Stammtisch der Chemnitzer
Archivare
(In etwas abgewandelter Form erschien dieser Artikel in:
Sächsische Archive und sächsische Landesgeschichte. Tagungsbeiträge und
Mitteilungen aus Sächsischen Archiven. Landesverband sächsischer Archivare 1998)
Schon seit langem war in Chemnitz das Bedürfnis unter den Archivaren vorhanden, sich mit Kollegen aus der Stadt auszutauschen und gleichgelagerte Probleme zu beraten. Bisher traf man sich lediglich auf den deutschen und sächsischen Archivtagen, wo aber im wesentlichen "Große Politik" gemacht wurde. Die konkrete Umsetzung des Gedankens eines Stammtisches der Chemnitzer Archivare begann im Herbst 1996 mit der ersten Einladung an alle Archivare der Stadt. Die Initiative hierfür ging von Frau Gabriele Viertel und Herrn Stephan Luther aus. Letzterer sammelte zunächst die Anschriften der verschiedensten Archive in mühseliger Kleinarbeit zusammen, da ein Verzeichnis der Chemnitzer Archive noch aussteht und die Angaben in den verschiedensten Archivführern nur sehr unvollständig waren. Das Ergebnis war recht beeindruckend, kamen doch in einem ersten Verteiler 13 verschiedene Archive zusammen. In dieser Liste fanden sich die meisten der Fachsparten aus dem Verein Deutscher Archivare wieder. |
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Die Zielstellung
für diesen Stammtisch der Chemnitzer Archivare war erst
einmal sehr vage formuliert: "das gegenseitige
Kennenlernen und (den) Gedankenaustausch zu aktuellen
Archivproblemen in zwangloser Atmosphäre" zu
pflegen. Dabei war auch nicht an eine festgelegte
Tagesordnung mit Hauptreferent und wohlformulierten
Diskussionsbeiträgen gedacht;
Weiterbildungsveranstaltungen gab und gibt es schon zur
Genüge.
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Entsprechend dem überwiegend historisch geprägtem Berufsbild wurde eine angemessene Örtlichkeit ausgewählt: der Ritterkeller in der Gaststätte Art Nouveau in der Hainstraße.Hier versammelten sich am 21. Januar 1997 siebzehn Archivare aus 9 verschiedenen Archiven zu ihrem ersten Stammtisch. In Verwirklichung der oben genannten Zielstellung stellte sich jeder der Versammelten kurz vor. Dabei wurden durch die jeweiligen Leiter auch die entsprechenden Archive vorgestellt. Im Gespräch kristallisierte sich der Wunsch heraus, die anderen Archive auch einmal näher kennenzulernen. Herr Steiner, der Leiter des Archivs mit dem unendlich langen Namen oder kurz "Gauckbehörde" genannt, erklärte sich auch sofort bereit, sein Archiv beim nächsten Stammtisch vorzustellen. Ansonsten verlief der Abend in einer entspannten Atmosphäre und mit intensiven Diskussionen. |
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Der nächste Stammtisch fand also in der Jagdschänkenstraße beim Bundesbeauftragten statt. Leider konnten aufgrund einer unglücklichen Terminwahl die Vertreter der Wirtschaftsarchive nicht teilnehmen. Alle Anwesenden fanden diese Präsentation und die quasi Privatführung außerordentlich informativ und beeindruckend, ist doch die Überlieferung in dieser Behörde eine gänzlich andere als in den anderen Archivtypen. Weitere Besichtigungstouren fanden noch im Staatsarchiv und dem Archiv der Wismut AG statt. Auch wenn das Medium jedesmal das Gleiche war, so brachte jede Vorstellung doch eine Bereicherung des Wissens. Nach den Archivführungen erfolgte immer ein intensiver Gedankenaustausch in einer nahegelegenen Gaststätte. In Auswertung der ersten Stammtische wurde einhellig beschlossen, ein Stammlokal zu wählen, um unabhängig von Archivbesichtigungen eine echte Regelmäßigkeit von Zeit und Ort zu gewährleisten. Somit können auch jene Archivare noch zum Stammtisch stoßen, welche die Besichtigung am späten Nachmittag nicht wahrnehmen können. Zurückgegriffen wurde hierbei auf das Lokal des ersten Stammtisches - den Ritterkeller. |
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Als ein erstes
positives Resultat der bisherigen 5 Stammtische konnte
die Aktivierung der persönlichen Kontakte festgestellt
werden. Nunmehr wird vieles auf dem informellen Weg
zwischen den einzelnen Archivaren geklärt und man weiß
bei einer fehlgeleiteten Anfrage auch eher, wo
entsprechendes Material gefunden werden kann.
