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Exzellenzcluster MERGE
MERGE

Tagungsrückblick „Women in Science & Engineering“

Vom 10. bis 11. November 2016 erhielten Nachwuchswissenschaftlerinnen Einblicke in die vielfältigen Forschungsbereiche und kamen zum kollegialen Austausch und projektübergreifendem Networking zusammen

Bereits zum zweiten Mal fand die Tagung „Women in Science & Engineering“ für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Bundesexzellenzclusters MERGE und der DFG-Sonderforschungsbereiche HALS, PT-PIESA und TRANSREGIO sowie für Studentinnen der Fakultät für Maschinenbau statt. Vom 10. bis 11. November 2016 nutzten die Nachwuchswissenschaftlerinnen des Maschinenbaus die Veranstaltung in Chemnitz als Plattform des kollegialen Austausches und des projektübergreifenden Networkings. Die Studentinnen konnten dabei tiefe Einblicke in die vielfältigen Forschungsbereiche des Maschinenbaus erlangen und für eine Karriere in Forschung und Wissenschaft begeistert werden.

Der erste Veranstaltungstag begann mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Sophie Gröger zum Thema „Oberflächlich bis haargenau
– Betrachtungen an der Oberfläche“. Darin erläuterte die Referentin die Arbeit an Oberflächen, deren Beschaffenheit und die für Messverfahren bedeutenden unterschiedlichen Dimensionen der Geometrie. An den Festvortrag anschließend erhielten die Studentinnen im Workshop „Zeitmanagement für Frauen in der Wissenschaft“ wichtige Tipps für eine optimale Nutzung der eigenen Zeit. Neben relevanten Methodenkompetenzen erarbeiteten sie sich eine Struktur für die Organisation ihrer Ziele und Projekte in Studium und Beruf. Damit stärkten sie sowohl ihr Prioritätenbewusstsein als auch ihr Selbst- und Zeitmanagement. „Schon zu Beginn der Teamübung wie auch bei den ausgewählten Analysen herrschte ein lernförderliches und kooperatives Arbeitsklima. Sehr positiv werteten die Teilnehmerinnen insbesondere den hohen Anteil an Praxisbeispielen und Tests“, sagte Cristina Fischer von wip Management, die den Workshop leitete. Sie resümierte: „Arbeitstechniken und -methoden sind Basiskompetenzen für den beruflichen Erfolg. Hier werden und wurden die Weichen auf Zeit und Zukunft gestellt.“

Im parallel stattfindenden Workshop „Scientific Presentations – Skills Training“ lernten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen verschiedene Präsentationstechniken und visuelle Hilfsmittel kennen, um auf internationalen Konferenzen, Symposien oder Messen überzeugend aufzutreten. Durch die Expertentipps zur Optimierung der Präsentationsstruktur und dem gezielten Einsatz von Sprache konnten die Teilnehmerinnen sowohl den individuellen Präsentationsstil als auch ein authentisches und überzeugendes Auftreten in der Übung verbessern. Im Rahmen der Abendveranstaltung verknüpfte der interaktive Vortrag „Professionelles Netzwerken: Das eigene Profil entwickeln und sichtbar werden“ die Reflexion über die eigene Person mit nützlichen Hinweisen zum erfolgreichen Netzwerken. Dabei lernten die Teilnehmerinnen, wo und wie sie zielgerichtet und strategisch netzwerken können und wie sie sich selbst bestmöglich ihrem Gegenüber vorstellen sollten, um in Erinnerung zu bleiben. Henriette Kunze, Teilnehmerin der Tagung, lobte das Veranstaltungskonzept: „Die Tagung besteht aus einer ausgezeichneten Mischung aus theoretischen und praktischen Themen. Von den Erkenntnissen der Veranstaltungen werde ich noch lange profitieren und mich in diesen Momenten an die zurückliegenden Tage erinnern.“

Am zweiten Veranstaltungstag stand die Besichtigung zweier Maschinenbauunternehmen der Region auf dem Programm: In einer Werksbesichtigung der KIESELSTEIN International GmbH erlangten die Teilnehmerinnen interessante Einblicke in die Arbeit eines der bedeutendsten Drahtverarbeiter und Hersteller moderner Drahtziehanlagen und -schälmaschinen. Die Studentinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen begeisterten sich insbesondere für das neuartige Produkt „strucwire“, ein spezielles, drei-dimensionales Drahtgewebe in Leichtbauweise. Danach ging es zur Besichtigung in die Heckert GmbH, dem weltweit führenden Anbieter von Bearbeitungszentren und technologischen Fertigungssystemen zum Fräsen, Bohren und Drehen komplexer Werkstücke.

„Die Kombination aus hochwertigen Workshops, interaktiven Vorträgen sowie interessanten Exkursionen wurde von den Studentinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen sehr positiv bewertet“, sagte Nicole Dietrich, Koordinatorin der Gleichstellung in den Forschungsverbünden. „Und ganz nebenbei fördert eine solche Plattform auch den kollegialen Austausch und das projektübergreifende Networking untereinander“, fasste sie zusammen.


5. Dezember 2016