Folgende Themen stehen zur Auswahl:
Für die Herstellung extrem verschleißfester Oberflächen werden
in vielen industriellen Anwendungen Hartmetallbeschichtungen eingesetzt. Eine
wesentlich kostengünstigere Alternative stellt die Verwendung von
Beschichtungswerkstoffen auf Eisenbasis dar, die eine hartmetallähnliche
Mikrostruktur besitzen, aber in einfacheren Prozessketten herstellbar sind.
Für die Entwicklung solcher neuartiger Materialien ist die Erschmelzung einer
Reihe von Versuchslegierungen unter reproduzierbaren Bedingungen notwendig.
Durch die Qualifizierung eines inerten Schmelzverfahrens unter Verwendung
eines neukonstruierten Kalttiegel-Lichtbogenofens (Bild) im Rahmen der Arbeit
wird ein wichtiger Grundstein für die weitere Werkstoffentwicklung gelegt.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. S. Schuberth
Raum E109, Tel.: 0371 531 36595
Email an Herrn
Schuberth
Dieses Thema ist sowohl als Diplomarbeit als auch als Studien- bzw.
Projektarbeit geeignet.
Zum Fügen von Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffen sollen
nanoskalige Lotwerkstoffe eingesetzt werden. Hierbei wird der Effekt der
Schmelzpunktabsenkung bei Verringerung der Partikelgröße (siehe Abbildung)
ausgenutzt. Zur Applikation derartiger Lotwerkstoffe und Strukturen soll die
Nanoprinttechnologie verwendet werden.
Die Diplomarbeit beinhaltet eine umfassende Literaturrecherche zur Ermittlung
der Ausgangsparameter. Des Weiteren ist die Auswahl geeigneter Lotwerkstoffe
auf der Basis von Al, Cu und Ni notwendig. Anhand von Differenz-Thermoanalysen
(DTA) sollen die Schmelz-bereiche dieser Lotlegierungen nachgewiesen werden.
Optimierungsziel ist die maximale Absenkung der Arbeitstemperatur. Im
Anschluss daran können die entsprechenden Verfah-rensparameter eingestellt und
Probelötverbindungen erzeugt werden, welche rasterelekronenmikroskopisch zu
charakterisieren sind.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Sebastian Weis
Raum E120, Tel.: 0371 531 35597
Email an Herrn Weis
Das High-Tec-Verfahren Plasmaanodisieren, mit dem keramische
Schichten mit exzellenten Eigenschaften auf geeigneten Substratwerkstoffen
erzeugt werden können, ist eine hocheffiziente Methode zur Behandlung
sämtlicher Leichtmetalle (Aluminium, Magnesium und Titan). Da es sich um ein
relativ junges Verfahren handelt, bestehen noch erhebliche Wissensdefizite
bezüglich grundlegender Zusammenhänge. Die Möglichkeiten des Verfahrens sind
daher bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ein erheblicher Forschungsbedarf
besteht insbesondere auf dem Gebiet der Führung des elektrischen Regimes. Die
neuen Generationen der Stromquellen eröffnen diesbezüglich innovative
Möglichkeiten der Steuerung des Prozesses. Diese Thematik ist Gegenstand der
Arbeit, die sowohl einen theoretischen als auch einen ausführlichen
experimentellen Teil beinhaltet.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Gert Alisch
Raum A106, Tel.: 0371 531 35396
Email an Herrn Alisch
Beim Hochenergiemahlen zur Herstellung
partikelverstärkter AMCs führt ein zu starker Verschweißeffekt zu einer
unerwünschten Partikelvergröberung und zu einem Verkleben der
Aluminiumpartikel an den Oberflächen von Kugeln und Rotorflügeln. Die
Prozessdauer wird dadurch zeitlich begrenzt und beeinflusst damit das
Mahlergebnis. Diesem Effekt kann durch Zugabe von Trennmitteln, z.B.
Stearinsäure (C18H36O2), entgegen gewirkt werden. Beim Einsatz von
Stearinsäure muss vor der Weiterverarbeitung des Pulvers die vollständige
Entfernung von Säureresten durch Heißentgasen gewährleistet werden.
Andernfalls wird eine unerwünschte Porenbildung in späteren Prozessschritten
oder bei der Wärmebehandlung der AMCs beobachtet. Ebenso ist die Umwandlung
der Stearinsäure oder deren Reaktion mit dem Mahlgut möglich.
