Märchenfiguren (Rudolf Kraus)
| Signatur | TUC_AO_040 |
|---|---|
| Klassifikation | Sgraffito |
| Entstehungszeitraum | – |
| Material | |
| Objektbeschreibung | „Sgraffito“ mit Märchenfiguren – Heute nach Modernisierung des Gebäudes nicht mehr sicht- Bar, stattdessen Graffiti mit dem selben Motiv Von Künstler Frank „JMF“ Schäfer, nach 1949 erstellt |
| Gebäudenummer | |
| Lagebeschreibung | An der Außenwand Kinderkombination |
| Zugänglichkeit |
Künstler
Abgerufen aus der Gemeinsamen Normdatei (GND) über lobid.org
| Rudolf Kraus (1073465322) | |
|---|---|
| Name | Kraus, Rudolf |
| Beruf | Maler, |
| Wirkungsstätte | Chemnitz, |
| wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Kraus_%28K%C3%BCnstler%29, |
Information
Im Jahr 1971 wurde eine Kinderkombination auf der Fläche zwischen den Internatsbauten eröffnet. Eine Kinderkombination war ein in der DDR üblicher Typenbau, in dem in Doppelnutzung sowohl ein Kindergarten als auch eine Kindertagesstätte untergebracht waren. Studentinnen mit Kindern hatten die Möglichkeit, diese sowohl während des Semesters als auch in den Ferien in der Einrichtung betreuen zu lassen. Beim Bau des Gebäudes waren 35.000 Mark der Investitionssumme für „volksnahe realistische Kunst“ vorgesehen. Erst 1975 gestaltete der Künstler Rudolf Kraus an einer Außenwand des Gebäudes ein Wandbild. Passend zur Nutzung der Einrichtung waren darauf diverse Szenen aus den Kindermärchen Das tapfere Schneiderlein, Hänsel und Gretel und Schneewittchen abgebildet.
Im Jahr 2004 wurde die ehemalige Kinderkombination renoviert, die seit Ende der 1990er Jahre den Kindergarten Zwergenland e.V. und die Kindertagesstätte Krabbelkäfer Chemnitz e.V. beherbergt. Nach der Baumaßnahme wurde der Graffitikünstler Frank JMF Schäfer aus Döbeln vom Bauamt der Stadt Chemnitz beauftragt, das Fassadenwandbild von Rudolf Kraus mittels Fotos und Nachzeichnung neu zu malen. Das ursprüngliche Bild wurde bei der Renovierung entfernt. Schäfers Werk steht in einer Reihe von Graffiti-Gestaltungen, die in einem ähnlichen Zeitfenster auf dem Campus entstanden. Besonders war hier jedoch die Bezugnahme auf das vorherige Wandbild und die einhergehende Erinnerung an die DDR-Vergangenheit.
