Der Countdown für das von der Europäischen Union geförderte Technologieprojekt "InWest" startet am 6. Juni 2011 - Informatiker kooperieren mit Jan-Evangelista-Purkyne-Universität Usti nad Labem
Mit einer sächsisch-tschechischen Auftaktveranstaltung am 6. Juni 2011 an der Technischen Universität Chemnitz geht das "Ziel 3"- Projekt "InWest" (Informatik-Wissenstransfer zur wirtschaftlichen Entwicklung der sächsisch-tschechischen Grenzregion) offiziell an den Start. Die Professur Technische Informatik der TU Chemnitz, Lead-Partner des Projekts, heißt an diesem Tag ihre tschechischen Kollegen von der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität Usti nad Labem in Chemnitz willkommen. Ab 13 Uhr werden Referenten aus Wissenschaft und Industrie die Projektschwerpunkte vorstellen. So gibt es unter anderem Beiträge zu den Themen Elektromobilität, Sensorik und Geoinformatik.
Das vorrangige Ziel von "InWest" ist es, einen systematischen und direkten Wissenstransfer von der Wissenschaft in die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) der lokalen Wirtschaft zu ermöglichen. Die Grundlage dafür bilden sowohl vorhandene Erkenntnisse der Informatik-Forschung als auch bereits etablierte Technologien sowie aktuelle Anforderungen in den KMU. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und den Unternehmen werden neue Lösungen mit konkreter und zeitnaher industrieller Anwendbarkeit in den Bereichen Elektromobilität, Radio Frequency Identification (RFID)-Technologie und Sensornetzwerke erarbeitet.
"Gemeinsame Kooperationsaktivitäten verbinden bereits seit einigen Jahren die Uni Usti mit der TU Chemnitz", sagt Prof. Dr. Wolfram Hardt von der Professur Technische Informatik an der TU Chemnitz und fügt hinzu: "Besonders erfreut sind wir darüber, dass durch das InWest-Projekt der Ausbau und die Vertiefung der sächsisch-tschechischen Zusammenarbeit für die nächsten drei Jahre finanziell abgesichert sind."
Durch die mit 530.000 Euro dotierte "Ziel-3"-Förderung der Europäischen Union wird auch der Ausbau eines internationalen und interdisziplinären wissenschaftlichen Netzwerks in der tschechisch-deutschen Grenzregion vorangetrieben. Die Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen (IBS), dritter Projektpartner von "InWest", steht dabei den Wissenschaftlern für ihre Forschungsaktivitäten als Forum zur Verfügung. Im ruhigen Ambiente der Region Oberlausitz sollen künftig - unter Einbindung des regionalen Kulturangebots - Seminare zur fachlichen Aufbereitung wissenschaftlicher Ergebnisse und Workshops zur Adaptierung neuer Technologien durchgeführt werden. "Dadurch wird der sächsisch-tschechischen Grenzregion Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit verliehen und auch dem zunehmenden Bedarf an außeruniversitären Anlaufstellen für internationalen Wissenstransfer entsprochen", so Hardt. "Regionale Unternehmen auf beiden Seiten bekunden bereits ihr Interesse, so dass alle Projektpartner einer fruchtbringenden Zusammenarbeit entgegenblicken können", ergänzt er.
Das Projekt "InWest" im Internet: http://www.in-we-st.eu
Weitere Auskünfte erteilt Ariane Heller, Telefon 0371 531-35023, E-Mail ariane.heller@informatik.tu-chemnitz.de
(Autorin: Alice Keönch)
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