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| Datum | Thema/ Archiv |
|---|---|
| 27.02.2002 | Archive und Internet |
| 05.06.2002 | Das "neue" Stadtarchiv |
| 11.09.2002 | Flutkatastrophe und die Archive |
| 27.11.2002 | Archivtag 2003, Perspektiven des Stammtisches |
Der 15. Stammtisch stand wieder ganz im Zeichen der Erarbeitung des neuen Archivführers für Chemnitz. Leider entsprach die Beteiligung
nicht ganz den Erwartungen. Trozdem wurde heiß diskutiert, über den Entwurf eines Fragespiegels, das Anschreiben und auch über mögliche Adressen.
Das Layout und die Finanzierung wurde noch nicht ausdiskutiert, müßte aber auf dem ersten Stammtisch des neuen Jahres eine Rolle spielen. Dann gibt es
hoffentlich zahlreiche Rückmeldungen und wir können eine Aussage über den zu erwartenden Umfang machen.
Der 16. Stammtisch diente der Vorbereitung des Tages der Archive am 19.05.2001. Leider entsprach die Beteiligung wiederum
nicht ganz den Erwartungen. Trozdem wurde heiß diskutiert. Als Leitthema für diesen Tag, an welchem sich die Gauckbehörde, das Staatsarchiv, das Stadtarchiv
und das Universitätsarchiv beteiligen wollen, steht Karl-Marx-Stadt in den 70er Jahren. Eine entsprechend gestaltete Seite zum Tag der Archive findet sich
hier.
Für den 17. Stammtisch war Herr Volker Böttcher von der Fa. Neeschen AG eingeladen, um den anwesenden Archivaren das
Bückeburger Verfahren und hier insbesondere die neue Großanlage in Dahlwitz-Hoppegarten bei Berlin sowie die in der Probephase befindliche transportable kleine Anlage zu erläutern.
In den Ausführungen
wurden die Möglichkeiten und die Grenzen des Verfahrens deutlich. Die Grenzen liegen vor allem in der Menge der notwendig zu entsäuernden Archivalien und der dafür
zur Verfügung stehenden Mittel. Insbesondere in den kleineren Archiven wird hier wenig bzw. gar nichts getan, um dem massenhaften Papierzerfall entgegenzuwirken. Bei der
grundlegenden Bedeutung dieses Problems für die Archive (Wenn das Material nicht mehr da ist, kann ich auch nichts mehr erschließen!) ist es bedauerlich, dass wieder einmal nur die
unentwegten Archivare den Weg in den Keller des "Anno Tomina" gefunden haben.
Der 18. Stammtisch war geprägt von der Problematik der retrospektiven Digitalisierung von Archivgut.
Herr Dr. Wolfram Fiedler von der Firma Hermann & Kraemer Garmisch-Partenkirchen hielt hierzu einen sehr interessanten zusammenfassenden Vortrag.
Sehr anschaulich erläuterte er die verschiedenen Möglichkeiten der Digitalisierung, die unterschiedlichsten Dateiformate sowie einige Grundbegriffe.
Die Vor- und Nachteile von Digitalisaten und Mikrofilmen wurde jedem Zuhörer in diesem Vortrag deutlich. Als Sicherungsmedium für die Langzeitarchivierung
ist nach wie vor der Film unübertroffen. Für die Benutzung kann die digitalisierte Form aber durchaus wesentliche Vorteile bieten. Allerdings sollte wirklich sehr genau
überlegt werden: Für welchen Zweck sollen welche Materialien eingesetzt werden. Die Beantwortung dieser Frage bestimmt dann den Weg für die Aufbereitung.
Der 19. Stammtisch fand zum Jahresabschluss in einer sehr lockeren Athmosphäre statt. Angekündigt war eine Diskussion über die Zukunft
der Gestaltung eines Tages der Archive in Chemnitz. Bezug genommen wurde hier auf die Meinung des Vorstandes des VdA, veröffentlicht durch den
Bericht des Vorsitzenden Dr. Volker Wahl. Leider waren nur das Staatsarchiv und das Universitätsarchiv
auf dem Stammtisch vetreten, so dass eine breite Meinungsbildung innerhalb von Chemnitz nicht möglich war. Bei den beiden vetretenen Archive herrschte aber Eingkeit darüber, dass:
Der 20. Stammtisch am 27.02.2002 erlebte in der Beteiligung mit 4 Archivaren einen absoluten Tiefstpunkt. Eigentlich war es eine kleine
Zusammenkunft des Staatsarchivs mit der
Hinzuziehung des Universitätsarchivars. Der schon bei meinem letzten Bericht anklingende Pessimismus verstärkt sich bei mir ungemein. Haben die Chemnitzer Archivare kein
Bedürfnis mehr nach einem zwanglosen Gedankenaustausch? Dann muss er wohl nach fünf Jahren wieder zu Grabe getragen werden.
Diesmal stellte das Stadtarchiv seinen neuen Benutzersaal vor. Obwohl schon vor einigen Wochen der Benutzersaal dem Stadtarchiv vom
Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert feierlich übergeben wurde, war die Neugier der Archivare der Stadt auf diese neue Möglichkeit der Benutzung außerordentlich groß.
Das Staatsarchiv war z.B. fast komplett vertreten. Die Eindrücke der versammelten Archivare waren geprägt von Begeisterung und auch ein wenig Neid, dass man nicht
selber solch hervorragende Bedingungen bieten kann. Das Stadtarchiv hat mit diesem schönen Benutzersaal und der Umgestaltung in weiteren Teilen des Hauses in der
Aue unzweifelhaft gewonnen.
Auch diesmal war die Beteiligung sehr gering. So konnte das Thema natürlich auch nicht ausführlich diskutiert werden. Einige generelle Fragen der Archivorganisation angesichts dieser Katastrophe konnten aber doch besprochen werden.
Plan der Stammtische für
2004 Das Staatsarchiv Chemnitz stellte den interessierten Kolleginnen und Kollegen den neuen Benutzerbereich vor.
Mit diesem sehr schönen und v.a. funktionalen Bereich kann das Staatsarchiv nun sehr viel besser auf die vielfältigen Benutzerwünsche
eingehen.
Am 25.01.2005 fand der 29. Stammtisch statt. Um 17.00 Uhr versammelten sich 9 Archivare aus 4 Archiven in den Räumen der EnviaM.
Das starke Schneetreiben verhinderte sicherlich die eine oder andere Teilnahme.
Am 12.05.2005 fand der 30. Stammtisch der Chemnitzer Archivare statt. Ab 17.00 Uhr stellte das Universitätsarchiv seine Postdatenbank und die damit verbundene eigene Dienstregistratur vor. Diese wird in hybrider Form - konventionell analog und digital - geführt.
Vom 30.09. bis 03.10.2003 findet der Deutsche Archivtag in Chemnitz statt. Der Ortsausschuss hat sich bereits konstituiert und zum nächsten Stammtisch,
der mit einer Besichtigung des Stadtarchiv beginnen wird, sollen Einzelheiten bekanntgegeben werden.
Am 19./ 20. Mai 2000 fand das 6.Sächsisch-Bayerische Archivarstreffen in Verbindung mit dem 9. Sächsischen Archivtag in Chemnitz statt.
Am 03. August 2000 um 17.00 Uhr soll im Universitätsarchiv Chemnitz die erste Zusammenkunft der "Redaktionskommission" für den andiskutierten
Chemnitzer Archivführer zusammenkommen. Hier wird eine erste Konzeption für dieses hilfreiche Nachschlagewerk beraten, der zum nächstjährigen
Tag der Archive am 19. Mai 2001 veröffentlicht werden soll. Diese Konzeption soll demnächst auch hier vorgestellt und nach Möglichkeit diskutiert
werden.
