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Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement
Professur Aw&I
Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement 
09.01.2025

aw&Interviews Dr. Frank Dittrich

  • Dr. Frank Dittrich

Auch 2025 setzen wir unsere aw&Interviewreihe fort. Heute mit Dr. Frank Dittrich 🗯️.

Wie hat sich dein Weg zu einer Anstellung bei der aw&I gestaltet?

Mein Weg zur Professur war reiner Zufall. Ich absolvierte in der VW Konzernforschung mein Praktikum und interessierte mich damals bereits für nutzungszentrierte Produktentwicklung. Plötzlich lief eine Professorin aus Chemnitz durch unser Großraumbüro und für mich lag es nahe, einfach mal zu fragen, ob sie nicht meine Abschlussarbeit betreuen möchte. So habe ich meine Diplomarbeit zum Thema „Kunden- und wettbewerbsorientierte Produktentwicklung“ an der aw&I geschrieben. Der Tag meiner Verteidigung war auch gleichzeitig der Tag meiner Einstellung im Projekt „Kompetenzinitiative Usability“. Letztlich könnte man auch von Fügung sprechen, da dieser kleine Zufall mir einen Weg eröffnete, der mir vorher nicht in den Sinn kam, den ich aber rückblickend auch nie hinterfragen musste.

Welche Fragestellungen standen im Mittelpunkt deiner Dissertation?

Das Thema #Usability und #User-centered-design begleitete mich dann auch während meiner Promotionsphase. An die „Kompetenzinitiative Usability“ schloss sich das „Kompetenzzentrum Usability“ an und ich konnte mich über fast sechs Jahre mit dem Einsatz nutzungszentrierter Methoden und Prozesse in KMU befassen. Daraus ist dann auch mein Promotionsvorhaben zur Entwicklung eines Werkzeugbaukastens speziell für die Software-Branche entstanden.

Welche Forschungsthemen faszinieren dich besonders und wie siehst du sie im Zusammenhang mit dem, was an der Professur gemacht wird?

Mit dem Aufkommen neuer #VirtualReality Headsets 2015 habe ich mich mehr und mehr mit immersiven interaktiven Technologien befasst. Bis heute fesseln mich die damit verbundenen Potentiale. Gerade für uns als Gestalter:innen der #Mensch-Maschine-Interaktion eröffnet die #ExtendedReality (#XR) einen immens großen Forschungs- und Gestaltungsraum. Denn Digitalität ist nicht mehr nur in kleinen Kästen auf 2D-Bildschirmen gefangen, sondern ermöglicht das Erleben digitaler Inhalte, in die wir eintreten können und die mit dem realen Raum verschmelzen. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten, von denen wir viele an der Professur beforschen und mit Unternehmen zusammen gestalten dürfen.

In welchem Projekt bist du beschäftigt und was machst du da genau?

In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit dem Einsatz von #VR zur kulturellen und sozialen Teilhabe befasst. Wir haben im Forschungsverbund SocialSTAGE-VR Technologien für virtuelle Theatererlebnisse entwickelt und erprobt. Parallel dazu habe ich das erste Innovationsnetzwerk zum Themengebiet #XR initiieren können (XR INTERACTION), das mittlerweile mehr als 60 Forschungseinrichtungen und Unternehmen umfasst. Mit der Netzwerkarbeit fördern wir nicht nur die Zusammenarbeit in der deutschen #XR-Industrie sondern unterstützen auch aktiv den Transfer dieser neuen technischen Möglichkeiten in die praktische Anwendung.