An der TU Chemnitz wird heute über Demonstrationen für Unabhängigkeit in der nordspanischen Region Katalonien diskutiert (...)
Artikel in der "Freie Presse"
vom 14. Januar 2013 (13 mB)
Am 14. Januar 2013 lädt die Professur Kultureller und Sozialer Wandel zu einem Abend rund um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens ein
Spanien ist als Mitglied der Eurozone ein präsentes Thema in den Medien. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der nordspanischen Region Katalonien hingegen werden seltener publik gemacht. Anlässlich der jüngsten Regionalwahlen und der zahlreichen Proteste in Katalonien organisierten sechs Studentinnen der Europastudien an der TU Chemnitz die Podiumsdiskussion "Katalonien - ein neuer Staat in Europa?", die am 14. Januar 2013 stattfindet. Unterstützt wurden die Studierenden von der Professur Kultureller und Sozialer Wandel.
Das Buch zur Tagung "Ideas for / of Europe: An Interdisciplinary Approach to European Identity" ist erschienen
Kann man es schaffen, eine klare Vorstellung der Europäischen Union zu erarbeiten? Und wie kann man ein profunderes Wissen von Europa erlangen, ohne dabei den ethischen Dialog zu vernachlässigen? Diese und viele weitere Fragen stellten sich die Beteiligten der internationalen Tagung "Ideas for / of Europe", die vom 6. bis 9. Mai 2009 an der TU Chemnitz stattfand. "Damals bahnte sich mit der Ablehung einer einheitlichen Verfassung eine Krise in den europäischen Institutionen an - die sich zu der Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft hat, die uns bis heute beschäftigt", erklärt Prof. Dr. Teresa Pinheiro vom Institut für Europäische Studien der TU Chemnitz. Sie organisierte die Tagung, unter anderem um den Standort Chemnitz für Forschung und Lehre in den Europastudien zu betonen.
Magdalena Wieloch ist die neue Ausländerbeauftragte der TU Chemnitz
Jedes Jahr darf die TU Chemnitz eine wachsende Zahl von Studierenden, Doktoranden und Wissenschaftlern aus dem Ausland begrüßen. Um diesen einen ersten Ansprechpartner insbesondere für interkulturelle und soziale Fragen neben dem Internationalen Universitätszentrum (IUZ) zu geben, ist seit Oktober 2012 das Amt des Ausländerbeauftragten neu besetzt: Magdalena Wieloch übernimmt diese Aufgabe und unterstützt so das IUZ bei der intensiven Beratung und Betreuung aller internationalen Studierenden, Doktoranden und Wissenschaftler an der TU Chemnitz.
Vom 25. Oktober bis 8. November 2012 beleuchtet eine Ausstellung an der TU Chemnitz das Leben im DDR-Alltag
War ein normales Leben in der DDR-Diktatur möglich? Wie war der Spagat zwischen Diktatur und Alltag zu schaffen? Diese und weitere Fragen stellten sich die Studenten der Europastudien an der Technischen Universität Chemnitz. Ihre Antwort ist ab dem 25. Oktober 2012 im Hörsaalgebäude an der Reichenhainer Straße 90 unter dem Titel "Die 'heile' Welt der Diktatur" ausgestellt. In Texten des Historikers Stefan Wolle und Fotos von Harald Schmitt wird das Alltagsleben in der DDR dargestellt. Die Materialien wurden von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Zeitschrift "stern" zur Verfügung gestellt. Das Hörsaalgebäude ist montags bis freitags von 7 bis 20.30 Uhr zugänglich. Am Samstag, den 27. Oktober, ist es von 8 bis 20 Uhr geöffnet und am Samstag, den 3. November, von 9 bis 19 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist das Gebäude geschlossen.
Argentinischer Filmabend im "Club der Kulturen" stellt am 10. Oktober 2012 Piquetero-Protestbewegung der argentinischen Bevölkerung vor - Zudem wird der Tango Argentino vorgeführt
Der "Club der Kulturen" auf dem Campus der TU Chemnitz präsentiert am 10. Oktober 2012 um 18 Uhr den argentinischen Dokumentarfilm "Por trabajo, dignidad y cambio social - CPS 29 de mayo". Der Film stellt einen Teil der Piquetero-Protestbewegung der argentinischen Bevölkerung dar, die durch Straßenblockaden die Regierung auf ihre teilweise katastrophalen Lebensbedingungen hinweisen wollen und diese auffordern, Zugeständnisse für Sozialhilfepläne und die Verbesserung öffentlicher Einrichtungen, wie Schulen und Krankenhäusern, zu machen. Der Kurzfilm wurde von den Studierenden Svenja Neubauer, Muriel Gronau und Anna Bilz im Rahmen eines Europastudien-Bachelorprojektes übersetzt und untertitelt.