Ende des Jahres 2000 wurde der erarbeitete Fragebogen für den Archivführer an 146 Einrichtungen versandt. Als Termin für die Rückmeldung
wurde im Anschreiben der 31.01.2001 genannt. Mit diesem Datum sind aber erst 20 Rückmeldungen eingegangen, wovon 8 diesen Fragebogen positiv ausgefüllt haben.
Aber auch die anderen Rückmeldungen zeugen von einem lebhaften Interesse an einem solchen Archivführer. Hoffentlich geht in den nächsten Tagen noch ein großer Schwung an
Rückmeldungen ein, damit der Archivführer pünktlich zum Tag der Archive vorliegen kann.
Tag der Archive 2001
Der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare hat die Archive dazu aufgerufen, den 19. Mai 2001 als „Tag der Archive“ zu begehen. Als Tag der offenen Tür verstanden,
sind an diesem Tag bundesweit Archive als Stätten für Kultur und Wissenschaft einer interessierten Öffentlich-keit zugänglich.
Am 19. Mai beteiligten sich die Gauckbehörde, das Staatsarchiv und das Universitätsarchiv am bundesweiten Tag der Archive. Die archivische
Tätigkeit sollte an Hand eines Rahmenthemas näher erläutert werden. Die beteiligten Archive einigten sich auf "Karl-Marx-Stadt in den Siebziger Jahren". Stellvertretend für
für diese Zeit wurde die Innenstadtbebauung, die Errichtung des Wohngebietes "Heckert" und die Errichtung des Universitätscampus in der Reichenhainer Straße vorgestellt. Daneben
wurden Reflexionen aus den Magazinen der verschiedenen Archive zur Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Helsinki 1975 präsentiert.
Kontakt: e-mail
Neuigkeiten 15. November 2000,
15. Stammtisch
Auch der Tag der Archive am 19. Mai 2001 wurde schon einmal angesprochen und die Frage aufgeworfen, ob eine konzertierte Aktion der größeren
Archive bei inhaltlicher Gestaltung und pressemäßiger Vorbereitung nicht sinnvoll wäre.
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Neuigkeiten 21. März 2001
16. Stammtisch
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Neuigkeiten 13. Juni 2001, 17. Stammtisch
Für den Organisator dieses Stammtisches stellt sich die Frage: Soll dieses informelle Treffen aufrechterhalten werden, oder evtl. in Inhalt und Gestaltung verändert werden.
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Neuigkeiten 05.09.2001 18. Stammtisch
Neuigkeiten 15.11.2001 19. Stammtisch
1. ein solcher Tag jährlich stattfinden sollte, um bei den Bürgern zu einer bekannten Einrichtung zu werden, ohne dass natürlich quantitativ mit den Museen oder
Denkmalen konkurriert werden kann;
2. ein gemeinsames Rahmenthema gefunden werden müsste, um den Bürgern noch mehr als bisher die reiche Archivlandschaft vor Augen zu führen. Eine Beteiligung
der kleineren Archive ist deshalb unbedingt wünschenswert.
3. für das Jahr 2002 schnellstens entschieden werden, ob, wann sowie unter welchem Thema ein solcher "Tag der Archive" stattfinden sollte;
In diesem Zusammenhang sei noch einmal angemerkt, dass es sehr schade ist, dass dieser Stammtisch von so wenigen Archiven genutzt wird. Dem Organisator ist
natürlich klar, dass in allen Archiven ein Riesenberg Arbeit zu bewältigen ist und gerade in kleineren Archiven zumeist Einzelkämpfer tätig sind, die nicht unbedingt die volle und
uneingeschränkte Unterstützung der Leitung des jeweiligen Trägers für die archivischen Belange haben. Gerade deshalb ist aber der Austausch und auch die moralische
Unterstützung in einem solch zwanglosen Kreis m.E. sehr wichtig. Noch lasse ich mich nicht entmutigen und werde den Stammtisch auch für 2002 organisieren, immer in der
Hoffnung auf eine bessere Akzeptanz.
