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Professur für Allgemeine Psychologie & Human Factors
Lehre
Professur für Allgemeine Psychologie & Human Factors 

Empirisch-Experimentelles Forschen "EmpEx" / Forschungsorientiertes Praktikum I (WS 2026/27)

### ACHTUNG: Diese Seite befindet sich aktuell in der Überarbeitung für das WS26/27 ###

 

alle Veranstaltungen finden in Präsenz statt

Montag (13:45-17:00 Uhr) | Gruppen: D. Dilba, M. Günther, A.-C. Hensch

Mittwoch (9:15-13:00 Uhr) | Gruppe: J. Geuenich 

Freitag (9:15-13:00 Uhr) | Gruppen: M. Beggiato, M. Günther, A.-C. Hensch

Freitag (11:30-15:15 Uhr) | Gruppe: C. Hübner

 

Inhalt: Teilnehmer dieser Veranstaltung lernen eigenständig ein psychologisches Experiment durchzuführen. Dies beginnt mit der Erarbeitung einer Fragestellung mit Hilfe von Literaturrecherchen, der Ableitung von Hypothesen und deren Operationalisierung. Im Anschluss planen die Studierenden eine entsprechende Datenerhebung, führen diese durch und werten sie aus. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Befähigung zur Wissenschaftskommunikation. Hierbei lernen die Teilnehmenden die Anforderungen an einen wissenschaftlichen Bericht sowie Vortrag kennen und verfassen bzw. halten diesen begleitend zur praktischen Durchführung. Am Semesterende werden die Studierenden in der Lage sein, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten und dies fachgerecht zu dokumentieren und kommunizieren.

Teilnehmer*innen: BSc. Psychologie, BSc. Sensorik und kognitive Psychologie

Prüfungsleistung: 20-minütige Präsentation + Bericht gemäß Studienordnung

Aufwand: Den Inhalt der Prüfungsleistungen erstellen die Teilnehmenden in einer Kleingruppe während des Semesters. Daher erfordert das Modul eine regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen, eine intensive wöchentliche Vorbereitung auf die jeweils anstehende Sitzung sowie die stetige Kommunikation zwischen allen Gruppenmitgliedern.

Vorbereitung: Einige Tage vor der ersten Sitzung erhalten die Teilnehmenden auf OPAL Zugang zu Informationen, die über das Seminar (d.h. relevante Termine, Ablaufplan, etc.) Auskunft geben. Des Weiteren sind sie dazu angehalten, einen Leitartikel zu lesen. Der/Die Dozent/in wird rechtzeitig über konkrete Aufgaben dazu informieren.

Teilnahmevoraussetzung ist, wie in der Modulbeschreibung vermerkt, erfolgreich abgeschlossene/s Modul/e B: Methodenlehre und Statistik für BSc. Psychologie oder BSeKo-03a Psychologische Methodenlehre I und BSeKo-03b Psychologische Methodenlehre II für BSc. Sensorik und kognitive Psychologie. Bitte schauen Sie in Ihre jeweilige Studienordnung, welche Kurse das/die Modul/e beinhaltet/n. Studierende, die mit der neuesten Studienordnung immatrikuliert sind, können EmpEx in diesem Semester nur belegen, wenn sie die Prüfungen zu Methodenlehre I und II und Computergestützte Datenverarbeitung bestanden haben.

VP-Stunden Abgabe
Wichtig für Psychologie-Studierende, welche ab der Studienordnung 2022 immatrikuliert wurden: um am Ende des Semesters eine Prüfungsleistung erhalten zu können, müssen bis dahin alle geforderten 30 Versuchspersonenstunden geleistet werden. Sie müssen sich dafür parallel zur Einschreibung für EmpEx, im SB-Service für "Forschungsorientiertes Praktikum I - Versuchspersonenstunden" anmelden. Möglichst bis Ende Ihres EmpEx-Semesters schicken Sie daraufhin die vollständigen VP-Stunden als Scan an vp-stunden-abgabe@psychologie.tu-chemnitz.de.

Einschreibung: 

  • Die Einschreibung findet zweistufig statt.
  • Die Einschreibung (Stufe I) für die Seminare Forschungsorientiertes Praktikum I (BSc. Psychologie) bzw. Empirisch-Experimentelles Forschen (BSc. Sensorik und kognitive Psychologie) wird vom 23.09.2026 bis 04.10.2026 über den SB Service erfolgen. Die Einschreibung über den SB-Service kann nur erfolgen, wenn Sie das Methodenlehre-Modul bestanden haben (Voraussetzung für das Modul des Seminars).
    Die Einschreibung im SB-Service ist nach Dozent:innen unterteilt. Wenn Sie bereits eine Präferenz für ein Thema/eine Seminargruppe haben, dann tragen Sie sich bitte bereits im SB-Service bei der/dem Dozent:in ein. Allerdings ist die Einschreibung in einer der Seminargruppen noch keine verbindlichen Eintragung in die jeweilige Seminargruppe. Die verbindliche Einschreibung in die Seminargruppen erfolgt in Einschreibungsstufe II über OPAL. Informationen zu den angebotenen Themen finden Sie unten in der Tabelle.
  • Die Einschreibung (Stufe II) erfolgt in OPAL und wird nach der Anmeldefrist, am 06.10.26, um 12:00 Uhr eröffnet (bis 08.10.26, um 23.59 Uhr). Sie erhalten dazu am 05.10.26 (nachmittags) eine E-Mail mit der Zusage/Absage über einen generellen Seminarplatz und weiteren Informationen (Voraussetzung ist die erfolgreiche Einschreibung in Stufe I). 
    In Stufe II wählen Sie verbindlich eine Seminargruppe, nach dem Prinzip first-come-first-serve aus. 
    Informationen zu den angebotenen Themen finden Sie unten in der Tabelle. Detailliertere Informationen zu den angebotenen Themen mit Literaturangaben finden Sie auf OPAL.

