Marktszene (Will Schestak)
| Signatur | TUC_AO_048 |
|---|---|
| Klassifikation | Wandbild |
| Entstehungszeitraum | – 1968 |
| Material | |
| Objektbeschreibung | |
| Gebäudenummer | A30 |
| Lagebeschreibung | Seminarraum, 3. OG, Zentrum für Lehrerbildung, RAWEMA Gebäude, StraNa 12 |
| Zugänglichkeit | beschränkt |
Künstler
Abgerufen aus der Gemeinsamen Normdatei (GND) über lobid.org
| Will Schestak (121093980) | |
|---|---|
| Name | Schestak, Will |
| Geburtsdatum | 1918-07-18, |
| Sterbedatum | 2012-04-01, |
| Beruf | Maler, Grafiker, Lithograf, |
| Geburtsort | Mariaschein, |
| Wirkungsstätte | Chemnitz, Prag, |
| wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Will_Schestak, |
Information
In der Innenstadt wurde von 1966 bis 1968 das Haus der Industrieverwaltung an der Ecke Brückenstraße und Straße der Nationen erbaut. Nach einem Entwurf von Roland Kluge und Günter Hauptmann wurde das Gebäude im selben Stil wie das Haus der Partei hinter dem Karl-Marx-Kopf errichtet.
Ein Teil des zweiten und dritten Stocks des Gebäudes wird seit 2013 vom Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz genutzt. Im dritten Stock schuf der Künstler Will Schestak 1968 ein Wandbild für die damalige Kantine des Industriezentrums. Das expressionistisch anmutende Gemälde mit dem Titel „Marktszene“ zeigt Erinnerungen des Künstlers an seinen böhmischen Heimatort Mariaschein. In einem Presseartikel der TU Chemnitz wird das Wandbild mit den folgenden Worten beschrieben: „Beim Gestalten seines Werkes wählte Schestak bewusst heitere, Lebensfreude versprühende Farben. Das Bild sollte im Kontrast zur täglichen Arbeit stehen und den Arbeitern so die Möglichkeit geben, ihren Gedanken in den Pausen freien Lauf zu lassen. Die fließenden und kaum geraden Formelemente, welche sich mehrfach wiederholen, sind für dieses Werk und die Entstehungszeit markant. Dies lässt sich beispielsweise an dem Bildaufbau und dem Blickwinkel erkennen. Folgt man dem Bild von links nach rechts unten und von dort nach oben und nach links zurück, so erkennt man nicht nur die Muster im Kontrast zueinander, sondern auch die wiederkehrenden Formen“.
Im Jahr 2010 wurde das ehemalige Haus der Industrieverwaltungen an der Straße der Nationen 12 trotz fehlendem Denkmalstatus unter Achtung der Tradition der Ostmoderne saniert. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde auch der Erhalt des Wandbilds von Will Schestak festgelegt. Das Werk wurde nach einer Vornutzung 1995 unter einer Tapetenschicht wiedergefunden und restauriert. Die Gestaltung weist heute Einbußen aufgrund der Sanierung des Gebäudes sowie Schäden durch Vandalismus auf. Ein Schild am Eingang des heutigen Beratungsraums stellt Besuchenden sowohl das Werk als auch den Künstler vor. Dieser verstarb 2012, kurz bevor das Lehrerzentrum der TU Chemnitz in das Gebäude einzog.
