Abschlussveranstaltung des Projekts „TeleVeRbundenheit“
Nach rund drei Jahren intensiver Zusammenarbeit fand die Abschlussveranstaltung des Projekts „TeleVeRbundenheit“ statt.
Das Projekt der Förderrichtlinie „Nähe über Distanz“ (NäDi) startete im April 2023 mit dem Ziel die #immersiven Technologien #Virtual Reality und Telepräsenzrobotik zu kombinieren, was neue Möglichkeiten schafft Nähe über Distanz herzustellen. Über räumliche Distanz hinweg sollte so z.B. ein gemeinsames kulturelles Erlebnis in Form eines Museumsbesuchs ermöglicht und das Gefühl sozialer Verbundenheit gefördert werden.
In Zusammenarbeit mit der Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz und der Mobile Etage GmbH entstand ein Prototyp, der es ermöglichte, in zwei großen Feldstudien im Industriemuseum Chemnitz BesucherInnen und eine Begleitperson vor Ort mit einer per Telepräsenzroboter zugeschalteten Person zusammenzubringen. Die „Roboter-PilotInnen“ konnten dabei das Museum mittels 360-Grad Ansicht selbstgesteuert erkunden und sich mit ihrer Begleitperson über die Ausstellung austauschen. Damit konnten wir Technik aus dem Labor direkt in den Alltag der Menschen bringen. Anhand der Ergebnisse der Evaluation von über 150 Studienteilnehmenden konnten sowohl das Potential der Technologie abgeschätzt als auch Hemmnisse und weiterer Entwicklungsbedarf abgeleitet werden.
Unsere Aufgaben im Projekt umfasste neben einer strukturierten Anforderungsanalyse an das zu entwickelnde System und der Konzeption eines entsprechenden #Interfaces besonders die Weiterentwicklung eines Theoriemodells zur Entstehung von #Sozialer Verbundenheit. Dazu widmeten wir uns gemeinsam mit unseren Projektpartnerinnen des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. - ISF München und der YOUSE GmbH mit interdisziplinären Methoden einer Definition des Konstrukts soziale Verbundenheit sowie deren Einflussfaktoren bei technik-mediierter Kommunikation über Distanz und beleuchteten auch die ethischen, legalen und sozialen Aspekte (ELSA) im Sinne einer Technikfolgenabschätzung.
Zum Abschlusstreffen reichten wir uns noch einmal digital die Hand und setzten noch einmal auf distanzüberwindenden digitalen Technologien zur kollaborativen Zusammenarbeit, diesmal mit Fokus auf die kommende Verwertung unserer spannenden Projektergebnisse.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Projektpartnern für die engagierte Zusammenarbeit sowie Frau Katja Karrer-Gauß vertretend für den VDI/VDE Innovation + Technik GmbH für die leitende Initiierung dieses tollen Forschungs-Calls und die Betreuung während des Projekts. Nicht zuletzt geht unser großer Dank an das Industriemuseum Chemnitz für den Zugang und die organisatorische Unterstützung unserer Feldstudien.
TeleVeRbundenheit wurde mit knapp 1 Million Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert