seit 1967 freischaffend,, 1963-1966 Arbeit als Bildhauer, Mitglied des Verbandes Bildender Künstler, des Chemnitzer Künstlerbundes und des Künstlerbundes Deutschlands, 1960-1963 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst Leipzig, 1957-1960 Lehre als Steinmetz und Bildhauer,
Das letzte zu DDR-Zeiten entstandene Werk baubezogener Kunst ist der Gedenkstein für die Deportierten Chemnitzer Jüd*innen im Innenhof des Hauptgebäudes an der Straße der Nationen. Vom als Versammlungspunkt genutzten Hof der heutigen technischen Universität aus gingen bis 1945 insgesamt 10 Transporte jüdischer Menschen in faschistische Konzentrationslager. Mit dem Mahnmal wurde dieser Tatsache gedacht. Es entstand 1988 als Zusammenarbeit des Rats der Stadt Karl-Marx-Stadt, der Jüdischen Gemeinde und der Technischen Universität Karl-Marx-Stadt. Der Vorsitzende des Verbandes der Jüdischen Gemeinde der DDR, Siegmund Rotstein, hatte den Künstler Volker Beier für das Projekt vorgeschlagen. Beier gab in einem Interview im Jahr 2012 an, er habe das Motiv eines Baumstammes gewählt, da er den „jüdischen Glauben metaphorisch als einen alten gestandenen Baum darstellen wollte, der durch den Nationalsozialismus zu einem Stumpf gefällt wurde“. Ein letzter Zweig sollte dabei die letzten Überlebenden symbolisieren und der gewölbte Boden unter dem Gedenkstein die Kraft des Glaubens darstellen. Volker Beier schuf in Karl-Marx-Stadt auch die Stele zum Gedenken an die 1938 zerstörte Alte Synagoge. Bis heute wird an Gedenktagen regelmäßig auf das Werk Bezug genommen.