TU Chemnitz Forschung Projekte Eignung autostereoskopischer Displays im Fahrzeugkontext unter Einbeziehung von Ablenkung, Sicherheit und Komfort

Eignung autostereoskopischer Displays im Fahrzeugkontext unter Einbeziehung von Ablenkung, Sicherheit und Komfort

Eignung autostereoskopischer Displays im Fahrzeugkontext unter Einbeziehung von Ablenkung, Sicherheit und Komfort

Teilthema:

Fahrerbeobachtung und Manövererkennung

Finanzierung

BMBF (03ZZ0406)

Projektlaufzeit

September, 2015 bis August, 2017

Motivation und Zielstellung


3D-Technologien, im Speziellen Technologien, die im Zusammenhang mit räumlicher Datenaufnahme, deren Visualisierung und der Interaktion mit den entsprechenden 3D-Darstellungen stehen, haben durch fortschreitende technologische Entwicklungen in den letzten zwei Dekaden immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Vorteile stereoskopischer Ansichten, also die Wiedergabe von Bildern mit einem realen räumlichen Eindruck von Tiefe, die aus den Sensordaten generiert werden, können innerhalb der Fahrer-Fahrzeug-Interaktions-forschung eine praktische und substantielle Anwendung finden. Neuartige und innovative Fahrer-Assistenz-Systeme (FAS) können unter Anwendung stereoskopischer Displays, einen Beitrag leisten, dem Fahrer aufbereitete Informationen über sein Umfeld zu liefern und den möglicherweise zusätzlich auftretenden Workload im Vergleich zu bisher eingesetzten Displays zu minimieren.
Vergleichsstudien zu Darstellungsarten von 3D-Informationen und -Inhalten auf handelsüblichen und stereoskopischen Monitoren zeigen in Abhängigkeit von Aufgabe, Eingabegerät, GUI und der Erfahrung im Umgang eine vergleichbare Performance von 3D- und 2D-Interfaces. Allerdings konnten durch Hinzufügen einer dritten Dimension in der Darstellung eine erhöhte Wahrnehmungs-präzision sowie eine verbesserte Performanz in der Differenzierung von (Informations-)Clustern ermöglicht und Informationsverluste bezüglich der dargestellten Inhalte reduziert werden. Weitere Vorteile von 3D-Visualisierungen liegen in der Erweiterung der Interaktions- und damit den Explorationsmöglichkeiten mit den dargestellten Inhalten: Sie sind einfacher zu verstehen. Es wird jedoch als generelles Defizit angesehen, dass nutzerzentriertes Design wenig oder nur ad hoc in der Visualisierungsforschung Anwendung findet. Diese Problematik wird sich das Projekt durch einen generischen Ansatz annehmen und in die Fahrer-Fahrzeug-Forschung übertragen.

Vorgehensweise


  • Erstellung eines Grundlagenexperimentes zur systematischen Variation zu kontextabhängigen Einflussgrößen wie Blickwinkel, Abstraktion und Fidelity
  • Identifizierung geeigneter Szenarien aus der Fahrer-Fahrzeug-Forschung, in denen autostereoskopische Display von Vorteil sind
  • Übertragung von Gestaltungshinweisen aus der Informationsgestaltung zur Informationsreduktion und Informationsfokussierung auf autostereoskopische Ansichten und nutzer- und expertengetriebene Erstellung eines Prototypen
  • Proof of Concept  autostereoskopischer Displays als Teil von FAS

 
Eingesetzte Methoden:

  • Usabilitystudie zum Vergleich 2D/isometrisch/3D
  • Akzeptanzuntersuchungen von einem exemplarischen FAS

Instrumente:

  • Fragebögen
  • Fahrsimulator

Ergebnisse


Das Ergebnis des Projekts IVIS-3D wird ein Proof of Concept autostereoskopischer Displays als Teil von FAS sein.

Videos


Lehr-Lernvideo – Prototyping für 3D-Anzeigesysteme

Ansprechpartner


Konferenzbeiträge


Dettmann, A., & Bullinger, A. C. (28-30 September 2017). The benefit of autostereoscopic 3D displays for intersection assistants. [Poster]. Rom,

Dettmann, A., & Bullinger, A. C. (26-28 October 2016). Spatially distributed visual, auditory and multimodal warning signals - a comparison. [Vortrag]. Prag, Tschechische Republik,