Scientific Linux 4 in den zentralen Computerpools
Warum Scientific Linux?
Auswahlkriterien für ein Produktionssystem:
- Stabilität
- langfristiger Support
- gute Anpassungsmöglichkeiten an TU-Bedingungen (OpenAFS, ...)
- Verfügbarkeit benötigter Software
Einordnung in die Linux-Welt
- Paketsammlung www.sourceforge.net: > 90000 Pakete
- Fedora-Projekt (FC):
- 1500-2000 Pakete im kompletten System
- 2-3mal/Jahr neue Releases
- Support nur bis zum übernächsten Release gewährleistet
- Entwicklungssystem
- oft grosse Vielfalt von Software zur Lösung der gleichen Aufgabenstellung
- auch instabile Software
- RedHat Enterprise Linux (RHEL)
- kommerzielles Produkt von ca. 1000-1500 der stabilsten Pakete des Fedora-Projektes
- Einschränkung der Programmvielfalt zur Lösung eines Problems
- Releaseabstand: ca. 18 Monate
- Support: 5 - 7 Jahre
- Quellen sind OpenSource
- Scientific Linux (SL)
- Linux Release vom Cern und weiteren wiss. Einrichtungen
- Basis: Quellen von RHEL
- einige zusätzliche Anpassungen: OpenAFS, pine, ...
- OpenSource
- aktuelle Version: 4.1
Änderungen von SL4 gegenüber Fedora Core 1
Was bringt das System mit (Auswahl)?
Linux-Kern:
- Linux 2.6 Kernel (2.6.9)
- völlig überarbeitete Architektur
- Unterstützung aktueller Hardware
- dynamische Geräteeinbindungen
- verbessertes Speichermanagement
Desktops:
- neue Versionen GNOME 2.8, KDE 3.3
- verbesserte Anpassung an die freedesktop.org-Standards
- GNOME und KDE können beide als stabil eingeschätzt werden
- volle Einbindung des Fontsystems für variable Zeichensätze in die Grafikbibliotheken qt 3 und gtk2
- IIIMF (Internet/Intranet International Language Framework)
- multilinguale Unicode Eingabe Umgebung
- volle Unicodeunterstützung
- Sitzungssharing auf Basis von VNC
- Unterstützung für zahlreiche Plug&Play-Geräte
- neue Leichtgewichtsoberfläche: icewm
Sicherheit:
Softwareentwicklung:
Sonstiges:
Änderungen/Erweiterungen durch das URZ
- modifizierte Kernel-Konfiguration (erweiterte Funktionalität)
- z.Z. eigenes OpenAFS
- Anpassungen im Desktopbereich (Menüs, Kommandoleisten, Voreinstellungen, ...)
- zusätzliche Software, vor allem im Multimediabereich (insgesamt mehr als 200 Pakete!)
Hinweise zur Benutzung
Arbeitsweise
- kaum Änderungen gegenüber FC1
- nur marginale optische Veränderungen
- Übernahme nutzerspezifischer Einstellungen
- Mountpunkte externer Datenträger jetzt unter /media (bisher /mnt )
Wenig Änderungen an der vom URZ empfohlenen Software
insbesondere:
- Mozilla weiterhin Standardwebbrowser und Mailclient
- OpenOffice Version 1.1, Umstieg auf Version 2 in Vorbereitung
Neue oder verbesserte Software (Auswahl)
Filebrowser/Dateimanager
Texteditoren
Editoren mit voller Unicodefähigkeit:
Webbrowser/Mailclient
- Mozilla
- geänderter Filedialog
- Druckerauswahl
Bildbearbeitung
- Panorama Tools + GUI: hugin, ...
- Panoramabilder aus Einzelbildern erzeugen
- GIMP 2
- verbesserte, übersichtlichere Oberfläche
- überarbeitete und erweiterte Funktionalität
- jhead als Exif-Werkzeug löst metacam ab
Multimedia
- Audacity
- Mehrspuren-Audioeditor mit vielen Effektplugins
- Avidemux2
- einfacher Videoeditor mit Exportfunktion
- xine
- Medienplayer
- DVD-Wiedergabe mit DVD-Menüunterstützung
- mplayer
- Medienplayer
- im Webbrowser eingebunden
- xmms
- Audiowiedergabe mit mp3-Unterstützung
DVD-Authoring
- Slideshow Tools: dvd-slideshow, ...
- Bilderserien zur Slideshow auf DVD zusammenstellen
Programmentwicklung
- Eclipse 3.1.1
- Open Source Software Entwicklungsumgebung für Javaprojekte u.v.m.
- Sun Java 1.5
Einschränkungen
- Programme, deren Nutzung durch andere abgedeckt werden kann
- abiword
- epiphany
- gnumeric
- gqview
- ...
- Versionsvielfalt von Softwarepaketen reduziert
Wo erhalte ich Hilfe durch das URZ?
Perspektive
- gegenwärtig Version SL4.1
- automatische Updates der Minorversionen (4.2, 4.3, ...)
Weitere Informationen