TU-Studierende organisieren eine öffentliche Vortragsveranstaltung, bei der sie am 5. Juli 2012 über die Zukunft Europas diskutieren
Die Europäische Wirtschafts- und Finanzkrise ist allgegenwärtig. Medien berichten von verschiedenen wirtschaftlichen Zusammenhängen und abstrakten Lösungsvorschlägen. Sollte die Europäische Union von Grund auf verändert werden, um die bestehenden Umstände zu optimieren? Wie sähen diese Veränderungen aus? Hat Europa überhaupt eine Zukunft? Ansätze und Antworten gibt die von Studierenden der Technischen Universität Chemnitz organisierte Vortragsveranstaltung "Quo vadis Europa?". Das Institut für Europäische Studien lädt hierzu alle Interessierten ein, um am Donnerstag, den 5. Juli 2012, von 10 bis 20 Uhr im Raum N013 des Hörsaalgebäudes an der Reichenhainer Straße 90 gemeinsam die Zukunft Europas zu reflektieren.
Universitätsbibliothek lädt am 28. Oktober 2011 zur 3. "Langen Nacht der Bibliothek" ein - Preisträger des 1. "Chemnitzer Krimipreises" präsentieren ihre Werke
Von 19 Uhr bis um Mitternacht hat die Universitätsbibliothek der TU Chemnitz am Abend des 28. Oktober 2011 ihre Pforten geöffnet. Bei der dritten Auflage der "Langen Nacht der Bibliothek" kann wieder gelesen, getauscht, gerätselt, zugehört, erzählt und gelacht werden. Auch für das leibliche Wohl sorgt das Mitarbeiterteam der Unibibliothek. Die Veranstaltung findet in der CampusBibliothek I im Pegasus-Center an der Reichenhainer Straße 29a statt. Der Eintritt ist frei.
Über seine Erfahrungen als sogenannter Vertragsarbeiter in der DDR berichtet morgen der Vorsitzende des Vereins der Angolaner in Chemnitz, Geraldo José Mano bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Interkulturellen Wochen. (...)
Artikel in der "Freie Presse"
vom 27. September 2011
Im Rahmen der Chemnitzer Interkulturellen Wochen findet am 28. September 2011 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Angolaner in der DDR - DDR-Bürger in Angola" auf dem Campus der TU Chemnitz statt
Die Bundesrepublik warb in den 1950er- bis 1970er-Jahren Gastarbeiter aus südeuropäischen und nordafrikanischen Staaten an, um am Aufbau der deutschen Wirtschaft mitzuwirken. Doch auch die DDR weist eine ähnliche Migrationsgeschichte auf. 1989 lebten ca. 90.000 so genannte Vertragsarbeiter in der DDR. Sie kamen aus Vietnam, Kuba, Mosambik, Angola, Ungarn und anderen kommunistischen Staaten, mit denen die DDR privilegierte diplomatische Beziehungen pflegte. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sind viele Vertragsarbeiter in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt, einige sind aber auch geblieben.
Öffentliche Ringvorlesung der Philosophischen Fakultät im "Jahr der Wissenschaft 2011" geht in die nächste Runde - am 30. Juni spricht Dr. Teresa Pinheiro
Die Ringvorlesung "Stadt der Moderne" der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz beschäftigt sich am 30. Juni 2011 mit dem Thema "Lissabon - Auf der Suche nach dem Mythos der ewig unmodernen Stadt". Es referiert Dr. Teresa Pinheiro, die an der TU Chemnitz die Professur Kultureller und Sozialer Wandel vertritt.
Studierende der Europa-Studien entführen auf eine Reise in die spanische Geschichte und machen ihre Forschungsergebnisse im Internet zugänglich
Denkmäler werden weder zum Wohnen, noch zum Arbeiten oder zum Vergnügen errichtet - und dennoch haben sie eine besondere Funktion: Sie erinnern uns an frühere Gemeinschaften und vergangene Zeiten. Im Rahmen des Projektes "Madrid Monumental - Spuren der Nation in Denkmälern der spanischen Hauptstadt" widmeten sich Chemnitzer Studierende der Europa-Studien unter Leitung von Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Inhaberin der Juniorprofessur Kultureller und Sozialer Wandel, ein Jahr lang dem Erinnerungspotenzial öffentlicher Denkmäler in Madrid.