 

Hinweise: 

  • Die Einschreibung (Stufe I) im SB-Service ist so angelegt, dass sich eine unbegrenzte Anzahl an Teilnehmenden vorläufig einschreiben kann, da dies der Voraussetzungsprüfung dient. Die Anzahl der finalen Seminarplätze in OPAL ist dagegen begrenzt (Stufe II). Nach Ende der Einschreibefrist im SB Service erfolgt die finale Vergabe der Seminarplätze (Stufe II in OPAL).
  • Falls Sie spezifisch in diesem Semester mit erhöhter Dringlichkeit einen Seminarplatz benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail vor Ablauf der Einschreibefrist von Stufe I (d.h. vor dem 04.10.26 (!) an Dr. Ann-Christin Hensch (ann-christin.hensch@psychologie.tu-chemnitz.de). Dies richtet sich vor allem an Studierende, die Leistungsnachweise für das BAföG-Amt erbringen müssen, im kommenden Semester Auslandsaufenthalte, längere Praktika oder externe Abschlussarbeiten planen und damit im nächsten Semester definitiv nicht dem Seminar teilnehmen können. Wir versuchen auf diese Wünsche einzugehen. 
  • Ihre Anwesenheit in der ersten Seminarsitzung wird für die Inanspruchnahme des reservierten Seminarplatzes vorausgesetzt. Sollten Sie aus dringlichen Gründen verhindert sein, melden Sie sich bitte unbedingt im Vorfeld bei Ihrer/m Dozentin/en, da Ihre Reservierung sonst verfällt. Eine Teilnahme am Seminar ohne vorherige Einschreibung ist nicht möglich. Freiwerdende oder verbleibende Seminarplätze werden im Nachrückverfahren im Anschluss der ersten Seminarsitzung an die Wartelistenplätze vergeben.
  • Wenn Sie keinen Seminarplatz erhalten haben oder sich gegen die Teilnahme entschieden haben, melden Sie sich bitte umgehend von der Prüfung ab! Nutzen Sie bitte das entsprechende Formular des ZPAs (Prüfungsrücktritt).

 

Themen:

Angebotene Seminargruppen WS 2026/27
Dozent*in Zeit Thema Beschreibung
Dr. Dominik Dilba Montag   
13:45 - 17:00 Uhr
Konflikt zwischen Voice und Silence bzgl. kritischer Themen

Im Arbeitskontext müssen oft kritische Themen kommuniziert werden - neue Ideen, Probleme, Bedenken, Verbesserungsvorschläge, Konflikte usw. Voice beschreibt dabei das Ansprechen dieser Themen, während sich Silence auf das Zurückhalten von Informationen bezieht, die die betreffende Person eigentlich ansprechen wollte. 

Die gegensätzlichen Ziele bei Voice und Silence sind mit Spannungs- und Konfliktzuständen assoziiert, die wiederum das Wohlbefinden von Beschäftigten beeinflussen können. Im Seminar beschäftigen wir uns damit, unter welchen Bedingungen solche aversiven Konfliktzustände entstehen. Dazu werden hypothetische Situationen („Vignetten“) entwickelt, über die mögliche, theoretisch abgeleitete Entstehungsbedingungen experimentell manipuliert werden können.

Dr. Madlen Günther Montag 
13:45 - 17:00 Uhr
Menschzentrierte Technikgestaltung

Im Rahmen dieser Veranstaltung schauen wir uns die Auswirkungen der menschzentrierten Gestaltung eines User Interfaces auf die Usability (Gebrauchstauglichkeit) und User Experience (Nutzererleben) an. Am Beispiel eines digitalen Zwillings einer biogenen Produktionsanlage wollen wir untersuchen, wie Benutzeroberflächen gebrauchstauglich und zweckdienlich gestaltet werden können, um u.a. Effektivität, Effizienz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit zu verbessern sowie das menschliche Wohlbefinden und die Benutzerzufriedenheit zu erhöhen.

