Der Ablauf des Doktorandenseminars
HypoVereinsbank-UniCredit Group-Stiftungsfonds in memoriam Giovanna Crivelli zur Förderung bankwissenschaftlicher
Nachwuchskräfte
Bitte überlegen Sie, ob Sie einen
Kurzvortrag, einen
Normalvortrag halten oder ein
Korreferat übernehmen wollen und mailen Sie uns Ihre Entscheidung.
Für diejenigen, die neu dazugekommen sind, schildere ich im Folgenden einmal die derzeitigen Bestandteile des Seminars:
- Kurzvortrag: Doktoranden, die am Anfang Ihrer Überlegungen stehen, halten einen Vortrag, der in das anvisierte Problemgebiet einführt und erste Überlegungen enthält, wie eine Dissertation strukturiert sein könnte. Dauer 10 Minuten plus 10 Minuten Diskussion.
- Normalvortrag: Doktoranden, die bereits fortgeschritten sind, berichten über das gestellte Problem, das gewählte methodische Vorgehen und, wenn verfügbar, erste sich abzeichnende Ergebnisse. Dauer 30 Minuten plus 15 Minuten Diskussion.
- Korreferat: Zu jedem Vortrag gibt es ein Korreferat. Der Korreferent schildert das Dissertationsvorhaben noch einmal aus seiner Sicht und gibt Hinweise für das weitere Vorgehen. Dauer 3 bis 5 Minuten.
- International Section: Doktoranden, die ein wissenschaftliches Referat („Paper“) ausgearbeitet haben, können dies in deutsch oder englisch vortragen. Das Paper wird vorab einem der beteiligten Hochschullehrer oder einem Habilitanden zugeleitet. Dieser hält ein Korreferat. Dauer 30 Minuten plus 15 Minuten Diskussion.
Jeder Doktorand ist angehalten, wenigstens einmal einen Kurzvortrag und später einen Normalvortrag zu halten sowie Korreferate zu übernehmen. Die Hypovereinsbank wünscht ein „Arbeitsseminar“, an dem sich jeder aktiv beteiligt. Wir führen eine Liste, wer wann auf welche Weise mitgewirkt hat und melden uns unter Umständen. Wer dauerhaft gar nichts beiträgt, muss auf Wunsch der Hypovereinsbank ausgeschlossen werden.
Dazu folgende Hintergrundinformation: Wir wurden von der UniCredit/HypoVereinsbank gedrängt, alle Teilnehmer zur aktiven Mitwirkung anzuhalten. In der Praxis ist es wohl üblich jetzt, dass alle Seminarteilnehmer etwas leisten müssen – nur konsumieren ist „out“. Das hat man von unserem Seminar auch verlangt. Wir können deshalb jetzt nicht ganz auf Korreferenten verzichten. Ein zweiter Grund ist, dass wir den externen Doktoranden, die nur teilnehmen können, wenn sie einen Vortrag halten, eine Brücke bauen wollen, doch noch teilnehmen zu können. Der Kompromiss war: externe dürfen teilnehmen, wenn sie ein Korreferat oder einen anderen Vortrag übernehmen.
ORGANISATION Die Koordination am Austragungsort des Doktorandenseminars wird durch den ortsansässigen Finanzlehrstuhl durchgeführt.
ÜBERNACHTUNG Der Ausrichter des Seminars verhandelt mit einem Hotel oder einer Pension vor Ort über den Zimmerpreis und reserviert ein Kontingent an Doppel- und Einzelzimmern unter dem Stichwort "Doktorandenseminar". Jeder Teilnehmer reserviert danach ein Zimmer aus dem gewünschten Zimmertyp, und zwar DIREKT bei der Unterkunft. Die Rechnungen aller gekommenen Teilnehmer werden dann von der TU Chemnitz bezahlt.
Sollten Sie nicht teilnehmen, melden Sie sich bitte rechtzeitig ab. Sollten Stornierungskosten entstehen, wird Hotel diese dem Teilnehmer direkt in Rechung stellen. Die Stornierungskosten können je nach Hotel und Stornierungsdatum bis zu 100% des Übernachtungspreises betragen.
REISEKOSTEN
Es werden die Fahrtkosten für eine Bahnfahrt 2. Klasse ab dem ersten Bahnhof innerhalb der neuen Bundesländer erstattet. Bitte teilen Sie dem Lehrstuhl die Änderung Ihrer Bankverbindung mit.
Was ist ein Korreferat? Was muss ein Korreferent tun?
Ein
Koreferat ist ein inhaltlich eingänzendes Referat.
Ein
Korreferat ist ein korrigierendes Referat. Dieser Typ kommt hier zur Anwendung.
Wenn man es streng nimmt, dann ist ein Korreferat ein mündliches Gutachten zu einem gehaltenen Vortrag. Der Korreferent wiederholt die Problemstellung des Referats, skizziert den Lösungsweg und fasst die Ergebnisse noch einmal zusammen. Dann wendet er sich einzelnen Lösungsschritten zu und kommentiert die Methodik. Schließlich weist er die Zuhörer auf mögliche Lücken/Erweiterungsmöglichkeiten in der Problemstellung, in der Methodik und in der Auswertung der gefundenen Fakten hin, wobei dem Korreferenten die Kenntnis der relevanten Literatur nützlich ist.
Das Korreferat muss nicht und darf auch nicht lang sein. Es genügen 2 bis 3 Minuten. Eine Powerpointpräsentation ist nicht erforderlich.
Die Universität Bern legt Korreferenten die Behandlung folgender Fragen nahe:
- Ist die wissenschaftliche Zielsetzung klar formuliert?
- Ist der Aufbau der Arbeit logisch?
- Enthält die Arbeit neue Ideen und Erkenntnisse?
- Wurde die Literatur verarbeitet?
- Ist die Methodik dem Problem angemessen und fehlerfrei angewendet?
- Ist die Interpretation des Gefundenen korrekt?
Das ist ein gutes Grundgerüst für die Anfertigung eines Korreferates