Stephan Luther, 15.11.2001
20. Stammtisch
Bei dieser geringen Beteiligung wurde natürlich nicht so intensiv wie es angedacht war, über das doch sehr wichtige Thema "Archive und Internet" diskutiert. Auch in Chemnitz
haben die Archive diesbezüglich einen enormen Nachholebedarf. Das Medium des Internet wird vielfach noch nicht als Möglichkeit der Informationsvermittlung, des
Informationsaustausches und Informationsgewinnes gesehen. Wenn die Archive nicht aufpassen, verschlafen sie die Anforderungen und Notwendigkeiten der Informations- und
Wissensgesellschaft im 21. Jahrhundert vollends. Die Bibliotheken sind uns hier um Jahre voraus und der Nutzer wird eine Präsenz zunehmend verlangen. Wer sich nicht
beteiligt, wird abgekoppelt und verliert damit einen Teil der Existenzberechtigung. Diese sehe ich auch darin, unsere Unterlagen der Gesellschaft für die Benutzung zur
Verfügung zu stellen. Wir können uns nicht im Elfenbeinturm verkriechen und hoffen, dass uns das moderne Zeitalter zumindest in unserer restlichen beruflichen Laufbahn noch verschont.
Stephan Luther, 28.02.2002
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21. Stammtisch
Frau Viertel erläuterte vor den versammelten Archivaren noch einmal das Konzept des nächstjährigen Deutschen Archivtages in Chemnitz und die sich daraus
ergebenden Möglichkeiten zur Darstellung für die Archive in ihrer ganzen Vielfalt in der Stadt. Gleichzeitig erbat sie aber auch die Hilfe und Unterstützung bei der Vorbereitung
und Durchführung dieser bedeutenden Tagung. An dieser Stelle soll weiter über den Stand berichtet werden.
Anschließend sollte wie üblich im Anno Tomina das Gesehene und weitere Themen in gemütlicher Runde beraten werden. Aus unerfindlichen Gründen gab es auf dem
Weg von der Aue zur Hainstraße einen unheimlichen Schwund, so dass letztendlich nur vier unverdrossene Archivare am Stammtisch saßen. Die Frage vom 19. und 20.
Stammtisch stellt sich damit mit aller Deutlichkeit erneut. Da aber keinerlei Rückmeldungen über eine mögliche Änderung des Lokals oder der inhaltlichen
Gestaltung kommen, werde ich im September zum vorletzten und im November zum vorläufig letzten Stammtisch einladen.
Stephan Luther, 12.06.2002
22. Stammtisch
Zum Problem der Beteiligung möchte ich mich an dieser Stelle nicht nochmals auslassen. Ich habe es bereits mehrfach zur Genüge getan.
Stephan Luther, 16.09.2002
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In Auswertung des letzten Jahres und der Beteiligung wird in diesem Jahr kein Plan aufgestellt. Nunmehr soll operativ per Mail eingeladen werden.
Der Turnus mit seinen vierteljährlichen Treffen soll aber beibehalten werden.
Im März ist ein Besuch der "Gauckbehörde" geplant. Termin wird noch bekanntgegeben.
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13.01.2004
26. Stammtisch
Nach dem Rundgang beschäftigte sich der Kreis der anwesenden Archivare mit den Gefahren der digitalen Datenträger bzw. Informationen.
Ausgangspunkt bildete ein Beitrag des NDR, der im vergangenen Jahr ausgestrahlt wurde und natürlich die Vorschläge des sächsischen Rechnungshofes,
der am liebsten alle Archivalien digitalisiert und die Originale entsorgt wissen möchte. Wir als Archivare verwehren uns natürlich gegen diesen Akt
der Kulturbarbarei. Archivgut ist Kulturgut, als solches einmalig und unveräußerlich (vgl. Sächsisches Archivgesetz § 8 abs. 4). Wohl kaum jemand
würde auf den Gedanken kommen, die "Sixtinische Madonna" digitalisieren und anschließend veräußern zu wollen. Darüber hinaus sind neben den
Problemen bei der Lesbarkeit der Daten auf Dauer, die Kosten keineswegs geringer als die analgoge Aufbewahrung. Selbst das Pentagon hat sich
von der Unterhaltung eines Computer- und Softwaremuseums,als ein - wenn auch zweifelhafter - Weg, um die Daten jederzeit lesen zu können, verabschiedet,
da die Innovationszyklen einfach zu schnell aufeinander folgen und der Instandhaltungsaufand zu groß wurde.
