TU ChemnitzForschungProjekteSYNCAR - Synchronisiertes automatisiertes Fahren in urbanen Räumen

SYNCAR - Synchronisiertes automatisiertes Fahren in urbanen Räumen

SYNCAR - Synchronisiertes automatisiertes Fahren in urbanen Räumen

Teilthema:

Fahrzeugseitige Funktionen für komplexe Fahrmanöver

Finanzierung

BMBF

Projektpartner

IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und VerkehrFraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme DresdenPreh Car Connect GmbHdresden elektronik verkehrstechnik gmbhFSD Fahrzeugsystemdaten GmbHFusionSystems GmbHTU Dresden (Fahrzeugmechatronik / Verkehrsleitsysteme)

Projektlaufzeit

September, 2016 bis September, 2019

Motivation und Zielstellung


Entwicklungen zu Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) und insbesondere zu automatisierten Fahrfunktionen werden derzeit weltweit mit hoher Intensität vorangetrieben. Umfangreiche Pilotprojekte zu selbstfahrenden Fahrzeugen zeigen dies ebenso wie die starke Präsenz dieser Themen in den Medien, auf Messen und Fachausstellungen sowie nicht zuletzt auch in der Politik. In ähnlicher Weise rücken auch kooperative Funktionen intelligenter Verkehrssysteme zunehmend von der Forschung in die praktische Erprobung und Anwendung. Der Standort Sachsen bietet mit seiner Mikroelektronik, dem Fahrzeugbau, der Zulieferindustrie, leistungsfähigen Ingenieurunternehmen sowie renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein hervorragendes Umfeld, diesen globalen Trend aufzugreifen und Innovationspotenziale zur Entwicklung der sächsischen Wirtschaft zu erschließen.
Im Unterschied zu den bislang bekannten öffentlichkeitswirksamen Feldtests stehen dabei weder allein die Substitution des menschlichen Fahrers durch automatisierte Fahrfunktionen im Fokus, noch die bloße Vernetzung von Fahrzeugen untereinander bzw. mit der Infrastruktur. Vielmehr sollen die technologischen Entwicklungen und Potenziale in beiden Bereichen aufgegriffen und für eine umfassende Verkehrsautomatisierung in urbanen Räumen nutzbar gemacht werden. Dies wird maßgeblich zu einer effizienteren Auslastung bestehender Verkehrsinfrastrukturen führen, z.B. durch eine Erhöhung des Durchsatzes im Verkehrsnetz, beschleunigte Verkehrsflüsse sowie eine bedarfsgerechte Priorisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Zusätzlich werden ganz erhebliche Reduktionspotenziale verkehrsbedingter CO2- und Schadstoffemissionen erschlossen.

Vorgehensweise


Ziel des Vorhabens SYNCAR ist, neuartige Lösungen für ein vorausschauendes automatisiertes Fahren unter kooperativer Abstimmung mit anderen Verkehrsteilnehmern und Lichtsignalanlagen zu entwickeln. Hierbei wird u.a. auch eine neuartige Form der Optimierung des Verkehrsprozesses entstehen, indem gezielt konkrete Fahrempfehlungen (Manöverempfehlungen) für bestimmte Fahrzeuggruppen oder auch einzelne Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden.
Die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement bearbeitet in Kooperation mit der Professur Allgemeine und Arbeitspsychologie Fragestellungen der Ergonomie und Akzeptanz in der Mensch-Technik-Interaktion, wobei letztere sich nicht nur auf Fahrzeuginsassen eines hochautomatisiert fahrenden Fahrzeugs bezieht, sondern auch auf andere Verkehrsteilnehmer, die sich in dessen Umfeld bewegen. Es werden hierbei u.a. auch Konzepte zur Einbeziehung dieser nicht ausgestatteten Verkehrsteilnehmer in die entstehenden Prozesse kooperativen Fahrens sowie zur gezielten Beeinflussung dieser durch Fahrempfehlungen erarbeitet. Weiterhin erfolgt die Entwicklung und Untersuchung von verschiedenen Bedienfunktionen (v.a. Überwachung der Fahrfunktionen, Ziel- und Routenwahl) sowie der Evaluation von HMI-Lösungen.

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