Ziel der Arbeit ist es, verschiedene Trennmittel hinsichtlich ihrer Eignung
für das Hochener-giemahlen zur AMC-Herstellung zu prüfen und zu evaluieren.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Steve Siebeck
Raum B105, Tel.: 0371 531 37531
Email an Herrn Siebeck
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Gelötete Metall-Keramik-Verbunde werden konventionell
in Ofenlötprozessen hergestellt. Durch die mittelbare Erwärmung
ergeben sich bei diesem Erwärmungsverfahren jedoch hohe Verluste, da
die Wärme durch Konvektion, Strahlung oder Wärmeleitung übertragen
werden muss. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Themas
Energieeffizienz wird in einem Forschungsprojekt das Löten von
Metall und Keramik mittels Induktion als eine energetisch
effizientere Alternative qualifiziert. Hierbei handelt es sich um
ein unmittelbares Erwärmungsverfahren, bei dem die Wärme direkt im
Bauteil erzeugt wird. Die verfahrensspezifischen Vorteile führen
aufgrund der partiellen Erwärmung jedoch zu ungleichmäßigen
Wärmeströmen und damit zu einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung
im Bauteil.
In der Arbeit sollen die Wärmeströme und die Temperaturverteilung sowie daraus resultierende Eigenspannungszustände in einer vorgegebenen Grundwerkstoffkombination für das Induktionslöten und das Ofenlöten berechnet und verglichen werden. |
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Ansprechpartner: Dipl.-Ing. S.
Hausner
Raum E104, Tel.: 0371 531 37929
Email an Frau Hausner
Dieses Thema ist sowohl als Diplomarbeit als auch als Studien-,
Projektarbeit bzw. Bachelor- oder Masterarbeit geeignet.
Inhalt der Arbeit ist die Herstellung von
mehrlagigen Substraten für leistungselektronische Anwendungen. Dabei sollen
thermisch gespritzte Schichten abwechselnd aus verschiedenen Materialien (z.B.
Al2O3, Cu, Cu-W, Cu-Mo, Al) in mehreren Lagen
hergestellt werden. Neben dem atmosphärischen Plasmaspritzen kommt dabei das
Kaltgasspritzen zum Einsatz. Es soll eine spritztechnische
Prozessparameteroptimierung durchgeführt werden und dabei neben dem
Pulverzustand auch der Einfluss der Substrattemperatur untersucht werden.
Stirnzugversuche sollen Aufschluss über die Haftfestigkeiten der gespritzten
Schichten geben. Die Grenzfläche wird mittels Härtemessung und REM
charakterisiert werden.

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Ina Hoyer
Raum E117, Tel.: 0371 531 35232
Email an Frau Hoyer
Dieses Thema ist besonders als Studien- bzw. Projektarbeit geeignet.
Kohlenstofffaserverstärkter Kohlenstoff (CFC) ist ein Verbundwerkstoff, der
auch bei hohen Temperaturen gute mechanische Eigenschaften aufweist. Ein
wesentlicher Nachteil ist die geringe Korrosionsbeständigkeit gegenüber
metallischen Schmelzen, wie z. B. Titan, Stahl, oder gasförmigen Stoffen, wie
Sauerstoff.
Ziel ist die Herstellung und Untersuchung ausgewählter Schichtsysteme, welche
z.B. durch thermisches Spritzen auf CFC-Substrate appliziert werden können.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
Es werden vorwiegend Studenten mit werkstofftechnischem Hintergrund gesucht.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. D. Nestler
Raum A104, Tel.: 0371 531 36546
Email an Frau Nestler
Dieses Thema ist besonders als Studien- bzw. Projektarbeit geeignet.
Zur Herstellung von C/C- Verbundwerkstoffen werden spezielle Harze als
Kohlenstoffträger (C-Precursor) verwendet.
Die Weiterverarbeitung zu keramischen Verbundwerkstoffen (CMC) wird durch das
Flüssigsilizierverfahren realisiert.
Der gesamte Herstellungsprozess erfolgt derzeit über 3 Prozessstufen:
Ziel ist die Untersuchung alternativer C-Precursoren für den
Herstellungsprozess ausgewählter CMCs.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
Es werden vorwiegend Studenten mit werkstofftechnischem oder chemischem
Hintergrund gesucht.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. D. Nestler
Raum A104, Tel.: 0371 531 36546
Email an Frau Nestler
Dieses Thema ist besonders als Studien- bzw. Projektarbeit geeignet.
Kohlenstoff, insbesondere Glaskohlenstoff findet einen kontinuierlich
steigenden Einsatz als Tiegelwerkstoff in der Gießereiindustrie.