Über eines war man sich auf jeden fall einig: Es müssen Mittel und Wege gefunden werden, elektronische Daten auf Dauer lesbar zu halten.
Momentan ist dazu nur ein kleiner erster Schritt getan. Dem müssen größere folgen und v.a. muss das entsprechende Problembewußtsein bei den
Verantwortlichen geschärft werden.
In gemütlicher Runde wurden diese Fragen weiter diskutiert. Eine Rolle spielte dann auch die Gestaltung des "Tages der Archive", zu dem der Verband
deutscher Archivarinnen und Archivare aufgerufen hat (vgl. http://www.tagderarchive.de/). Am 25.09.2004 sollen
sich die Archive des Landes dem interessierten Bürger präsentieren, die Aufgaben demonstrieren und die Bestände nahebringen. Für Chemnitz überlegen
die hier beheimateten Archive wieder an einem gemeinsamen Rahmenthema, um an einem solchen die Vielfalt der Archivlandschaft darstellen zu können.
Der nächste Stammtisch soll im Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit durchgeführt werden. Der entsprechende
Termin wird demnächst hier veröffentlicht werden.
25.01.2005
29. Stammtisch
Frau Voigt stellte zunächst kurz das Unternehmen und die Einordnung des Unternehmensarchivs in die Struktur vor. Dabei hob sie einige Besonderheiten
in der Aufgabenstruktur für den Bereich hervor, der über die reine Archivierung noch einige andere Dienstleistungen innerhalb des Unternehmens mit abdeckt.
Daran anschließend führte sie v.a. in einer Präsentation die Arbeit mit Augias-Zwischenarchiv 8.0 vor, dem sich eine intensive Diskussion anschloss. Diese wurde dann in gemütlicher Runde im etwas verkleinerten Kreis fortgesetzt.
Diese Art der Stammtische - fachlicher mit anschließenden gemütlichen Teil - soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Zum nächsten Stammtisch soll
mal wieder das Universitätsarchiv besucht werden.
12.05.2005
30. Stammtisch
Anschließend bestand in gemütlicher Runde in der Gaststätte "Zum Krug", Ebertstraße 10, in unmittelbarer Nähe zum Universitätsarchiv, die Möglichkeit zum zwanglosem Gedankenaustausch.
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2003 - Deutscher Archivtag in Chemnitz
Stephan Luther, 28.02.2002
Neuigkeiten 22.05.2000
Ohne näher auf die sehr angenehme Athosphäre im sehr schönen
Ambiente des Chemnitz Renaissance Hotel einzugehen, kann man doch sagen, dass die Veranstaltung eine sehr gelungene war. In den Einführungsvorträgen
am Samstag wurde aus bayerischen sowie sächsischen Sichtweisen noch einmal der Beginn der Partnerschaft zwischen dem Archivwesen der beiden Länder,
teilweise in sehr persönlicher Form, nachvollzogen. Aber auch der Gründung des Sächsischen Landesverbandes vor fast genau 10 Jahren in Chemnitz wurde
gedacht und die sehr erfolgreiche Entwicklung dieses Landesverbandes gewürdigt.
Am Nachmittag stand dann die prekäre finanzielle Situation der Archive und die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit mit Verbänden und Vereinen
weitere Resourcen zu erschließen im Mittelpunkt der manchmal auch sehr emotional geführten Diskussion.
Neuigkeiten 03.08.2000
Meldungen und Hinweise bitte an Stephan Luther.
