mit dem Maler Raimund Friedrich entwickelte er 1983 ein aufwändiges Konzept für die geplante Umgestaltung der Eingangshalle des Hauptgebäudes und die zu erstellenden Plastiken. Darin waren Aspekte wie bauliche Veränderungen, Materialeignungen, die Farb- und Beleuchtungsgestaltung sowie die visuelle Kommunikation berücksichtigt. Für die Bronzegestaltungen wurden folgende neun Künstler*nnen ausgewählt: Berthold Dietz, Frank Diettrich, Joachim Harbort, Gottfried Kohl, Erika Matthes, Stephan J. Möller, Rolf Magerkord, Johannes Schulze und Volker Beier.
Beier fertigte die Büste mit dem Abbild von Clemens Alexander Winkler an. Winkler studierte von 1855 bis 1856 an der Königlichen Gewerbschule Chemnitz und entdeckte an der Bergakademie Freiberg das Element Germanium (1886). Der Gelehrte gilt als Begründer der in aller Welt anerkannten Freiberger Analytiker-Schule für Mineralanalysen und Begründer der modernen technischen Chemie.
Beier fertigte wie alle neun Künstler*innen für das Jubiläumsvorhaben Werksentwürfe an, welche im März 1983 diskutiert und von Seiten der TH angenommen wurden. Nach Unterzeichnung der Honorarverträge konnten die Künstler*innen trotz der Materialengpässe für Zinnbronze ihre Kunstwerke in der Gießerei Lauchhammer anfertigen lassen.
Am 2. Mai 1986, wurde zur Jubiläumsfeier die neue Eingangshalle mit den Werken von Johannes Schulze, Volker Beier und Rolf Magerkord eingeweiht. Manfred Kraus, der Rektor der Hochschule, würdigte in seiner Rede „die Leistungen des Kollektivs, das die Konzeption niveauvoll umsetzte und die historischen Sachzeugen auf ästhetisch eindrucksvolle Weise zur Geltung bringen konnte“
Heute befindet sich keines der Werke mehr in der Eingangshalle. Die Portraitbüste Clemens Winklers von Volker Beier steht aktuell im Flur des Weinholdbaus.