Im Rahmen eines Projektes, ist es erforderlich Glaskohlenstoff stoffschlüssig
mit Glaskohlenstoff und Keramik, bevorzugt mit Al2O3
bzw. mit Si3N4 zu Fügen. Diesbezüglich sind Verfahren zu
entwickeln bzw. vorhandene Verfahren zu optimieren, um den Anforderungen z.B.
an die Temperatur-, Korrosions-, und Vakuumbeständigkeit der Fügeverbindung zu
genügen.
Ziel ist die Herstellung von intakten Fügeverbindungen und Untersuchung
ausgewählter Lotsysteme und Verfahren, unter Betrachtung mikrostruktureller
Veränderungen.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
Es werden vorwiegend Studenten mit werkstofftechnischem Hintergrund gesucht.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. D. Nestler
Raum A104, Tel.: 0371 531 36546
Email an Frau Nestler
Dieses Thema ist besonders als Studien- bzw. Projektarbeit geeignet.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Kristina Roder
- Literaturrecherche zum Stand der Technik
- Aufstellen eines Versuchsplanes (Versuchsmatrix)
- Untersuchung verschiedener Möglichkeiten zur Faservorbehandlung, wie z. B. Pyrolyse, thermische Oxidation und Behandlung im HF-Plasma
- Thermische Analyse der SiC-Fasern
- Charakterisierung der unbehandelten und vorbehandelten Fasern mit verschiedenen Methoden (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie, AFM, Einzelfaserzugversuch)
- Diskussion und Bewertung der Ergebnisse
- Zusammenfassung und Ausblick
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| Beispiel: Kohlenstofffasern in einer Kohlenstoffmatrix |
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
- Literaturrecherche zum Stand der Technik
- Aufstellen eines Versuchsplanes
- Untersuchung verschiedener Möglichkeiten zur Probenhalterung
- Bestimmung des Einflusses der Probenpräparation (insbesondere der Probendicke) auf das Prüfergebnis
- Bestimmung des Einflusses der Prüfparameter auf das Prüfergebnis
- Diskussion und Bewertung der Ergebnisse
- Zusammenfassung und Ausblick
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| Abbildung: Hochauflösendendes 2D-Bildkorrelationssystem |
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
- Literaturrecherche zum Stand der Technik
- Aufstellen eines terminierten Versuchsplanes
- Durchführung der Prüfversuche unter Berücksichtigung der statistischen Absicherung
- Bestimmung des Einflusses der Prüfparameter auf das Prüfergebnis
- Analyse charakteristischer prinzipbedingter Abweichungen der einzelnen Methoden (Aufklärung von Ursachen, Vorschläge für Korrekturen)
- Ableitung einer Prüfvorschrift
- Dokumentation, Diskussion und Bewertung der Ergebnisse
- Zusammenfassung und Ausblick
Aluminiumschäume stellen auf Grund ihrer geringen Dichte ein hohes Leichtbaupotenzial dar.
Offenporige Schäume können anodisch oxidiert werden und können daher das Ausgangsmaterial für ein keramisches Feststoffgerüst darstellen.
Die Weiterverarbeitung mittels Al-Infiltration zum Metall-Keramik-Durchdringungsverbund ist bislang noch wenig erforscht.
Insbesondere Grenzflächenbetrachtungen sowie die Untersuchung statischer als auch dynamischer mechanisch-technologischer
Eigenschaften sind von herausragender innovativer Bedeutung.
Ziel der Arbeit ist es, Durchdringungsverbunde auf Basis von Aluminiumschäumen herzustellen und zu charakterisieren.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Untersuchungen zu den mechanisch-technologischen Eigenschaften gelegt.
Das Arbeitsprogramm beinhaltet:
- Literaturrecherche zum Stand der Technik
- Anodische Oxidation verschiedener Schäume
- Al-Infiltration und Umsetzung zum Durchdringungsverbund
- Optimierung der Herstellung von Al-Al2O3/Al-Durchdringungsverbunde
- mikrostrukturell-analytische Untersuchungen sowie Grenzflächenbetrachtungen am Verbund
- Untersuchung mechanisch-technologischer Eigenschaften (Mikrobiegeversuch, Zugversuch, dynamisch-mechanische Analyse (DMA))
- Diskussion der Ergebnisse
- Zusammenfassung und Ausblick
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Bärbel Kloß
Raum E005, Tel.: 0371 531 32381
E-Mail an Frau Kloß