TU ChemnitzForschungProjekteMOVA3D: Multimodaler Omnidirektionaler 3D-Sensor für die Verhaltensanalyse von Personen

MOVA3D: Multimodaler Omnidirektionaler 3D-Sensor für die Verhaltensanalyse von Personen

MOVA3D: Multimodaler Omnidirektionaler 3D-Sensor für die Verhaltensanalyse von Personen

Finanzierung

BMBF

Projektpartner

Professur Digital- und Schaltungstechnik, TU ChemnitzDesign:lab weimar GmbH, WeimarLehrstuhl Kognitive Systeme, Otto-von-Guericke-Universität MagdeburgVoice INTER connect GmbH, DresdenVitracom AG, KarlsruheFraunhofer IIS, ErlangenFraunhofer IIS, EAS DresdenNSC GmbH, LichtensteinPattern Expert, BorsdorfVerband Sächsi-scher Wohnungsge-nossenschaften e.V., Dresden

Projektlaufzeit

August, 2016 bis Juli, 2019

Motivation und Zielstellung


Durch die allgemeine Überalterung der Bevölkerung, speziell in den neuen Bundesländern, entstehen neue Herausforderungen für die Gesellschaft als Ganzes. Menschen mit altersbedingten Einschränkungen soll es ermöglicht werden, so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung - der eigenen Wohnung - zu verbleiben. Der Wechsel in die stationäre Pflege soll hinausgezögert oder nach Möglichkeit ganz vermieden werden.

Im Projekt MOVA3D wird ein neuartiger multimodaler omnidirektionaler 3D-Sensor zur Verhaltensanalyse von Personen für die Anwendung im häuslichen Umfeld entwickelt und erprobt. Der Einsatz der Sensorik zielt dabei auf die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen (Caring Home) ab. Im Gegensatz zu verfügbaren Systemen soll der Sensor mittels optischer und akustischer Messprinzipien eine 3D-Erfassung von Räumen und darin befindlichen Personen mit nur einem einzigen intelligenten Sensor ermöglichen.

 

Innenraumüberwachung eines häuslichen Umfeldes mit optischer 3D-Sensorik (links: Netzwerk perspektivisch abbildender 3D-Sensoren, rechts: Neuartiger omnidirektional abbildender 3D-Sensor) Quelle: Professur Digital- und Schaltungstechnik
Innenraumüberwachung eines häuslichen Umfeldes mit optischer 3D-Sensorik (links: Netzwerk perspektivisch abbildender 3D-Sensoren, rechts: Neuartiger omnidirektional abbildender 3D-Sensor) Quelle: Professur Digital- und Schaltungstechnik

Vorgehensweise


Die Basis für die Entwicklung bildet eine umfassende Anforderungsermittlung mithilfe einer Nutzerstudie, welche die Bedürfnisse der zukünftigen Anwender sowie deren Hintergründe erfasst. Während der Studie werden unter Einsatz von Befragungen konkrete Tagesabläufe der späteren Nutzer und ihre Verhaltensmuster in ihrem konkreten häuslichen Umfeld aufgenommen, analysiert sowie dokumentiert. Die Studie wird dabei unter Zuhilfenahme eines Mock-up durchgeführt, welches die spätere Funktionalität des Sensorsystems durch den Einsatz manuell bedienter Technik, Kamera, Lautsprecher, etc. und dessen Erscheinungsbild (Design) möglichst realitätsnah simuliert und so die Reaktion und Verhaltensweise der späteren Nutzer repräsentativ wiedergibt.

Die Erkenntnisse aus dieser stichprobenartigen Analyse der späteren Anwender bzw. Nutzer und deren konkreten Kontexten werden in abstrahierte Nutzungsszenarien und Personas übertragen. Diese dienen als Grundlage für eine nutzerzentrierte und damit zielgruppengenaue Entwicklung, die eine spätere Akzeptanz des Sensorsystems beim Nutzer sicherstellt. Die Ergebnisse werden in Anforderungsdokumenten festgehalten.

In der letzten Phase des Vorhabens findet eine Validierung und Bewertung des multimodalen, omnidirektionalen Sensors hinsichtlich der Akzeptanz mit geeigneten Messinstrumenten statt. Die Ergebnisse geben Implikationen bezüglich eines eventuellen Re-Designs der Prototypen.

 

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