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Pressemitteilung vom 21.01.1999

Lorbeeren für den ehemaligen Rektor am 28. Januar 1999


Lorbeeren für ehemaligen Rektor
TU Chemnitz verleiht Ehrensenatorwürde an Prof. Dr. Günther Hecht

(Pressemitteilung 7/99)

Professor Dr. Günther Hecht von der TU Chemnitz wird am 28. Januar 1999, 13.00 Uhr im Neuen Hörsaal- und Seminargebäude an der Reichenhainer Straße 70 die Würde eines "Ehrensenators der Technischen Universität Chemnitz" verliehen. Prof. Hecht, der von 1956 bis 1961 sein Physikstudium an der TU Dresden absolvierte, war nach vierjähriger Tätigkeit in einem Forschungsinstitut der Industrie, seit 1964 an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt, dem Vorläufer der heutigen TU Chemnitz, tätig.

In seiner langjährigen Hochschullaufbahn vollbrachte er herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Dazu zählen die Lehraufgaben für Studierende der Fachrichtung Elektronische Bauelemente und der Aufbau des Industriepraktikums für Studierende der Fachrichtung Physik. Herr Hecht leitete über zwei Jahrzehnte eine Forschungsgruppe, die sich im Verbund mit der Industrie mit dem Problem der "Edelmetalleinsparung an elektronischen Steckverbindungen" beschäftigte. Während seiner Lehrtätigkeit betreute er über 20 Doktor- und 50 Diplomarbeiten. Seine wissen-schaftlichen Forschungsergebnisse fanden ihren Niederschlag in rund 80 Veröffentlichungen.

Trotz seiner anerkannten beachtlichen Leistungen in Forschung und Lehre und der Befürwortung des Rates der damaligen Sektion Physik kam eine 1984 vorgeschlagene Berufung zum Professor aus politischen Gründen nicht zustande. So wurde Herr Hecht erst 1991, zum außerordentlichen Professor für "Technische Physik" an der TU Chemnitz berufen, nachdem die Rehabilitierungskommission, die zur Aufklärung politisch motivierter Benachteiligungen tätig war, ihre Ergebnisse vorlegen konnte. 1992 wurde er ordentlicher Professor. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits ein Jahr als Rektor im Amt. Seine 1994 erfolgte Wiederwahl war Ausdruck des großen Vertrauens, das er sich bei Mitarbeitern und Studenten der Universität erworben hatte; war Zeichen der Anerkennung seiner hochschul- bzw. wissenschaftspolitischen Kompetenz und nicht zuletzt einer von persönlicher Integrität und einfühlsamer Menschlichkeit bestimmten Amtsführung.

Gerade die Jahre seiner Amtszeit waren für die Chemnitzer Universität entscheidende Jahre. Es ging um eine personelle und inhaltliche Erneuerung der sächsischen Hochschulen, die sich nicht nur als komplizierte, sondern auch als eine mit vielen menschlichen Problemen belastete Aufgabe erwies.

Daß der TU Chemnitz der Status einer Universität erhalten werden konnte, ist in hohem Maße dem persönlichen Einsatz von Prof. Hecht zu verdanken. Diese in ihrer hochschulpolitischen Bedeutung besonders für die westsächsische Region kaum zu überschätzende Entscheidung war das Ergebnis langer und schwieriger Diskussionen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Sächsischen Landtag und der sächsischen Hochschulkommission, der übrigens keine Vertreter der TU Chemnitz angehörten.

Die Neugestaltung der bestehenden Fakultäten, der Aufbau der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften waren eng mit der Erhaltung des universitären Charakters der Chemnitzer Alma mater verbunden. Gemeinsam mit den Gründungsdekanen und Gründungs-kommissionen hat Prof. Hecht alle wichtigen Entscheidungen bei der Gestaltung dieser Fakultäten begleitet und verantwortlich geleitet. Nicht zuletzt seinem Einsatz ist es zu danken, daß der Auf- und Ausbau dieser Fakultäten, die sich für die Chemnitzer Universität längst zu gewichtigen Faktoren entwickelt haben, bei der sächsischen Hochschulplanung sowie den betreffenden Fakultätentagen durchgesetzt werden konnte.

Seine hohen Verdienste um die Universität sind am "Dies academicus" Anlaß für die Verleihung der Würde eines "Ehrensenators der Technischen Universität Chemnitz".


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