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Sport

Schwimmen als Ausgleich zur geistigen Belastung

Rico Stöckmann studiert Mikrotechnik/Mechatronik und ist erfolgreicher Schwimmer

Manch einer schaut fern, liest ein Buch oder spielt ein Computerspiel, um sich von seinem Unialltag zu erholen, nicht so Rico Stöckmann. Der 20-Jährige treibt Sport als Ausgleich zur "geistigen Belastung", wie er sagt. "Da man im Studium jeden Tag mit neuem Wissen bombardiert wird, hilft mir das Training, mich abzulenken und den Kopf wieder freizubekommen", beschreibt Stöckmann den Grund, weshalb er neben dem Studium schwimmen geht.

Zweimal täglich trainiert er im Schwimmclub Chemnitz im Sportforum. "Das Training ist sehr anstrengend, denn wir sind bis zu zwei Stunden im Wasser und machen dann noch eine Stunde lang Kraft- und Stabilisationsübungen für den Rumpf", gibt er zu. Zeit für andere Sportarten, Kino oder Party gebe es deshalb kaum, aber da viele seiner Freunde ebenso wie er Sportler sind, haben sie Verständnis für seine Prioritäten. Er selbst ist mit dem Sport und dessen harten Trainingsbedingungen aufgewachsen. Bereits mit drei Jahren haben ihn seine Eltern zum Schwimmunterricht geschickt, wo sein Talent schnell erkannt wurde. "Ich war ziemlich gut und bin somit beim Schwimmen geblieben", erzählt er. Seine Erfolge bestätigen diese Aussage: 2010 wurde Stöckmann Deutscher Jahrgangsmeister in Berlin bei 50-Meter-Freistil und 2011 erreichte er Platz 10 beim 100-Meter-Lageschwimmen bei der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft in Wuppertal. "Im Jahr 2009 erlangte ich zudem Platz drei bei den Jugendeuropameisterschaften in Prag", fügt er an.

Trotz seiner zahlreichen Siege ist das Schwimmen für Rico Stöckmann nur eine, wenn auch sehr intensive, Freizeitaktivität, die er neben dem Studium betreibt. Seit 2010 studiert er an der Technischen Universität Chemnitz. "Ich wollte etwas in Richtung Maschinenbau studieren, da ergaben sich in Chemnitz gute Voraussetzungen. Und weil ich meinen Sport weiter machen wollte, auch in meiner Trainingsgruppe, war die TU der ideale Standort", erklärt Stöckmann, der in Chemnitz geboren wurde. Die Kombination aus Elektrotechnik und Maschinenbau habe ihn schließlich begeistert, weshalb er sich für den Studiengang Mikrotechnik/Mechatronik entschied.

Die Verbindung von Training und Studium stellte für den Schwimmer nie ein Problem dar. "Ich passe meine Trainingszeiten meinem Stundenplan an, und wenn ich es mal nicht zu einer Vorlesung schaffe, dann erklären mir meine Kommilitonen den verpassten Stoff. Außerdem entwirft meine Trainerin Karen Kühnert das Trainingsprogramm so, dass es zu meinem Stundenplan passt", berichtet der Schwimmer. Im Gegensatz zu anderen Studenten beginnt Rico Stöckmanns Studientag mit einem 90-minütigen Schwimmtraining, bevor er ab 9.15 Uhr Vorlesungen, Seminare und Übungen in der Universität besucht. Von 15 Uhr bis 18 Uhr steht wiederum Schwimmen auf dem Programm. Mit ausreichend Unterstützung seitens seiner Kommilitonen und Trainerin, aber auch durch viel Disziplin und Ausdauer, sei dieser durchstrukturierte Tagesablauf möglich und ebenso notwendig, um gute Werte im Schwimmen zu erreichen. "Ich möchte mich im Männerbereich durchsetzen", setzt sich der Student sein sportliches Ziel, das er selbst in der anstrengenden Prüfungszeit nicht aus den Augen lässt.

(Autorin: Sandra Edel)

Katharina Thehos
06.03.2012

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