Neun Studentinnen der TU Chemnitz holen eine Ausstellung zur Geschichte der Vertragsarbeiter in der DDR auf den Campus - Eröffnung am 30. Mai 2011
"Bis 1989 lebten mehr als 90.000 aus dem Ausland stammende Vertragsarbeiter in der DDR. Bei ihrer Ankunft hatten sie Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, doch die Realität sah anders aus: Die wahren Lebensumstände der Gastarbeiter hatten nicht viel gemein mit der propagierten Wirklichkeit", sagt Michaela Kauert. Sie ist eine von neun Studentinnen der Europastudien an der TU Chemnitz, die die Ausstellung "Bruderland ist abgebrannt" sowie ein Begleitprogramm auf dem Uni-Campus organisieren. Die Ausstellung des Berliner Vereins Reistrommel ist vom 31. Mai bis zum 9. Juni 2011 im Foyer des Hörsaalgebäudes an der Reichenhainer Straße 90 zu sehen.
Institut für Europäische Studien veranstaltet am 26. und 27 Oktober 2010 eine Vortrags- und eine Dokumentarfilmreihe sowie eine Fotoausstellung
Spanien - bei diesem Wort denkt man an Sonne, Strand und Sangria. Schließlich ist Spanien das Urlaubsland Nummer 1 der Deutschen. Jedes Jahr zieht es Millionen von Touristen in das Land im Südwesten Europas. Doch es gab und gibt gleichzeitig eine Bewegung in die andere Richtung, wenn auch aus anderen Gründen. 1960 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und Spanien eine Vereinbarung zur Anwerbung von "GastarbeiterInnen". Daraufhin betraten die ersten Einwanderer aus Spanien bundesdeutschen Boden und prägten in der Folgezeit ein eigenes, wenn auch in der Öffentlichkeit weniger bekanntes Kapitel der deutschen Migrationsgeschichte.
Studentinnen der Europa-Studien organisieren vom 17. bis 29. Mai 2010 eine Ausstellung zu acht aktiven Frauen während der Friedlichen Revolution 1989 sowie zwei Lesungen und eine Filmvorführung
Acht Studentinnen der Europa-Studien an der TU Chemnitz veranstalten vom 17. bis 29. Mai 2010 eine Ausstellung an der Chemnitzer Universität, die dem 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution gewidmet ist. Unter dem Titel "Die Revolution ist weiblich" werden 18 Schautafeln der Tatkraft der damaligen Akteurinnen gedenken und diese würdigen. Die Tafeln werden vom "Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V." zur Verfügung gestellt. Um einen aktiven Beitrag für das Kultur- und Geistesleben an der Chemnitzer Universität zu leisten, erhält das Projekt durch diverse Programmpunkte einen lebendigen Rahmen: Am 17. Mai 2010 um 18 Uhr findet im Weinhold-Bau, Reichenhainer Straße 70, Hörsaal 3, eine Lesung mit der Chemnitzer Autorin Kerstin Hensel statt. Anschließend wird die Ausstellung im Foyer offiziell eröffnet. Am 27. Mai 2010 wird um 15.30 Uhr im Weinhold-Bau, Hörsaal 1, Dr. Karsten Dümmel, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung und Leiter des Bildungswerks Hamburgs, über sein Leben in der DDR und sein Engagement in der Friedensbewegung berichten. Am gleichen Tag um 19 Uhr wird Dümmel aus seinem Roman "Nachtstaub und Klopfzeichen oder Die Akte Robert" lesen. Ihren Ausklang findet die Veranstaltung mit einer Finissage am 27. Mai unter Beteiligung von Andreas Bochmann, Referent für Kultur der Stadt Chemnitz.
Studierende veröffentlichen in der Buchreihe "Chemnitzer Europastudien"
Als Dr. Teresa Pinheiro, Inhaberin der Juniorprofessur Kultureller und Sozialer Wandel, im Sommersemester 2008 eine Veranstaltung mit dem Titel "Iberische Europa-Konzepte" anbot, war es ein ganz normales Seminar. Jetzt, nur ein Jahr später, haben ihre Studenten unter ihrer Herausgeberschaft ein Buch mit gleichnamigem Titel veröffentlicht. Zunächst sollten die herausgearbeiteten Informationen nur im Internet veröffentlicht werden. Doch Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll vom Institut für Europäische Geschichte wurde auf das Projekt aufmerksam und regte eine eigene Veröffentlichung in der Buchreihe "Chemnitzer Europastudien" an. Hiervon existieren bereits neun Bände zu verschiedenen Themen.
