1953
Gründung der Hochschule für Maschinenbau Karl-Marx-Stadt am 01. September
Die Spontaneität der Gründung der „Hochschule für Maschinenbau“ lässt sich am Fehlen einer offiziellen Gründungsurkunde ablesen, weshalb ein Ministerratsbeschluss vom August 1953 als Gründungsdokument gelten muss. Unkoordinierter Gründungseifer lässt sich auch an der Entsendung der Studenten in ein Praktikum in deren ersten Semester erkennen, um Zeit für die Schaffung von funktionsfähigen Strukturen zu gewinnen.
Da die Hochschule auf technische Fachrichtungen spezialisiert war, welche die SED für den von ihr beschlossenen „Aufbau des Sozialismus“ in der DDR dringend benötigte, genoss sie besondere staatliche Förderung und konnte schnell wachsen.
Folglich wuchs die Zahl der 290 Immatrikulierten innerhalb von zehn Jahren auf das fünffache. Diesem drastischen Anstieg war das Gebäude an der Straße der Nationen – obgleich der erfolgten Auflösung der Fachschule und der Einweihung des sogenannten „Physik-Neubaus“ im gleichen Gebäudekomplex 1957 – nicht gewachsen.