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Pressemitteilung vom 13.03.2007

Kleine Teilnehmer für großes Medienprojekt gesucht

Kleine Teilnehmer für großes Medienprojekt gesucht
75 Vorschulkinder können ab Mai 2007 an einer Studie der TU Chemnitz und der Universität Würzburg teilnehmen

Für die meisten Kinder ist mittlerweile der alltägliche Umgang mit Fernsehen, Computern, Hörspielkassetten, Comics und Bilderbüchern selbstverständlich. Deshalb wird zunehmend wird gefordert, den Kindern möglichst frühzeitig Medienkompetenz zu vermitteln. Allerdings ist noch relativ wenig über die Entwicklung dieser Fähigkeit im Vorschul- und Grundschulalter bekannt. Wissenschaftler der Professur Medienkommunikation der TU Chemnitz und Psychologen der Universität Würzburg schaffen nun diesem Problem in einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Studie Abhilfe.

"Mediale Zeichenkompetenz ist der Grundstein der Medienkompetenz und umfasst das Verstehen von Zeichen, Symbolen und Zeichensystemen, die in den Medien vorkommen", erläutert die Projektverantwortliche Anne Glas. "Ziel unserer Studie ist es, wichtige Erkenntnisse über den Entwicklungsverlauf der Medienkompetenz im Alter zwischen vier und sieben Jahren zu gewinnen. Diese sollen helfen, kindgerechte Fernsehsendungen, Hörspiele oder Computerlernspiele zu verbessern und zur Entwicklung eines Trainingsprogramms beitragen, das einen frühzeitigen medienkompetenten Umgang der Kinder fördert", führt ihre Kollegin Susanne Domaratius aus. "Erst, wenn die Kinder die benutzten Zeichensysteme verstehen, können sie auch die mit dem Medium transportierten Inhalte begreifen. Erst dann eigenen sich die Medien auch zum Lernen", erklärt Prof. Dr. Peter Ohler, Inhaber der Professur Mediennutzung die Vorteile der Längsschnittstudie.

Für diese Studie suchen die Chemnitzer Medienexperten ab Mai 2007 freiwillige "kleine" Teilnehmer, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 30. Juni 2003 geboren sind und voraussichtlich im Sommer 2009 eingeschult werden. Die Probanden, die zu Beginn der Studie vier oder fünf Jahre alt sind, werden dann von den Wissenschaftlern zwei Jahre lang in ihrer Medienentwicklung begleitet. Halbjährlich wird ihr mediales Verständnis spielerisch getestet.

"Wie sich in einer Pilotstudie bereits zeigte, machen den Kindern mulimediale Tests sehr viel Spaß", weiß Anne Glas. Dabei werden Fragen gestellt wie "Welches Bild steht für die Liebe - Herz, Stern oder Mond?" und "Du hast jetzt gerade zwei kleine Filme gesehen. Zeige mir mal das Bild, das zeigt, wie der Film weitergeht?". Aber auch klassische Intelligenztestverfahren sowie Fragebögen zur Medienerfahrung und zur Erfassung des Wissens über das Internet werden beim Test angewendet. "Zwischen den Untersuchungszeitpunkten informieren wir die Eltern schriftlich über die individuelle Entwicklung und Fortschritte ihres Kindes sowie über die wichtigsten Erkenntnisse des Projektes", versichert Prof. Ohler. Eltern aus der Chemnitzer Region, die ihr Kind zur Teilnahme anmelden möchten, können sich an die beiden Projektverantwortlichen wenden. Kontakt: Anne Glas oder Susanne Domaratius, Telefon (03 71) 5 31 - 36 535, E-Mail anne.glas@phil.tu-chemnitz.de oder susanne.domaratius@phil.tu-chemnitz.de

Das Projekt im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/phil/medkom/mn

(Autorin: Nicole Leithold)


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