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Universitätsarchiv
Beginn 1836

1836

Einweihung der Kgl. Gewerbschule Chemnitz im Gebäude des Alten Lyceums

Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Königreich Sachsen und dabei insbesondere Chemnitz zu einem Motor der Industrialisierung. Ausdruck der expansiven wirtschaftlichen Entwicklung war die Gründung des Industrievereins für das Königreich Sachsen im Jahr 1828, der aktiv für die Aus- und Weiterbildung von Arbeitskräften und jungen Leuten warb. Aus diesem Grund setzte sich der Verein am Königshof in Dresden für die Einrichtung und Unterstützung solcher Anstalten ein. Noch 1828 konnten die Technischen Bildungsanstalten in Dresden eröffnet werden. Auch für Leipzig und Chemnitz wurde die Etablierung höherer Gewerbeschulen gefordert, was aber an der Bewilligung der Mittel durch die Dresdner Regierung scheiterte, so dass am 2. Mai 1836 „nur“ eine mittlere Königliche Gewerbschule zu Chemnitz errichtet wurde.

Die Neugründung wurde von der Stadt Chemnitz gefördert. Sie stellte hierfür die Räumlichkeiten – das ehemalige Lyceum am Jacobikirchhof zur Verfügung – und übernahm die Kosten für Heizung und Beleuchtung. Zeugnis des nicht mehr stehenden Gebäudes gibt der Eingangstorbogen am neuen Rathaus.

Die Gewerbschule wurde durch einen Schulkommission unter Vorsitz eines Vorstehers/ Direktors geleitet. Die bereits seit 1796 bestehende Zeichenschule wurde angegliedert. 1837 wurde eine Baugewerkenschule gegründet, die dem Schulverband beitrat.

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