Dr. Ann-Christin Hensch Montag 
13:45 - 17:00 Uhr

Interaktionen mit autonomen Fahrzeugen

Durch die Entwicklung automatisierter und autonomer Fahrzeuge (AF) ergeben sich neue Herausforderungen für die Interaktion zwischen Verkehrsteilnehmenden (z.B. da sich keine fahrende Person mehr im Fahrzeug befinden muss, die als Ansprechperson für umgebende zu Fuß Gehende fungieren kann). Für die Verkehrssicherheit und Effizienz sind jedoch eindeutige und reibungslose Interaktionen wichtig. Zusätzliche Mensch-Maschine-Schnittstellen (z.B. Lichtsignale) an AF können potentiell diesen Herausforderungen begegnen, indem sie Interaktionen zwischen AF und umgebenden Verkehrsteilnehmenden unterstützen. Im Rahmen der Veranstaltung werden in experimentellen Studien verschiedene Einflussfaktoren, Gestaltungsmöglichkeiten und Auswirkungen zusätzlicher Mensch-Maschine-Schnittstellen für AF untersucht.

M. Sc. Joy Geuenich Mittwoch
9:15 - 13:00 Uhr
User Experience inder Mensch-Chatbot-Zusammenarbeit

Menschen und Large Language Models (LLM) kollaborieren inunterschiedlichen Aufgaben. Dabei spielen sowohl system-, nutzer- und aufgabenseitige Eigenschaften eine zentrale Rollein der Nutzererfahrung (User Experience). Das heißt, dass sie beeinflussen wie Nutzer die Zusammenarbeit mit dem Systemwahrnehmen und wie sie die Informationen verarbeiten. Im Rahmen dieses Seminars werden wir diese Zusammenhänge näher untersuchen, indem wir Experimente durchführen, die verschiedene Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und LLM beleuchten.

Dr. Matthias Beggiato Freitag
9:15 - 13:00 Uhr
Zeitlückenschätzung und Weglückenwahl Die Einschätzung von Abständen und Geschwindigkeiten sich bewegender Objekte ist eine überlebensnotwendige Fähigkeit unserer Wahrnehmung. Ohne diese Kompetenz könnten wir keinen Ball fangen und würden keine befahrene Straße heil überqueren können. Der Straßenverkehr ist ein sehr konkreter Anwendungsfall, in dem Ankunftszeiten bzw. Weglücken sich nähernder Verkehrsteilnehmer korrekt bewertet müssen. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden in Experimenten verschiedene Einflussgrößen auf die Zeitlückenschätzung und Weglückenwahl im Straßenverkehr untersucht.
Dr. Madlen Günther Freitag
9:15 - 13:00 Uhr
Umweltschützendes Verhalten und KI-Interaktion

Um den Zugang zu komplexen Umweltdaten zu erleichtern, persönliche Umweltauswirkungen besser zu verstehen und umweltfreundliche Alternativen zu erkennen, kann der Einsatz von generativer KI eine sinnvolle Alternative zu klassischen Verhaltensveränderungsstrategien darstellen. Dabei wird die Art und Weise verändert, wie Nutzende mit Umweltinformationen umgehen und (nachhaltigere) Entscheidungen treffen. Doch die Auswirkungen der Gestaltung einer KI-Interaktion auf das Umweltbewusstsein und die Bereitschaft zu nachhaltigen Verhaltensweisen sind noch weitgehend unerforscht und sollen im Rahmen dieser Veranstaltung untersucht werden.

Dr. Ann-Christin Hensch Freitag
9:15 - 13:00 Uhr
Interaktionen mit autonomen Fahrzeugen Durch die Entwicklung automatisierter und autonomer Fahrzeuge (AF) ergeben sich neue Herausforderungen für die Interaktion zwischen Verkehrsteilnehmenden (z.B. da sich keine fahrende Person mehr im Fahrzeug befinden muss, die als Ansprechperson für umgebende zu Fuß Gehende fungieren kann). Für die Verkehrssicherheit und Effizienz sind jedoch eindeutige und reibungslose Interaktionen wichtig. Zusätzliche Mensch-Maschine-Schnittstellen (z.B. Lichtsignale) an AF können potentiell diesen Herausforderungen begegnen, indem sie Interaktionen zwischen AF und umgebenden Verkehrsteilnehmenden unterstützen. Im Rahmen der Veranstaltung werden in experimentellen Studien verschiedene Einflussfaktoren, Gestaltungsmöglichkeiten und Auswirkungen zusätzlicher Mensch-Maschine-Schnittstellen für AF untersucht.
Dr. Carolin Hübner Freitag
11:30 - 15:15 Uhr
Sakkadische Suppression von Positionsänderungen Eine der häufigsten und gleichzeitig schnellsten Bewegungen, die Menschen ausführen sind Augenbewegungen. Die zielgerichteten Sprünge der Augen heißen Sakkaden und Menschen nutzen sie, um ihren Blick treffsicher auf relevante Information zu lenken. Das menschliche Gehirn muss über eine Sakkade hinweg Informationen von vor- und nach der Sakkade kombinieren und richtig zuordnen. Der Begriff Sakkadische Suppression von Positionsänderungen beschriebt dabei die Fehleranfälligkeit der Wahrnehmung, wenn sich ein Objekt während einer Sakkade bewegt. Diese Fehleranfälligkeit eröffnet die Möglichkeit, den Mechanismen der visuellen Informationsverarbeitung des menschlichen Gehirns auf den Grund zu gehen.