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Kunstobjekt Detail
Objektdetails

Wandbild Jürgen Seidel (Jürgen Seidel)

Keine Bilder vorhanden.

SignaturTUC_AO_051
KlassifikationWandbild
Entstehungszeitraum – 1974
MaterialKaseinfarben
Objektbeschreibung
Gebäudenummer
Lagebeschreibung
Zugänglichkeit

Künstler

Abgerufen aus der Gemeinsamen Normdatei (GND) über lobid.org

Jürgen Seidel (133289761)
NameSeidel, Jürgen
Geburtsdatum1924-09-01,
Sterbedatum2014-04-10,
BerufKünstler, Maler, Grafiker,
GeburtsortChemnitz,
Biografie1947-1951 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1939-1942 Lehre als Dekorateur, seit 1951 freischaffend in Dresden.,
wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Seidel_%28Maler%29,

Information

Ebenso wie die Eröffnung der Mensa an der Reichenhainer Straße fand 1970 die Grundsteinlegung für das neue Sektionsgebäude der Automatisierungstechnik statt. Das 1974 fertiggestellte, heute als Weinholdbau bekannte Gebäude wurde mit architekturbezogener Kunst geschmückt. Ein Jahr nach dem Bauende führte der in Chemnitz geborene Dresdner Künstler Jürgen Seidel im Foyer eine über zwei Stockwerke reichende Farbgestaltung aus. Er war 1961 für ein Wandbild in einer Markthalle der Dresdner Partnerstadt Coventry bekannt geworden. Zudem hatte er in Dresden an der Ausgestaltung der Prager Straße mitgewirkt und eine Glasgestaltung für die dortige Technische Universität angefertigt. Im Februar 1975 wurde er von der Karl-Marx-Städter Hochschulzeitung zu seiner Arbeit interviewt. Darin beschrieb der Künstler das Wandbild mit den folgenden Worten: „Ich hatte den Auftrag, eine Wand im Foyer des neuen Sektionsgebäudes zu gestalten. Dabei ging es um eine dekorative Gestaltung, die einen Bezug auf Ihre Hochschule und ihr Ausbildungsprofil haben sollte.Die konstruktive Idee für das Wandbild und Träger der Komposition waren für mich die Figuren der Geometrie, wie Linie, Kreis, Spirale,Kurve, divergierende Linienbündel,mit denen der heutige und zukünftige Ingenieur, Techniker und Wissenschaftler arbeiten muß“.

Jürgen Seidel stimmte die Farbgebung des Bildes auf die der Eingangshalle ab. Im Interview zeigte er sich überrascht über die positiven Rückmeldungen, die er im Gespräch mit Bauarbeitern, Studenten, Ingenieuren und Professoren im Gebäude erhielt. Der Redakteurin der Hochschulzeitung teilte er mit: „Mit meinem Bild möchte ich Ihnen Schwung, Optimismus und die Lebensfreude übertragen, die Sie für Ihr Studium brauchen“. Die unpolitische, abstrakte Farbgestaltung spiegelt die Öffnung der baubezogenen Kunst der DDR in den 1970er Jahren wider. Ab 2009 wurde das Gebäude saniert und bis auf das Skelett aus Stahlbeton entkernt. In zwei Bauabschnitten konnte der Bau bis Oktober 2013 modernisiert werden. Bei dieser Maßnahme ging vermutlich die über zwei Stockwerke reichende Wandgestaltung von Jürgen Seidel verloren, da der gesamte Foyerbereich abgerissen wurde. In den Akten der zuständigen Institutionen existieren dazu jedoch keine Informationen.