Vom Oberingenieur bis zum Techniker – mit 24 aktiven Teilnehmern aus allen Abteilungen stellte das IWP knapp ein Viertel der Starter der TU Chemnitz zum diesjährigen Chemnitzer Firmenlauf, die im Wettbewerb „Sportlichste Firma“ diesmal „nur“ Zweiter wurde. Im Ergebnis hat die Veranstaltung einmal mehr bewiesen, dass von den Trainingseinheiten im Vorfeld bis zur gemeinsamen Zeitenauswertung beim Abendessen nach dem Lauf der Spaß als motivierender Faktor bei allen wirkt. Die erste Mannschaft der Professur belegte auf der 4,8 Kilometer langen Innenstadtstrecke im Gesamtklassement den 14. Rang und war damit bei ihrer nunmehr 5. Teilnahme in nahezu gleicher Besetzung das zweitbeste Herren-Team innerhalb der Universität.
Am 22. Juni 2012 verteidigte Herr Dipl.-Ing. Martin Kolouch, Ph.D. seine Dissertation zum Thema „Simulation des Einflusses der Gelenke auf das statische und dynamische Verhalten von parallelkinematischen Werkzeugmaschinen“. Nach seinem Ph.D.-Titel, den er 2009 an der VUT Brno erlangte, hat Herr Kolouch nun auch seine langjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse gekrönt. Der Promotionskommission gehörten neben dem Doktorvater Prof. Reimund Neugebauer (linkes Bild v.l.n.r.) außerdem PD Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel (Beisitzer), Prof. Knut Großmann (Gutachter) sowie Prof. Jörn Ihlemann (Vorsitzender) an.
Bereits am Vortag hatte Herr Dipl.-Ing. Ruben Schönherr mit der erfolgreichen Verteidigung seiner Dissertation zum Thema „Regelkreisüberwachung mechatronischer Antriebssysteme“ seine Promotion ebenfalls abgeschlossen. Herr Schönherr ist seit 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse tätig. Das rechte Bild zeigt den Promovenden mit den Mitgliedern seiner Promotionskommission (v.l.n.r.): PD Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel (Beisitzer), Prof. Alexander Verl (Gutachter), Prof. Andreas Schuber (Vorsitzender), Prof. Reimund Neugebauer (Gutachter und Doktorvater) und Prof. Rafael Wertheim.
Herzlichen Glückwunsch an beide Kollegen zum Dr.-Ing. im Namen aller Mitarbeiter des Instituts.

Dipl.-Ing. Martin Kolouch, Ph.D. (linkes Bild) und Dipl.-Ing. Ruben Schönherr mit den Mitgliedern ihrer jeweiligen Promotionskommission
Fotos: Michael Bräunig und Anne Oettel
Hochmodernes Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum zu Forschungszwecken übergeben
Am 28. Juni übergab Dr. Bernhard Pause, Technischer Geschäftsführer der Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH, Produktionswissenschaftlern der TU Chemnitz ein hochmodernes Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum zur Ressourceneffizienz-Forschung.
Im Rahmen eines Workshops am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP diskutierten Ingenieure aus Wissenschaft und Industrie am 28. Juni über energie- und materialschonende Fertigung von Bauteilen mit höchsten Qualitätsanforderungen. Anhand der neuen Maschine werden sie Szenarien zur Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe beleuchten, wie sie zum Beispiel in modernen Antriebssystemen von Autos oder Flugzeugen verwendet werden. Das Besondere: Die Maschine ist mit Schnittstellen zur Bestimmung elektrischer Verbräuche und von Durchflussmengen der Kühlsysteme ausgestattet. So können die Wissenschaftler alle Verbraucher des Bearbeitungszentrums N20 MC online überwachen und Fertigungsprozesse optimieren. Darüber hinaus wollen sie neu entwickelte Produktionsverfahren auf Einsparpotenziale untersuchen und deren Einsatzmöglichkeiten in der Industrie bewerten. Die Ergebnisse werden im Rahmen des
Spitzentechnologieclusters „Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik“ eniPROD fakultätsübergreifend zusammengetragen und gemeinsam weiterbearbeitet.
Die Mitarbeiter des IWP kennen den internationalen Wettbewerb um Qualität, Effizienz, Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit bei gleichzeitig hohen Produktionsraten. Deshalb bieten sie Unternehmen die Möglichkeit, ihre Prozesse außerhalb der laufenden Produktion im Versuchsfeld der TU Chemnitz ganzheitlich zu optimieren. „Mit dem neuen Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum bauen wir unsere technische Basis im Bereich der Produktionsforschung weiter aus und können unsere deutschlandweite Vorreiterrolle, die wir gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU im Bereich Ressourceneffizienz erarbeitet haben, weiter untersetzen“, konstatiert Prof. Reimund Neugebauer, Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU Chemnitz und Institutsleiter des Fraunhofer IWU.

Dr. Bernhard Pause (Technischer Geschäftsführer der Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH) und Dr.-Ing. Michael Kuhl (Hauptabteilungsleiter Fertigungstechnik) bei der symbolischen Übergabe des Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum an das IWP
Foto: Philipp Klimant
Pressemitteilung der TU Chemnitz vom 02.07.2012
Ausländische Gaststudenten und Gastwissenschaftler
Ein herzliches Willkommen unseren ausländischen Studenten und Promovenden an der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik
Im Jahr 2012 studieren und arbeiten folgende ausländische Studenten und Promotionsstudenten an der Professur:
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Promotionsstudent Dipl.-Ing. Ivan Verkhozin, Russland
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Promotionsstudent Dipl.-Ing. Dmitriy Vladimirovich Sizov, Russland
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Promotionsstudent M.Sc. Macario Cardone, Italien
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Promotionsstudent M.Sc. Duy Thinh Bui, Vietnam
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Promotionsstudent M.Sc. Tuan Dat Tran, Vietnam
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Student Shubhendra Nath Saha, Indien
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Praktikant Przemyslaw Jeczen, Polen
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Praktikant Kamil Anasiewicz, Polen
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Praktikant Gregorz Klosowski, Polen
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Praktikant Mateusz Borzecki, Polen
Industriegeschichte hautnah
Gemeinsam mit Ihren Betreuern des IWP nutzten einige der Gaststudenten und Praktikaten zum Abschluss des Sommersemesters 2011 die Möglichkeit, bei einem Besuch im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz, mehr über die industrielle Geschichte ihrer aktuellen Heimatstadt und des Freistaates zu erfahren. Zum Abschluss entstand dieses Gruppenfoto (linkes Bild) vor der bekannten Dampfspeicherlok auf dem Außengelände. Ein Jahr später wurde der Besuch in kleinerer Runde mit den vier polnischen Stundenten wiederholt.

Studenten und Mitarbeiter bei den Besuchen im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz 2011 und 2012
Fotos: Martin Dietze und Mateusz Borzecki