Ziel
Das Fortgeschrittenenpraktikum II (FP II) bietet den Studierenden die Möglichkeit, verschiedene Professuren und deren Forschungsprofile kennenzulernen. Durch die Auswahl von zehn Versuchen erhalten die Studierenden einen breiten Einblick in aktuelle Forschungsthemen und die praktische Arbeit in unterschiedlichen Laboren.
Es ist sinnvoll, aber nicht verpflichtend, Versuche aus den Arbeitsgruppen zu wählen, die für eine spätere Masterarbeit in Betracht gezogen werden. Die Betreuung erfolgt durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Professur direkt an den dort vorhandenen Anlagen.
Das FP II verfolgt mehrere zentrale Ziele:
- Selbstständige Einarbeitung: Die Studierenden lernen, sich kurzfristig und gründlich in neue Themen einzuarbeiten, unterstützt durch Fachliteratur und die bereitgestellten Materialien.
- Arbeit im Labor: Die Versuche vermitteln praktische Fähigkeiten im Umgang mit Messgeräten, experimentellen Aufbauten und wissenschaftlichen Methoden.
- Protokollierung und Dokumentation: Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem vollständigen und nachvollziehbaren Messprotokoll im Elektronischen Laborbuch (ELN).
- Kritische Auswertung: Die Studierenden analysieren ihre Messdaten, bewerten Unsicherheiten und vergleichen Ergebnisse mit Literaturwerten.
- Wissenschaftliches Schreiben: Das Gesamtprotokoll soll im Stil einer späteren Masterarbeit verfasst werden – klar strukturiert, präzise formuliert und wissenschaftlich korrekt.
- Verteidigung der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Testat und in Gesprächen mit dem Betreuer erläutert und diskutiert.
Die Versuchsanleitungen sind bewusst kürzer gehalten als im Grundpraktikum. Sie enthalten vor allem Literaturhinweise, um die Studierenden zu einer eigenständigen Vorbereitung zu motivieren. Während der Durchführung wird angestrebt, dass die Studierenden die Experimente so selbstständig wie möglich bearbeiten.