Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich






Allgemeine Hinweise zum Auslandsstudium

Grundsätzliche Vorüberlegungen

Zeitpunkt des Auslandsaufenthaltes
Folgende Aspekte sollten Sie in Ihre Überlegungen mit einbeziehen:

  • Den richtigen Zeitpunkt in der Studienplanung finden: Im Bachelor-Studiengang bietet sich ein Wechsel an eine ausländische Hochschule nach vier Semestern an. Nach dieser Zeit haben Sie sich ausreichend in Ihrer Fachdisziplin orientiert, um beurteilen zu können, welche Studieninhalte Ihr bisheriges Studium sinnvoll ergänzen könnten. Mit dieser Zeiteinteilung ist zudem Ihre Einstufung an der ausländischen Hochschule einfacher, da Noten und Basiskenntnisse vorliegen. Darüber hinaus hatten Sie Zeit die Sprache im Gastland zu lernen.
  • Generell empfehlenswert ist, das Auslandsstudium mit dem regulären Beginn des Studienjahres aufzunehmen, da die meisten Studiengänge nach Jahresprogrammen oder konsekutiven Modulen gegliedert sind. 

Dauer des Auslandsaufenthaltes

Die Dauer Ihres Auslandsstudiums hängt vor allem von dem Ziel ab, das Sie mit dem Aufenthalt verfolgen. Diese Ziele können sich teilweise erheblich unterscheiden. Daher sollten Sie für sich folgende Fragen beantworten:

  1. Strebe ich einen Abschluss im Ausland an?
  2. Will ich ausschließlich meine Sprachkenntnisse verbessern?
  3. Will ich ganz spezielle, fachspezifische Inhalte vertiefen?
  4. Suche ich praktische Erfahrungen in ausgewählten Gebieten?

Im Allgemeinen wird sich der Aufenthalt zwischen drei bis fünf Monaten (1 Semester) und einem akademischen Jahr (2 Semester) bewegen. Bei Inanspruchnahme eines Stipendiums ist die Aufenthaltsdauer oft durch den Stipendiengeber (Stiftungen etc.) festgelegt. Zu beachten ist, dass die akademischen Kalender der einzelnen Länder mitunter Unterschiede zu den in Deutschland üblichen Semesterzeiten aufweisen (vor allem in Skandinavien). Wenn Sie langfristig planen, steht einem reibungslosen Übergang vom Studium an der TU Chemnitz zum Studium an der Gasthochschule und zurück nichts entgegen.
Bezüglich der Beurlaubung während des Studienaufenthaltes im Ausland informieren Sie sich bitte hier.

Sprachliche Voraussetzungen
Der Erfolg eines Auslandsstudiums hängt ganz entscheidend davon ab, ob Sie als Student die Unterrichtssprache an der Gasthochschule soweit beherrschen, dass Sie den Lehrveranstaltungen folgen und die Selbststudienaufgaben sowie die schriftlichen Arbeiten mit vertretbarem Zeitaufwand und in der geforderten Qualität erledigen können. Ausländische Hochschulen und Stipendiengeber fordern deshalb häufig einen Nachweis über die Sprachkenntnisse durch Vorlage von Testergebnissen (TOEFL, IELTS etc.), bei denen ein bestimmter Punktestand erreicht werden muss. Sie sollten daher bei der Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt auch genügend Zeit für die Auffrischung bzw. den Erwerb notwendiger Sprachkenntnisse einplanen.

Finanzierung

Ein Auslandsstudium verursacht in der Regel höhere Kosten als ein Studium im Heimatland, da es mit zusätzlichen Ausgaben wie Studiengebühren außerhalb des Erasmus-Programmes, Reisekosten (Hin- und Rückfahrt, Ausflüge etc.), evtl. höheren Lebenshaltungskosten, Auslandskrankenversicherung etc. verbunden ist.
Neben der völligen Eigenfinanzierung bieten sich als ergänzende Möglichkeiten an:

Auch wenn Sie kein Inlands-BAföG erhalten, können und sollten Sie Ausbildungsförderung für die Auslandszeit beantragen, da die Bemessungsgrenzen beim elterlichen Einkommen anders gesetzt werden. Sie können Studiengebühren bis zu 4.600 Euro pro Studienjahr als Vollzuschuss erhalten. Außerdem erhalten die Geförderten einen Auslandszuschlag, einen Reisekostenzuschlag und einen Auslandskrankenversicherungszuschlag, die jeweils zu 50 Prozent als Darlehen und zu 50 Prozent als Zuschuss gewährt werden.
Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Krankenkasse über Krankenversicherungsschutz im Ausland!

Anerkennungsfragen

Generell gilt, dass Ihre im Rahmen eines Auslandsstudienaufenthaltes erbrachten Leistungen an der Hochschule durch das Institut für Politikwissenschaft geprüft und eingeschätzt werden.
Um sicher zu gehen, dass ein größtmöglicher Teil Ihrer Studienleistungen nach Ihrer Rückkehr anerkannt wird, sollten Sie in jedem Falle vor Antritt des Studienaufenthaltes das Gespräch mit dem Erasmus-Beauftragten der Professur, Herrn Dipl.-Pol. Markus Lorenz, sowie mit den Modulverantwortlichen suchen. Dies gilt insbesondere für fachfremde Studierende. Das Gespräch mit den Modulverantwortlichen ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie nach gründlichem Studium der Lehrangebote an der Gasthochschule annähernd wissen, welche Kurse Sie an der Gasthochschule belegen möchten.

Programme

Neben dem ERASMUS-Programm steht den Studierenden auch das Free-Mover-Stipendienprogramm zur Verfügung, das die Lücken im ERASMUS-Programm schließt, sowie das neu initiierte PROMOS-Programm. Es ermöglicht einen Auslandsaufenthalt für Studierende, für die eine Förderung über ERASMUS nicht möglich ist.