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Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Schwerpunkte
Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters 

Forschungsschwerpunkte

Die Forschung an der Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters befasst sich mit der psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung, Entwicklung und Prävention psychischer Störungen sowie Fragen der Diagnostik und psychotherapeutischen Versorgung. Ein besonderes Interesse gilt der Untersuchung von Risiko- und Schutzfaktoren und der Frage, wie psychische Belastungen frühzeitig erkannt und geeignete Unterstützungsangebote zugänglich gemacht werden können.

Unsere Forschungsinteressen umfassen insbesondere die folgenden Themenbereiche:

Epidemiologie und Entwicklung psychischer Störungen

Ein zentraler Forschungsbereich beschäftigt sich mit der Häufigkeit, Entstehung und dem Verlauf psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Angststörungen und anderen emotionalen Störungen.

Untersucht werden individuelle, familiäre und psychosoziale Einflussfaktoren, die mit der Entstehung und Entwicklung psychischer Störungen zusammenhängen. Dazu zählt auch die familiäre Transmission psychischer Störungen, also die Frage, welche Bedeutung psychische Erkrankungen der Eltern und familiäre Bedingungen für die psychische Gesundheit ihrer Kinder haben.

Ziel ist es, Entwicklungsverläufe und Risikokonstellationen besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine frühzeitige Erkennung und Prävention psychischer Störungen zu identifizieren.

Suizidalität und Suizidprävention

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung suizidalen Erlebens und Verhaltens bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie auf der Entwicklung und Evaluation suizidpräventiver Maßnahmen.

Von besonderem Interesse sind die Früherkennung psychischer Krisen, die Förderung psychischer Gesundheitskompetenz und der Abbau stigmatisierender Einstellungen gegenüber Suizidalität und psychischen Erkrankungen. Darüber hinaus wird untersucht, wie die Bereitschaft zur Inanspruchnahme professioneller Unterstützung gestärkt werden kann.

Ein Beispiel hierfür ist das Präventionsprogramm HEYLiFE, das sich unter anderem mit der Vermittlung von Wissen über Suizidalität, der Entstigmatisierung und der Förderung von Hilfesuchverhalten beschäftigt.

Prävention und Versorgungsforschung

Die Präventions- und Versorgungsforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie psychische Störungen möglichst frühzeitig erkannt, ihrer Entstehung vorgebeugt und betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angemessen unterstützt werden können.

Ein besonderes Interesse gilt den Barrieren und förderlichen Bedingungen bei der Inanspruchnahme professioneller Hilfsangebote. Dabei werden sowohl individuelle Faktoren als auch familiäre und strukturelle Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Darüber hinaus stehen die wissenschaftliche Evaluation präventiver Maßnahmen und die Frage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen solche Angebote wirksam sind und in unterschiedlichen Lebens- und Versorgungskontexten umgesetzt werden können.

Diagnostik und Psychometrie

Eine wichtige Grundlage klinisch-psychologischer Forschung bildet die zuverlässige und differenzierte Erfassung psychischer Symptome, Belastungen und Störungen.

In diesem Forschungsbereich stehen Fragen der psychologischen Diagnostik und Psychometrie im Vordergrund. Dazu gehören insbesondere die Anwendung und psychometrische Untersuchung diagnostischer Instrumente sowie die Bewertung ihrer Zuverlässigkeit und Gültigkeit.

Eine wissenschaftlich fundierte Diagnostik ist entscheidend, um psychische Auffälligkeiten angemessen einzuordnen, Entwicklungsverläufe zu untersuchen und die Wirksamkeit präventiver und therapeutischer Maßnahmen zu beurteilen.

Weitere Informationen zu unseren wissenschaftlichen Aktivitäten finden Sie auf den Seiten Forschungsprojekte und Wissenschaftliche Publikationen.