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Neuigkeiten 31.01.2001
Archivführer
Das Redaktionskollegium traf sich im Januar erneut, um über Fragen der Finanzierung des Projektes zu reden, die ja bisher noch völlig offen ist. Dazu sollen im Februar
mögliche Sponsoren angesprochen werden. Falls ein möglicher Sponsor diese Zeilen liest, möge er sich bitte melden. Jede Mark ist willkommen.
Unabhängig von ihrer Trägerschaft wollen die Archive ihr Hauptanliegen verdeutlichen, nämlich die Sicherung und Bewahrung des Archivgutes als Teil des Kulturgutes
für die Erforschung der Vergangenheit und für das Verständnis der Gegenwart.
Viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer, Lehrer, Wissenschaftler, Studenten, Schüler, Genealo-gen, Mitarbeiter von Verwaltungen, Gerichten und Einrichtungen,
Mitglieder von Geschichts-, Heimat- und anderen Vereinen nutzen die in der Stadt ansässigen Archive. Mit deren Hilfe können oftmals Schul- und Studienzeit - sowie
Beschäftigungsnachweise erbracht werden. Besonders das Archiv der Gauck-Behörde dokumentiert DDR-Unrecht. Die Wirtschaftsbestände des Sächsischen Staatsarchivs sind
unverzichtbar bei der Aufarbeitung der industriellen Traditionen unserer Region. Für die Erforschung der Geschichte der Stadt und ihrer ehemals selbständigen Vororte hält das
Stadtarchiv reiche Quellen bereit.
Am 19. Mai gestatten das Sächsische Staatsarchiv, Schulstraße 38, das Archiv der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 41, und das Archiv der Gauck-Behörde -
Außenstelle Chemnitz - , Jagdschänkenstraße 56, jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr einen Blick hinter die Kulissen. Auf Grund umfangreicher Baumaßnahmen an seinem
Standort Aue 16 ist das Stadtarchiv leider bis voraussichtlich Ende November geschlossen.
Unter dem Motto „Karl-Marx-Stadt in den Siebzigern“ werden in Ausstellungen Unterlagen zu zwei thematischen Schwerpunkten präsentiert: einmal zur städtebaulichen
Entwicklung der Stadt und zum anderen zum Helsinki-Prozeß und dessen Widerspiegelung im öffentlichen und privaten Leben in der DDR. Das Stadtarchiv ist mit Archivalien
an der Ausstellung im Staatsarchiv beteiligt.
Konkret sieht dies an den Standorten wie folgt aus:
- Unterlagen zum Bau des MfS-Bunkers in Dittersdorf
- Helsinki-Abkommen 1975 und die Folgen - Dokumente zur Menschenrechtsbewegung im Bezirk Karl-Marx-Stadt
- Blick über die Schulter des Archivars - wie werden Stasi-Akten aufbereitet?
- Präsentation zur städtischen Baugeschichte und zum KSZE-Prozess in den Siebziger Jahren
- Führungen: 10.15, 12.15, 14.15
- Die "Schatzkammern" des Archivs - ein Gang durch die Magazine (11, 13 und 15 Uhr)
- Präsentation von Unterlagen zur Entstehung bzw. zur Einweihung des Karl-Marx-Monumentes
- Multimediapräsentation zur Baugeschichte des Universitätscampus Reichenhainer Straße
- Wiederspiegelung der Konferenz von Helsinki in den Akten des Archivs - aus der Arbeit des Archivars
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Neuigkeiten 19. Mai 2001
Ergebnisse - Tag der Archive
Da das Stadtarchiv wegen Umbauarbeiten nicht zugänglich war, beteiligte sich dieses Archiv mit Archivalien zum Marx-Monument an der Ausstellung im Staatsarchiv.
Insgesamt wurde dieser Tag von den beteilgten Archiven als ein Erfolg gesehen, auch wenn sich die Besucherzahlen nicht mit denen der Museumsnacht in Chemnitz messen konnten.
Es waren aber durchweg hochinteressierte Besucher, die sich im Wesentlichen nicht aus dem bisherigen Stammpublikum und den Benutzern rekrutierten.
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stephan.luther@hrz.tu-chemnitz.de
Telefon: 0371/531 2694