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"800 Jahre Bewegung und Begegnung"

Chemnitzer Historiker Prof. Dr. Milos Reznik begleitet fachlich die Landesausstellung "via regia" in Görlitz, die am 21. Mai 2011 eröffnet wird

  • Prof. Dr. Milos Reznik, Inhaber der Professur Europäische Regionalgeschichte Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Christine Kornack

"Via regia" ist eine alte Handelsstraße, die 1252 als "strata regia" oder "Hohe Straße" erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die historische Bedeutung der "via regia" erwuchs aus der Verbindung der Handelsräume zwischen Thüringen und Sachsen im Westen sowie Schlesien, Böhmen und Polen im Osten. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte die 3. Sächsische Landesausstellung besuchen, die am 21. Mai 2011 in Görlitz unter dem Motto "800 Jahre Bewegung und Begegnung" eröffnet. Ein Mitglied des international besetzten wissenschaftlichen Beirates ist Prof. Dr. Milos Rezník, Inhaber der Professur Europäische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Chemnitz. Neben Historikern und Kunsthistorikern arbeiten Museologen daran, die Verknüpfung von Mittelalter und Moderne sowie das Leben an und auf der alten Handelsstraße in der Ausstellung darzustellen. "Themenwelten der 3. Sächsischen Landesausstellung sind Aufbruch, Austausch, Fundament, Markt und Mensch im Kontext der via regia, welche unter anderem in Form von Kurzgeschichten präsentiert werden", sagt Reznik, der insbesondere Geschichtstudenten und Studierenden der Europawissenschaften den Besuch der Ausstellung empfiehlt.

Zentraler Ausstellungsort ist der im späten 15. Jahrhundert errichtete Kaisertrutz, der als Eingangstor zur Stadt zugleich auch den Eingang der "via regia" in Görlitz markiert. Auf fünf Etagen wird sich die 3. Sächsische Landesausstellung mit Medieninstallationen und zahlreichen Exponaten präsentieren. In Görlitz selbst lässt sich die "via regia" bis in die Gegenwart nachvollziehen: Platzanlagen, Straßen, Kirchen und Wohnbauten versinnbildlichen die titelgebenden "800 Jahre Bewegung und Begegnung" der Hohen Straße.

Zu den Partnermuseen der Ausstellung zählen laut Aussage von Reznik das Schlesische Museum zu Görlitz und das Lausitzmuseum (Muzeum Luzyckie) in Zgorzelec, welche den Bevölkerungswandel und die Migration von 1933 bis in die Gegenwart thematisieren, das Senckenberg Museum für Naturkunde, das den Transfer von Pflanzen- und Tierarten entlang der "via regia" und deren Einfluss auf Natur und Kultur präsentiert, sowie das sich Kultur und Kunst des 18. Jahrhunderts widmende Kulturhistorische Museum Görlitz.

Homepage der 3. Sächsischen Landesausstellung "via regia": http://www.landesausstellung-viaregia.museum

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Miloš Rezník, Telefon 0371 531-34390, E-Mail milos.reznik@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Stefanie Troppmann)

Mario Steinebach
16.02.2011

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