Technische Universität Chemnitz hat die Ehrendoktorwürde an den Präsidenten der Europäischen Kommission verliehen (...)
"Die TU Chemnitz ehrt heute einen Politiker, der sich durch Leidenschaft für Europa auszeichnet sowie durch Augenmaß, Verantwortung und in langen Jahren gesammeltes Fachwissen", urteilte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an José Manuel Barroso am 8. Mai 2009.
Der Präsident der EU-Kommission erhält heute den Ehrendoktor-Hut der TU Chemnitz - Appell an die Verantwortung der Wähler (...)
Artikel in der "Freie Presse"
vom 8. Mai 2009
Internationale Konferenz "Ideas of / for Europe" soll dazu beitragen, ein besseres und tieferes Verständnis für Europa zu entwickeln - Schirmherr ist der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso
An der Technischen Universität Chemnitz findet vom 6. bis 9. Mai 2009 der internationale Kongress "Ideas of / for Europe" statt. Erwartet werden mehr als 100 Wissenschaftler aus etwa 25 Ländern. Schirmherr ist der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso. Er kommt am 8. Mai an die TU Chemnitz und erhält hier für seine Verdienste um die Osterweiterung der Europäischen Union die Ehrendoktorwürde. Im Rahmen der Festveranstaltung spricht Barroso zum Thema "Global challenges and European identity". (...)
Technische Universität Chemnitz ehrt am 8. Mai 2009 den Präsidenten der Europäischen Kommission
José Manuel Barroso erhält am 8. Mai 2009 insbesondere für seine Verdienste um die Osterweiterung der Europäischen Union die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Chemnitz. Der akademische Festakt beginnt um 16.30 Uhr im Raum N115 des Hörsaalgebäudes der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90. Die Laudatio hält Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich; der Laureat selbst spricht zum Thema "Global challenges and European identity". Ein Grußwort hält Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. (...)
Internationale Konferenz "Ideas of Europe / Ideas for Europe" steht im Mai 2009 unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Europäischen Kommission - Kurzbeschreibungen der Referate können bis zum 31. Oktober 2008 eingereicht werden
Der Begriff Europa ist mit einer großen Bandbreite intellektueller, kultureller und politischer Assoziationen verknüpft. Den Geist Europas zu erforschen, ist ein Prozess, der leicht ins Fahrwasser von Leidenschaften, Vorurteilen und ideologischen Vereinfachungen gerät. Davon können Bemühungen um eine ehrliche und fruchtbringende Reflexion untergraben werden. Die Organisatoren der Internationalen Konferenz "Ideas of Europe / Ideas for Europe", die vom 6. bis 8. Mai 2009 an der TU Chemnitz stattfindet, stellen die Frage, ob es einen Weg gibt, sich dem wahren Wesen des europäischen Charakters anzunähern, ohne die Diskussion auf Essentialismus zu reduzieren. Gibt es einen Weg, das Labyrinth zu durchschreiten, welches die Fragen von den Antworten trennt, wenn wir über Europa nachdenken? (...)
Interview mit Frau Dr. Teresa Pinheiro im ES-Spiegel (Ausgabe 6).
Juniorprofessorin Dr. Teresa Pinheiro forscht und lehrt als dreifache Mutter an der TU
TU Chemnitz und Stadt rücken das Wohl von Ausländern ins Gespräch - Podiumsdiskussion ergab einige Verbesserungsvorschläge
"Eine Universität des 21. Jahrhunderts kann nur international vernetzt existieren", begründete Prof. Dr. Cornelia Zanger, Prorektorin für Marketing und Internationale Beziehungen, die Motivation der TU Chemnitz, zukünftig mehr ausländische Studierende für die Universität und auch die Stadt zu gewinnen. Einen weiteren Anstoß für diese Bestrebungen gab die TU mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wie können wir die Attraktivität des Standorts Chemnitz für ausländische Studierende erhöhen?" am 22. Januar 2008. Auf dem Podium war auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig präsent, die bestätigte: "Das Thema Internationalisierung steht bei uns ganz klar auf der Tagesordnung." Mit ihrer Anwesenheit wollte Ludwig die Bedeutung der Thematik für die Stadt und auch für sie persönlich unterstreichen. (...)
