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Pressemitteilung vom 22.05.2001

Das strahlende Erbe - Erfahrungen der Wismutsanierung

Das strahlende Erbe
Erfahrungen und Perspektiven der Wismutsanierung

Die Wismut GmbH Chemnitz beschäftigt sich seit zehn Jahren erfolgreich mit der Sanierung der gewaltigen Uranbergbau-Hinterlassenschaften der deutsch-sowjetischen Aktiengesellschaft SDAG Wismut. Das dabei in teilweise gigantischen Vorhaben gesammelte Know-how exportiert das Unternehmen bereits in alle Welt. Am 6. Juni 2001 wird Dr. Manfred Hagen, Geschäftsführer der Technischen Ressorts der Wismut GmbH, an der TU Chemnitz über Erfahrungen und Perspektiven der Wismutsanierung sprechen. Sein öffentlicher Vortrag beginnt um 17 Uhr im Hörsaal N013 im neuen Hörsaalgebäude, Reichenhainer Straße 70.

Zum Hintergrund: Er war zu DDR-Zeiten das größte Unternehmen in der Region und beschäftigte zeitweise mehr als 210.000 Arbeitskräfte: der Bergbaukonzern Wismut, organisiert als deutsch-sowjetische Aktiengesellschaft (SDAG Wismut). Geschürft wurde freilich nicht nach dem rötlich-weißen Metall Wismut - der Name war eine Tarnbezeichnung für den Abbau von Uran. Alles geförderte Uran wurde in die Sowjetunion geliefert, wo es zum Bau von Atombomben, später auch für Kernreaktoren verwendet wurde. Fast ein halbes Jahrhundert lang holten sächsische Bergleute in den Gruben um Aue, Schlema und Ronneburg das Uranerz aus dem Innern der Erde. Die Arbeit war extrem hart und gefährdete wegen der radioaktiven Strahlung zudem die Gesundheit der Kumpel. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Uranabbau eingestellt, die Sowjetunion übertrug ihren Anteil unentgeltlich auf die Bundesrepublik, die Firma selbst wurde in Wismut GmbH umbenannt. Gleichzeitig mussten sich die Deutschen verpflichten, für die Sanierung der schwer geschädigten Umwelt allein aufzukommen - mindestens 13 Milliarden Mark sind dafür nötig, vor dem Jahr 2010 wird das auch international einmalige Vorhaben nicht abgeschlossen sein.

Weitere Informationen erteilt Dr. Manfred Hagen, Telefon (03 71) 81 20 0.


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