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Chemnitz und Athen - Verknüpfungen werden gefestigt

Besuch aus Griechenland: Prof. Dr. Konstantinos Raptis vom Historischen Institut der Universität Athen besuchte die Professur für Europäische Regionalgeschichte

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Prof. Dr. Milos Reznik (l.) und Prof. Dr. Konstantinos Raptis wollen ihre Kooperation in Zukunft noch weiter vertiefen. Foto: privat

Von der griechischen Nationsbildung über die gegenwärtige Finanzkrise des Mittelmeerstaates bis hin zur weiteren Kooperation zwischen Chemnitz und Athen - all dies umfasste die thematische Spannbreite des Aufenthaltes von Prof. Dr. Konstantinos Raptis an der TU Chemnitz. Der assoziierte Professor am Historischen Institut der Universität Athen war auf Einladung der Professur für Europäische Regionalgeschichte nach Chemnitz gekommen.

Im Rahmen des Sokrates/Erasmus-Programms haben die historischen Institute beider Universitäten ihre Kooperation bereits vor sechs Jahren begonnen, und manche Studierende der historischen Fächer sowie der Europa-Studien aus Chemnitz haben bereits die Gelegenheit genutzt, in der griechischen Hauptstadt zu studieren. Diese Möglichkeit bleibt durch eine unlängst durchgeführte Aktualisierung der ensprechenden Vereinbarung erhalten. Dazu kamen weitere Kontakte und eine Zusammenarbeit insbesondere auf dem Gebiet der europäischen Kultur- und Sozialgeschichte. Denn der Gast, der vom 21. bis 25. Juni 2010 an der TU Chemnitz war, ist ein führender Mitteleuropa-Experte unter den griechischen Historikern - wie auch sein fließendes Deutsch erkennen lässt. Raptis widmet sich auch viele Jahre nach seiner Promotion in Wien den Themen der mitteleuropäischen Modernisierung, darunter vor allem denjenigen, in denen zahlreiche Berührungspunkte mit dem Forschungsbereich der Chemnitzer Professur für Europäische Regionalgeschichte existieren.

Das facettenreiche Programm beinhaltete neben Besprechungen des künftigen Austausches und der Zusammenarbeit auch Treffen mit Chemnitzer Doktoranden sowie öffentliche Auftritte. Zum einen sprach Raptis in einem öffentlichen Vortrag über die Wege und spezifischen Probleme der modernen griechischen Nationsbildung. An der Veranstaltung beteiligt war auch Dr. Kateřina Lozoviuková von der TU Liberec (Tschechien), die sich in ihrem Vortrag der Stellung der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe in der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg widmete, so dass verschiedene Aspekte der modernen Ethnizität und kollektiven Identität diskutiert werden konnten. Am folgenden Tag fand eine Gesprächsrunde statt, in der Raptis mit Studierenden verschiedener Fakultäten darüber diskutierte, wie sich die gegenwärtige Finanzkrise in Griechenland im akademischen und universitären Bereich unter den Studenten und Mitarbeitern stimmungsmäßig und materiell auswirkt.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Milos Reznik, Telefon 0371 531-34390, E-Mail milos.reznik@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Prof. Dr. Milos Reznik)

Katharina Thehos
25.06.2010

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