Teresa Pinheiro ist Inhaberin der Juniorprofessor »Kultureller und Sozialer Wandel« an der Technischen Universität Chemnitz. Seit 1994 lebt die Wissenschafterin in Deutschland. An der TU Chemnitz forscht und lehrt sie seit 2004.
Was kann man sich unter Ihrem Forschungsgebiet vorstellen?
Die Professur gehört zu den Europa-Studien, wir beschäftigen uns
mit kulturellen und sozialen Fragestellungen. Mein Schwerpunkt ist die
iberische Halbinsel…
… was heißt das konkret? Konkret heißt das, wir
beschäftigen uns zum Beispiel mit der Frage, wie Nationalismus in
europäischen Regionen entsteht oder wie eine Gesellschaft mit
Immigration umgeht. Eines meiner Seminare heißt »Was ist
Europa?«. Dabei geht es aber nicht um die Beantwortung dieser Frage.
Stattdessen gehen wir in der Geschichte zurück und stellen
überraschenderweise fest, dass schon Historiker im Altertum wie
Strabo oder Herodot eine ziemlich europazentristische Sicht hatten. Wir
sind allerdings keine Historiker in dem Sinne, dass wir Ereignisse
rekonstruieren, wir fragen eher nach Mentalitäten, wie sie entstanden
sind und welche Rolle sie heute in unserer Gesellschaft spielen. (...)
Europa-Studenten der TU Chemnitz erforschten portugiesische Erinnerungskulturen
In Porto, einer Hafenstadt im Nordwesten Portugals, da wo der Fluss Douro in den Atlantik fließt, lag der Start einer Exkursion von Chemnitzer Studenten der Europawissenschaften. Über sechs Etappen reisten sie im Spätsommer 2006 quer durch das Land und begaben sich auf die Suche nach den Spuren portugiesischer Erinnerungskultur. "Wir hielten Ausschau nach Denkmälern und Gebäuden. Bis hin zu Straßennamen haben wir alles gesucht, das irgendwie an portugiesische Geschichte erinnert", berichtet Judith Sucher, Studentin der Europawissenschaften und Exkursionsteilnehmerin. Zusammen mit 15 weiteren Studenten und Dr. Teresa Pinheiro, Leiterin der Juniorprofessur Kultureller und Sozialer Wandel, trug sie bei der Exkursion in insgesamt sechs Tagen jede Menge Rohmaterial zusammen. Darunter über 1.000 Fotos, Informationen aus Führungen und Interviews mit Portugiesen, wie einem alten General oder einer Bürgerinitiative gegen das Vergessen. (...)
Vom 14. bis 16. November widmet sich eine Tagung an der TU Chemnitz "Peripheren Identitäten" der EU
Die Iberische Halbinsel und die Länder Osteuropas liegen sowohl geographisch als auch kulturell recht weit voneinander entfernt, meint man. Doch mit der wachsenden Europäischen Union (EU) schrumpfen solche Distanzen und man entdeckt Gemeinsamkeiten, wo sie vorher niemand vermutete. So auch im Falle der Länder an den östlichen und westlichen Grenzen der EU, was nun Thema einer an der TU Chemnitz stattfindenden Tagung sein soll.(...)
Das Portugiesische Kulturinstitut Instituto Camoes und die TU Chemnitz unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Die Portugiesen gingen als Volk großer Seefahrer und Entdecker in die Geschichte ein. Soviel weiß wohl jedes Schulkind. Doch was die Kultur Portugals und anderer lusophonen, also portugiesischsprachiger Länder, heute kennzeichnet, wissen viele nur aus dem Reisekatalog. Dies zu ändern und Portugals Kultur bekannter zu machen und zu erhalten ist eine der Aufgaben des portugiesischen Kulturinstitutes Instituto Camoes, einer staatlichen Organisation, die mit dem deutschen Goethe-Institut vergleichbar ist. (...)
Von Lissabon nach Chemnitz: Dr. Teresa Pinheiro ist dreifache Mutter und Juniorprofessorin an der TU Chemnitz
Es ist ein schwüler Tag in diesem Sommer. Die Außentemperatur beträgt 30 °C im Schatten. Innerhalb des Bürogebäudes der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße ist es sogar noch wärmer. Dr. Teresa Pinheiro trägt eine dünne Strickjacke, lange Stoffhosen und zeigt sich von der Hitze unberührt: „Ich kann nicht sagen, dass ich ein solches Wetter gewöhnt bin“, sagt die gebürtige Portugiesin, „aber extreme Temperaturen machen mir nichts aus.“ Auch den Chemnitzer Winter fände sie nicht schlimm, lediglich, dass er manchmal nicht aufhören will und im Dauerregen ende. Aber das, meint Teresa Pinheiro, deprimiere ja jeden ein bisschen. (...)
