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Pressemitteilung vom 06.11.2001

Als die Sachsen noch "Hochdeutsch" sprachen

Als die Sachsen noch "Hochdeutsch" sprachen
Marburger Sprachwissenschaftler referiert über Dialekt und Dialektbewertung gestern und heute

"... und sie reden so feines Hoch Teutsch als ob sie geborene Sachsen wären...". Unter diesem Motto wird Dr. Stefan Rabanus von der Arbeitsstelle "Deutscher Sprachatlas" aus Marburg am 15. November 2001 zum Thema "Dialekt und Dialektbewertung gestern und heute" referieren. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Lesecafe "exlibris" der Stadtbibliothek Chemnitz, Zentralbibliothek, Straße der Nationen 33, Haus am Schillerplatz.

Zum Hindergrund: Im Jahr 1731, aus dem das obige Zitat stammt, galten die obersächsischen Mundarten als ein Hochdeutsch. In kultivierten Kreisen gehörte es zum guten Ton, dem nachzueifern. Heute dürfte die Gleichsetzung von Sächsisch mit "feinem Hochdeutsch" bei den meisten Menschen eher Unverständnis hervorrufen. Der Vortrag geht diesem Phänomen nach und versucht zu erklären, wie es zum Wandel in der Bewertung der sächsischen Mundarten kommen konnte. Zur Illustration dienen Dialektkarten aus Georg Wenkers "Sprachatlas des Deutschen Reichs". Dieser aus 1.647 handgezeichneten Karten bestehende historische Sprachatlas umfasst über 40.000 Erhebungsorte und ist in seiner Art einzigartig: Er liefert die weltweit einzige Gesamterhebung und kartographische Darstellung der Dialekte einer Sprache und wird derzeit an der Universität Marburg zum ersten echten Internet-Sprachatlas umgeschrieben.

Weitere Informationen: Dr. Stephan Habscheidt, Philosophische Fakultät, Telefon: 03 71/531- 40 50


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