Europa-Afrika-Projekt der TU Chemnitz reicht bis nach Uganda: Studentin Nadine Müller übergab gemeinsam mit ihrem Ehemann Benjamin Spendengelder an eine Grundschule
Zunächst ein Blick zurück: Im November 2005 trieben Neugier, Reiselust und Engagement einige Chemnitzer Studenten dazu, den ersten Europa-Afrika-Tag an der TU Chemnitz zu organisieren. Im Rahmen des Europa-Afrika-Projektes wurden an diesem Tag 460 Euro für die New Bubajjwe Grundschule in Kampala (Uganda) gesammelt. Damit dieses Geld auch sicher in dieser Schule ankommt, entschied sich die ehemalige studentische Hilfskraft der Juniorprofessur Europäische Wirtschaft, Nadine Müller, nach der Fertigstellung ihrer Diplomarbeit gemeinsam mit ihrem Ehemann Benjamin für drei Monate nach Kampala zu reisen: "Wir hoffen, mit dem Geld die Dinge realisieren zu können, die unbedingt nötig sind, um bessere Lern- und Lebensbedingungen für die Kinder zu schaffen". Und diese werden auch dringend benötigt, denn lange bevor am Morgen der Unterricht an der Grundschule in Kampala mit einem mächtigen Schlag auf eine Autofelge beginnt, laufen kleine Mädchen und Jungen verschlafen auf dem Schulgelände umher. Sie schleppen Wasser in Kanistern für die Morgenwäsche, putzen ihre ausgetretenen Schuhe, richten ihren Schlafplatz und ziehen ihre Uniform an. Der Unterricht findet dann in einfachen, mit Wellblech gedeckten Gebäuden statt, in denen sich um die Mittagszeit die Hitze fast unerträglich staut – hitzefrei gibt es für die fast 320 Kinder dennoch nicht. (...)
Studenten und Professoren laden am 15. November 2005 mit einer Vortragsreihe und buntem Programm zum ersten Afrika-Europa-Tag an der TU Chemnitz ein.
Neugier, Reiselust und Engagement trieben einige Chemnitzer Europa-Studenten dazu, den ersten Afrika-Europa-Tag an der TU Chemnitz zu organisieren. Im Rahmen des Europa-Afrika-Projekts, einer Initiative von Prof. Dr. Ulrike Brummert, Prof. Dr. Peter Jurczek, Prof. Dr. Alfons Söllner, Dr. Theresa Pinheiro und Dr. Dirk Rübbelke, findet am 15. November 2005 ein Aktionstag statt, mit dem die Studenten das Bewusstsein für den afrikanischen Kontinent wecken wollen. Gemeinsam organisierten sie eine ganztägige Vortragsreihe im Club der Kulturen. Dabei werden die Studenten über vielschichtige Themen, wie zum Beispiel die Europäische Hilfe beim Flüchtlingsschutz, die Europäische Aidshilfe, die Förderung erneuerbarer Energien in Afrika oder über die wirtschaftlichen Aspekte des Malaria-Problems, referieren. „Natürlich hoffen wir, dass die Vorträge unsere Gäste auch zu einer Diskussion anregen“, so Europa-Studentin Katja Sieg, die gemeinsam mit Christian Brandt die Moderation übernimmt. (...)
Im Rahmen des Europa-Afrika-Projekts rufen Studenten zur Beteiligung an einer Fotoausstellung auf - Bis 4. November können Fotoposter eingereicht werden
Angehörige der TU Chemnitz und andere Interessenten können sich bis
zum 4. November 2005 an der Ausgestaltung der Fotoausstellung
„Perspektiven Afrikas“ beteiligen.
Die Fotoreihe wird im Rahmen des Europa-Afrika-Projektes organisiert.
"Gesucht sind Motive, die das Alltagsleben der afrikanischen Menschen auf
dem Land oder in der Stadt zeigen“, so die Politik- und VWL-Studentin
Caroline Schmidt. Die Afrika-Ausstellung ist zu sehen vom 14. bis zum 18.
November im Hörsaal- und Seminargebäude, Reichenhainer Straße
90, und vom 21. November bis zum 2. Dezember in der "Sachsenstube"
(Mensa, Reichenhainer Straße 55). (...)